Fibroadenom?

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vie2017
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Fibroadenom?

Beitrag von vie2017 » 18.09.19, 11:11

Lieber Herr Dr. Fischer,
Ich (35) habe eine Verhärtung in der Brust, die vom Frauenarzt als kleines Fibroadenom per Sonographie diagnostiziert wurde. "Das ist völlig harmlos, kann in der Schwangerschaft wachsen und muss in paar Monaten per Ultraschall kontrolliert werden."
Nun habe ich im Internet gelesen, dass man solch ein Fibroadenom im Ultraschall nicht 100% sicher diagnostizieren kann und man deshalb eine Stanzbiopsie macht, um die Diagnose zu sichern.
Ist das nötig oder kann ich auf die Aussage des Arztes vertrauen und die Sache abhaken?
Vielen Dank vorab für Ihre Einschätzung.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Fibroadenom?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 18.09.19, 12:39

Guten Tag,
klinisch -also beim Abtasten- imponiert ein typisches Fibroadenom als rundlich/ovale Struktur, derb, gut verschieblich , umschrieben( also nicht diffus in jede Richtung ausbreitend) und abgekapselt. Im Ultraschall zeigt es sich als querovale/ rundliche Struktur mit scharf begrenztem Herd, die Binnenstruktur ist homogen, also einheitlich im BIld, mit echoarmem Muster. Man sieht einen dünnen Randsaum mit dorsaler Schallverstärkung.
Ist also sowohl Klinik als auch Ultraschallbefund derart, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Fibrom handelt, sehr groß, das Ganze ist aber abhängig von der Erfahrung des Untersuchers. 100 % Sicherheit besteht leider nicht, dennoch macht man nicht bei jedem Fibroadenom eine Biopsie, da bei etwas jeder 4. Frau ein Fibroadenom vorkommt. Vertrauen Sie Ihrem Frauenarzt und warten Sie die Kontrolle ab, diese sollte nie vor der Periode stattfinden, immer mit abklingender Periode.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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