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Zustand nach Konisation

Verfasst: 12.11.19, 19:14
von Lotta_Vau
Einen schönen guten Abend!
Ich hatte am 1.11.19 eine ambulante Schlingenkonisation inklusive Ausschabung des Gebärmutterhalses. Bereits am Abend musste ich zurück in die Klinik, da es unglaublich blutete. Gelaspon und eine Tamponade wurden eingelegt. Am nächsten Tag war die Blutung deutlich niedriger und ich durfte wieder nach Hause. Am Tag 11 fingen die Blutungen wieder an schlimm zu werden. Klar, Ablösung des Wundschorf. Es blutete allerdings so heftig und große Koagel gingen ab, dass ich wieder in die Klinik bin. Ergebnis - Gelasponschwamm und 2 Tamponaden. Diese waren allerdings nach einer Stunde durchgeblutet. Demzufolge erfolgte in der Nacht noch eine Not OP, in welcher der Muttermund erneut komplett verödet wurde. Ich habe jetzt natürlich völlig Panik, dass es wieder anfängt so zu bluten. Insbesondere, wenn sich der neue Wundschorf wieder ablöst. Ist das möglich? Ach ja, HB, Gerinnungsfaktor und großes Blutbild sind in Ordnung.

Vielen Dank fürs Lesen!

Re: Zustand nach Konisation

Verfasst: 13.11.19, 09:52
von Dr.med.Holger Fischer
Guten Morgen,
auch ich habe die Konisation mit der Elektroschlinge 30 Jahre lang bevorzugt und muß sagen, dass es immer möglich ist, dass seltene Nachblutungen auftreten, meist ab Tag 8-10. Da hilft nur eine gründliche Nachkoagulation und eventuell eine Liigatur der beiden absteigenden Äste der Art. uterina.
" Insbesondere, wenn sich der neue Wundschorf wieder ablöst. Ist das möglich"- leider ja.

Re: Zustand nach Konisation

Verfasst: 13.11.19, 10:12
von Lotta_Vau
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Wäre es dann nicht besser gewesen gleich die Ligatur durchzuführen anstatt das erneute Blutungsrisiko einzugehen? Ich habe inzwischen wirklich Panik davor, dass es wieder blutet,ich kann quasi mein eigenes Blut nicht mehr sehen und bekomme schon echt bei jedem Toilettengang Panikattacken.

Re: Zustand nach Konisation

Verfasst: 13.11.19, 12:32
von Dr.med.Holger Fischer
Hallo,
"Wäre es dann nicht besser gewesen gleich die Ligatur durchzuführen "-nachträglich gesehen-ja. Im Gegensatz zur Messerkonisation ( mit einem Skalpell) ist die Elektrokonisation mit der Schlinge deutlich blutungsärmer, erspart aber trotzdem nicht die anschließende Elektrokoagulation am Ende der OP. Es gibt kein einheitliches standardisiertes Vorgehen, jeder macht es meist so, wie er es an seiner Klinik gelernt hat. So gibt es auch Operateure, die noch die Wundränder mit wenigen Nähten verschließen und somit die Fläche des herausgeschnittenen Kegels ( Konus) etwas verkleinern. So habe ich es immer gemacht und damit fast nie Nachblutungen gehabt.