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Pap3d1

Verfasst: 13.01.20, 13:23
von Grummel
Guten Tag,
Eine jetzt 22 jährige Frau hat sich 2016 mit dem HPV infiziert. Mitte 2018 wurde ein Pap3d1 festgestellt, der seitdem persistiert. Mittlerweile wurden auch die Viren nachgewiesen.
Besteht auch nach so einem langen Zeitraum noch die Möglichkeit, dass sich die Dysplasie von allein zurück bildet?
Mit freundlichen Grüßen
Grummel

Re: Pap3d1

Verfasst: 13.01.20, 18:19
von Dr.med.Holger Fischer
Guten Abend,
nachdem dieser Befund ja bereits seit 1 1/2 Jahren besteht und auch HPV nachgewiesen wurde, ist davon auszugehen, dass sich der Abstrich eher nicht mehr zurückbilden wird. Eine Kolposkopie mit kleiner Gewebeprobe sollte erwogen werden, entweder bei Ihrem Frauenarzt selbst, oder in der Dysplasiesprechstunde eines Spezialisten. Leider führen heutzutage Gynäkologen kaum selbst noch derart kleine Gewebeentnahmen durch bzw. haben nicht die Erfahrung in der Kolposkopiebefundung.

Re: Pap3d1

Verfasst: 27.01.20, 09:58
von Grummel
Guten Morgen Herr Dr. Fischer.
Heute haben wir das Ergebnis des letzten Abstriches erhalten.
Es ist jetzt Pap II, HPV negativ, P16 negativ.
Was bedeutet das jetzt genau für die Patientin?
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Grummel

Re: Pap3d1

Verfasst: 27.01.20, 15:08
von Dr.med.Holger Fischer
Guten Tag,
das bedeutet völlige Entwarnung, auch liegt kein Virusbefall mit HPV vor. In Anbetracht der Vorbefunde halte ich persönlich einen Kontrollabstrich in 6 Monaten für sinnvoll, spätestens aber in 1 Jahr. Ich denke, Näheres hat mit Sicherheit der behandelnde Frauenarzt gesagt.

Re: Pap3d1

Verfasst: 31.01.20, 07:35
von Grummel
Guten Morgen Herr Dr. Fischer.
Das beruhigt mich sehr. Die Frauenärztin hat dazu nichts gesagt. Die Werte wurden nur von der Schwester mitgeteilt.
Eine Frage habe ich noch.
Was bedeutet es, wenn p16 negativ ist?
Ich habe schon ein wenig recherchiert, bin aber nicht so richtig schlau daraus geworden.
Mit freundlichen Grüßen
Grummel

Re: Pap3d1

Verfasst: 31.01.20, 09:27
von Dr.med.Holger Fischer
Guten Morgen,
das bedeutet, dass kein Befall mit HPV vorliegt. Nebenbei: dass eine Helferin einen Pap-Befund mitteilt, halte ich für nicht optimal, zumal sich ja evtl. Fragen des Patienten anschließen könnten wie z.B. bei Ihnen.

Re: Pap3d1

Verfasst: 31.01.20, 14:00
von Grummel
Das sehe ich auch so. Ist aber hier leider in vielen Praxen so. Deshalb bin ich sehr froh, dass es hier Ärzte wie Sie gibt, die unermüdlich Fragen beantworten.
Vielen herzlichen Dank dafür.

Mit freundlichen Grüßen
Grummel