Myom Wechseljahre???

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Andante
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Myom Wechseljahre???

Beitrag von Andante »

Guten Tag,

Eine Frage.

Bildet sich ein subseröses Myom in den Wechseljahren immer zurück oder kann es auch noch in den Wechseljahren Beschwerden machen zb durch Östrogendominanz?

Gruß Andante
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Myom Wechseljahre???

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
subseröse Myome unterstehen wie die anderen Myomarten dem Östrogeneinfluß.Das bedeutet, dass sie nach Wegfall bzw. Abfall der Östrogene in der Menopause nicht mehr wachsen. Eine vollständige Rückbildung ist eher selten, meist wachsen sie nicht mehr und/oder bilden sich in gewissem Umfang etwas zurück. Übrigens sind subseröse Myome diejenigen, die die wenigsten Beschwerden machen und nur ab einer bestimmten Größe zum Beispiel durch Verdrängung benachbarter Organe Beschwerden verursachen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.
Andante
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Re: Myom Wechseljahre???

Beitrag von Andante »

Vielen Dank Herr Dr. Fischer!

Gruß Andante
Andante
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Re: Myom Wechseljahre???

Beitrag von Andante »

Guten Abend Herr Dr. Fischer ,

Ich hätte doch noch eine Frage bzgl des Myoms .. ich mache mir große Sorgen :/

Ich bin 53 Jahre letzte Periode mit 48 Jahren.
Dieses subseröse Myom wurde mit 42 Jahren per Ultraschall mit 8cm diagnostiziert.

Im Rahmen eines CT jetzt vor einigen Wochen wurde nebenbefundlich ein vergrößertes re Ovar glatt abgegrenzt sowie eine kleine Zyste am li Ovar festgestellt , nach Einschätzung des Radiologen sehe es nicht bösartig aus , ich solle es ambulant gynäkologisch abklären lassen. Das habe ich vor einer Woche getan - ich war bei einer neuen Gynäkologin, da meine bisherige Gynäkologin im Ruhestand ist ( leider ).

Die Ultraschalluntersuchung hat mich sehr irritiert - die Gynäkologin meinte es sei das Myom im Ultraschall 6 cm , sie hat mir im US „ Kalkablagerungen“ gezeigt - was immer das auch heißen mag . Wenn ich keine großen Beschwerden hätte würde sie es so belassen. Bei Beschwerden könne ich mich erneut melden.

Ich mache mir nunmehr riesige Sorgen das es sich um Eierstockkrebs handeln könne .
Was ist den präziser - der vaginale US oder dieses CT ? Und können Hormone auch in der Postmenopause nochmal „aufflackern“ ? Verzeihen Sie bitte diese vllt komischen Fragen aber ich bin sehr verängstigt.

Lg Andante
Dr.med.Holger Fischer
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Re: Myom Wechseljahre???

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
bei Beurteilung des inneren Genitale ist der Vaginalultraschall zumindest dem CT ebenbürtig und bei gewissen Fragestellungen ( Schleimhauthöhe) sogar überlegen. Gerade die Beurteilung der Ovarien ist mittels CT schwierig, da sie die gleiche Dichte haben wie umliegende anatomische Strukturen.
Myome können zentral verkalken, vor allem wenn sie über Jahre bestehen. Bei einem Durchmesser von 6 cm würde ich ebenfalls von einer OP abraten. Auch nach der Menopause können in seltenen Fällen erneut Östrogenproduktionen beobachtet werden, was aber selten ist. Ist im Ultraschall keine Verdickung der Schleimhaut ( Endometrium) zu sehen, ist auch keine Östrogenbildung vorhanden. In Ihrem Alter ( 11 Jahre nach der letzten Periode) stellt sich das Endometrium in einer Höhe bis zu 3 -4 mm dar. Darauf hat die Ärztin sicherlich geachtet und Ihnen den Befund erläutert
Grüße Dr. Fischer
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Andante
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Re: Myom Wechseljahre???

Beitrag von Andante »

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

Ich bedanke mich in aller Form bei Ihnen für die kompetente sowie schlüssige Antwort! Ich finde es außerdem großartig von Ihnen das Sie ihr Wissen und vor allem ihre Erfahrung hier zur Verfügung stellen!

Danke!

Gruß Andante
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