Kryo-Zyklus

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sala17
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Kryo-Zyklus

Beitrag von sala17 » 07.10.19, 19:03

Guten Tag Herr Dr. Fischer,


ich würde gerne noch mal Ihre Einschätzung hören zum anstehenden Kryo Zyklus:

ich wurde bereits zwei mal auf natürlichem Wege schwanger, jedoch beides Fehlgeburten. Danach klappte es nicht mehr und wir machten eine IVF mit 4 Kryozyklen (mit Progynova und Fameninta) und guten Embryonen (je 2 Blastos), jedoch ohne Erfolg. In der nachfolgenden PICSI wurde im Frischtransfer eine Schwangerschaft erzielt (aber Windei und somit die dritte Fehlgeburt)

Würden Sie nach meiner Geschichte eine Kryozyklus im natürlichen oder im künstlichen Zyklus empfehlen? (Einen Eisprung habe ich in der Regel regelmäßig und Schleimhaut baut sich gut auf).

(Diagnostisch wurde alles abgeklärt und war ohne Befund. Lediglich bei der Immunologie (die ja umstritten ist) kamen fehlende Kir Gene heraus. Der Immunologe empfiehlt Granozyte nach dem Transfer.
Die Abortsprechstunde hat mir zudem Clexane als off label use bei nächster Schwangerschaft empfohlen auch wenn es keine Indikation dazu gibt.

Über Ihre Rückmeldung, ob Sie den Transfer im natürlichen oder künstlichen Zyklus machen würden, wäre ich dankbar. Zudem würde mich interessieren, was Sie von Heparin oder ASS als zusätzliche Unterstützung in meinem Fall halten würden?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Kryo-Zyklus

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 08.10.19, 07:13

Guten Morgen,
da ja spontane Eisprünge vorhanden sind, sehe ich keine Indikation für eine Stimulation, es sei denn, man will tatsächlich viele Follikel bzw. deren Oozyten gewinnen.
Wie Sie richtig schrieben, ist die Gabe von Heparin, ASS und auch Kortison wissenschaftlich nicht unumstritten, außer bei nachgewiesenen Gerinnungsstörungen ( Faktor V-Mangel usw.) und wenn im Abortmaterial vermehrt Thromben in den Plazentargefässen gefunden wurden. Aber es ist einen Versuch durchaus trotzdem wert.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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