Gerinnungswerte (Protein Z) - mehrere FGs

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Lydia1985
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Gerinnungswerte (Protein Z) - mehrere FGs

Beitrag von Lydia1985 »

Hallo,

ich (35) hatte dieses Jahr bereits 2 Fehlgeburten und vermutlich einen weiteren sehr frühen Abgang dazwischen (also kurz nach posit. Test). Bei der ersten FG setzten bei 5+3 Blutungen ein, im Schall war nichts zu sehen und HCG nur noch bei 28. Bei der zweiten Schwangerschaft bekam ich - aber nur auf eigenes Drängen (ich habe immer Schmierblutungen vor der Regel) - Progesteron. Bei 5+2 war zunächst alles zeitgerecht entwicklt (Fruchthöhle, Dottersack). Bei 7+3 war dann aber leider kein Embryo zu sehen und die Fruchthöhle hatte eher die Größe von 6+4. :(

Danach wechselten wir für weitere Diagnostik in die Kinderwunschabteilung der selben Praxis. Dort wurden die Hormone vom Zyklusanfang (ZT3) bestimmt sowie die Gerinnung/Spezialgerinnung. Mir wurde gesagt: alles gut. Nun hätten diese Woche abschließende Untersuchungen (gr. Zuckertest, Spermiogramm) stattfinden sollen und in ein paar Tagen wäre der Termin in der Humangenetik zur Chromosomenanalyse gewesen.
Leider stehen mein Mann und ich nun unter Quarantäne, so dass das alles ausfallen musste... UND ... ich habe heute wieder positiv getestet. :shock:

Ich habe meine Blutwerte vorliegen und mir sticht ein Gerinnungswert ins Auge, bei dem ich mich frage, ob er wirklich ok ist. Kennt sich jmd damit aus?
Außerdem wurden die Gerinnungswerte etwa 3 Wochen nach der letzten Fehlgeburt genommen (also bei der Blutabnahme 3 Wochen zuvor war der HCG noch bei 41). Ist das so in Ordnung? Für einige Gerinnungswerte liest man, dass 8 oder sogar 12 Wochen Abstand zu einer Schwangerschaft bestehen sollten.

Hier nun ein paar Basishormon-Werte (ZT 3). Diese scheinen soweit unauffällig zu sein oder?
FSH 5,2 IU/l (3,5 - 12,5)
LH 3,5 IU/l (2,4 - 12,6)
Östradiol E2 206 ng/l (12,4 - 233)
Progesteron 0,2 ug/l (0,2 - 1,5)
Prolaktin 292 mlU/l (100 - 650)
Testosteron 0,29 ug/l (0,1 - 0,7)
DHEA-S 820 ug/l (609-3370)
Homocystein 6,4 umol/l (<13)

Gerinnung:
Quick 101 % (70-120)
Part. Thromboplastinzeit (PTT) 28 sec. (26-36)
Faktor XII 145 % (50-50)
Antithrombin III 99 % (79-120)
Protein C (chrom. Messung) 84 % (70-140)
Protein S frei (LIA) 85 % (55-112)
aPC-Resist. 2,92 Ratio (normal: >2,18)
Protein Z 1453 ug/l (1600-3300)

Außerdem noch Lupusantikoagulanz und Autoantikörper-Diagnostik.
Kann mir jmd was zum Protein Z sagen? Dort steht: Nicht signifikant, erst eine Verminderung deutlich <1000 ug/l wäre bei der angegebenen Fragestellung von klinischer Relevanz.
Zum Schluss heißt es nochmal: Somit findet sich für die angeforderten Gerinnungsparameter keine klinisch relevante Abweichung von der Norm. Es ergibt sich kein Hinweis auf eine hereditäre oder erworbene Thrombophilie.

Ist der Protein Z wirklich unauffällig? Und warum legt man die untere Norm nicht einfach auf 1000, wenn doch Werte zwischen 1000 und 1600 nicht relevant sind? Und ist der Wert kurz nach der FG schon aussagekräftig?

Meine Ärztin meinte, das man trotzdem prophylaktisch Heparin spritzen könnte bei einer nächsten Schwangerschaft. Ich bin mir unsicher, ob ich das tun soll. Wenn nichts dafür spricht, dass das nötig ist, möchte ich natürlich ungern Medikamente nehmen, aber ich möchte mich - sollte es wieder zu einer FG kommen - natürlich auch nicht fragen müssen "was wäre gewesen wenn?".
Die Gerinnungsdiagnostik wurde auch gemacht, weil mein Vater bereits 2x eine Thrombose inkl. Lungenembolie hatte. Soweit ich weiß aber auch da keine Auffälligen Werte, nur diverse Risikofaktoren (Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes...).

Vielen Dank für eure Hilfe.

Grüße Lydia
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