Wechseljahre und Verhütung

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Pesula
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Wechseljahre und Verhütung

Beitrag von Pesula »

Guten Tag,

ich bin aktuell 50 Jahre alt. Aufgrund von diversen vorhandenen Myomen habe ich seit 2011 ein Verhütungsstäbchen im Arm (Etonogestrel-Implantat) und unter diesem Implantat auch keine Blutungen. Myome sind immer noch viele kleine vorhanden, welche aber nicht mehr wachsen. 2011 wurden mir insgesamt 7 Myome Gebärmuttererhaltend entfernt, davon 2 in Organgengröße. In 6 Monaten müsste ich das Implantat nochmal wechseln lassen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass ich mittlerweile in die Wechseljahre gekommen bin (öfter Hitzewallungen, schlechte Haut/viele Pickel usw.). Sollte ich aufgrund der Myom-Problematik weiterhin mit Etonogestrel verhüten, oder lieber wg. des Alters und ggf. der schon vorhandenen Menopause die Verhütung weglassen? Einen Hormonspiegel um die Menopause zu bestätigen kann man ja wahrscheinlich erst nach Absetzen der Verhütung bestimmen, oder? Was würden Sie mir raten? Vorab herzlichen Dank!
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Wechseljahre und Verhütung

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
der körpereigene Hormonhaushalt wird durch gestagenhaltige Spiralen normalerweise nicht beeinflusst,d.h. eine Hormonbestimmung von FSH, LH und Estradiol wäre durchaus möglich. Das wird Ihnen aber der FA leider als Selbtzahlerleistung anbieten. Man kann auch am sogenannten Proliferationsgrad anlässlich der Krebsvorsorge feststellen, ob noch eine Östrogenproduktion vorhanden ist. Die aus dem IUP freigegebene Gestagenmenge wirkt zum größten Teil nicht systemisch.
Alternativ in Ihrem Alter: Entfernung der Spirale, 6 Wochen abwarten und dann eine Hormonanlyse veranlassen.
Nach neuen Ansichten it eine Verhütung nur bis zum 51. Lebensjahr sinnvoll und nötig. Persönlich würde ich auf keinen Fall mehr zu einer neuen Spirale raten- in meinen Augen unnütz ausgegebenes Geld.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
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