Analprolaps

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mohnblumen
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Analprolaps

Beitrag von mohnblumen »

Sehr geehrter Dr Fischer,
Ich bekomme in etwa 6 Monaten mein zweites Baby. Das erste war ein Kaiserschnitt. Leider wurde bei mir zusätzlich zu dem bereits bekannten Bandscheibenvorfall im Lendenbereich ein Analprolaps festgestellt. Ich habe diesen schon länger nur die Diagnose fehlte. Jedes Mal wenn mein Stuhl etwas fester ist, schiebt sich der Darm etwa 2cm nach außen und ich habe ihn dann immer wieder zurückgeschoben. Das ist aber immer relativ schmerzhaft. Jetzt mache ich mir ziemliche Sorgen, was erst passiert, wenn ich ein Kind herauspresse. Was meine Sie dazu?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Analprolaps

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
beim Pressen wird der Prolaps wahrscheinlich sehr ausgeprägt sein , daran kann man aber leider nichts ändern. Man kann auch nichts prophylaktisch dagegen machen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

mohnblumen
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Re: Analprolaps

Beitrag von mohnblumen »

Würden Sie empfehlen einen Kaiserschnitt machen zu lassen, um dem vorzubeugen?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Analprolaps

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Hallo,
auf diese Möglichkeit wollte ich Sie hinweisen, aber meiner Meinung nach muß man eine Nutzen/Risikoabwägung machen, ein Kaiserschnitt ist immerhin keine kleine Operation. Man könnte auch eine Periduralanästhesie machen- da sollte der Bandscheibenprolaps kein Hindernis sein- und bei richtiger Dosierung in der Austreibphase kann man auch pressen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

mohnblumen
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Re: Analprolaps

Beitrag von mohnblumen »

Sehr geehrter Dr.Fischer,

Ich bin mit meiner Entscheidung zum Thema Kaiserschnitt leider noch nicht weitergekommen. Eigentlich wollte ich vor dem ET einen Termin beim Facharzt machen lassen, aber dank der Corona Krise vermeide ich momentan vieles...
Eine PDA funktioniert bei mir leider wegen dem Bandscheibenvorfall nicht. Dazu hatte ich vor der letzten Geburt ein ausführliches Gespräch mit dem Anäathesie Oberarzt der Klinik. Mein Analprolaps ist leider im Laufe der Schwangerschaft deutlich schlimmer geworden. Nach jedem Stuhlgang steht er an die 2cm raus und bereitet mir Schmerzw

mohnblumen
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Re: Analprolaps

Beitrag von mohnblumen »

Sehr geehrter Dr.Fischer,

Ich bin mit meiner Entscheidung zum Thema Kaiserschnitt leider noch nicht weitergekommen. Eigentlich wollte ich vor dem ET einen Termin beim Facharzt machen lassen, aber dank der Corona Krise vermeide ich momentan vieles...
Eine PDA funktioniert bei mir leider wegen dem Bandscheibenvorfall nicht. Dazu hatte ich vor der letzten Geburt ein ausführliches Gespräch mit dem Anäathesie Oberarzt der Klinik. Mein Analprolaps ist leider im Laufe der Schwangerschaft deutlich schlimmer geworden. Nach jedem Stuhlgang steht er an die 2cm raus und bereitet mir Schmerzen. Ich kann auch keine Strings mehr anziehen, weil diese irgendwie am Prolaps "festkleben". Es tut weh, wenn ich ihn "abziehen" muss.
Was meinen Sie in Bezug auf die Geburt? Würden sie eher zu einer natürlichen Geburt tendieren oder zum Kaiserschnitt? Und wie wahrscheinlich wäre nach einer natürlichen Geburt eine Verschlimmerung vom Prolaps?
Vielen Dank schonmal für Ihre fachkundliche Meinung!

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Analprolaps

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
"Ich kann auch keine Strings mehr anziehen"- das sollte das geringste Problem sein und lässt sich ja durch geeignete Unterhosen leicht lösen. Ich kenne natürlich viele Frauen, die bei Geburt-also beim Pressen in der Austreibphase- monströsen Prolaps haben, was sich aber meist wieder zurück bildet. Dass ein Prolaps mit zunehmender SS schlimmer wird, auch das ist üblich, wenn man dazu neigt. Ob nach einer Spontangeburt er schlimmer wird, das wird sich eben erst danach herausstellen- nach einigen Wochen sogar oftmals erst. Persönlich würde ich eher zu einer Spontangeburt raten.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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