Ausscharbung aufgrund von Zwischenblutungen

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Michaela123
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Ausscharbung aufgrund von Zwischenblutungen

Beitrag von Michaela123 »

Meine Frauenärztin rät mir zu einer Ausscharbung aufgrund von Zwischenblutungen/Zyklusunregelmäßigkeiten (ich nehme die Pille). Im Ultraschall sieht man Flüssigkeit(?) im Gebärmutterhals. Ich hatte in den vergangenen Monaten starken emotionalen/privaten Stress. Daher vermute ich hierin die Ursache für meine Beschwerden. Ich bin mir sehr unsicher, ob eine Ausscharbung wirklich nötig/sinnvoll ist. Mein Pap-Abstrich war unauffällig (Pap 1). Ich bin 38 Jahre alt und kinderlos. Es besteht aber Kinderwunsch und ich mache mir Sorgen, dass der Eingriff mehr schaden als helfen könnte (Verletzungen am Gebärmutterhals, Vernarbungen in der Gebärmutter, etc.). Können Sie hierzu eine Abschätzung abgeben? Ist es richtig, dass man keine komplette Ausscharbung vornehmen würde, sondern "nur" 2-3 Proben (ähnlich einer Biopsie) entnehmen würde? Vielen Dank!

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Ausscharbung aufgrund von Zwischenblutungen

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Abend,
es ist bekannt, dass Stress jeglicher Art Blutungsstörungen verursachen kann, mit oder ohne Pille und unabhängig vom Alter. Wenn der Vaginalultraschall eine unauffällige Schleimhaut ( Endometrium) aufweist und sie nicht über 4-5 mm hoch ist ( unter der Pille eher noch weniger) besteht absolut kein Grund zur Ausschabung. Auch nicht für eine Biopsie! Zwar hat eine Ausschabung fast nie negative Auswirkungen bzgl. Kinderwunsch, ist aber in Ihrem Fall völlig unnötig. Ich verstehe es nicht, wie man dazu raten kann, das würde mich schon sehr interessieren. In über 30 Jahren und spezialisiert auf Hormontherapie- habe ich tausende derartiger Blutungsstörungen erlebt und nie zu einer Ausschabung ( bei Pilleneinnahme, also Ovulationshemmer) geraten, obwohl ich auch ambulant operiert habe und somit daran etwas verdient hätte.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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