verkürzte Zyklen

Moderator: DMF-Team

Antworten
Rina1581
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 28.06.19, 10:41

verkürzte Zyklen

Beitrag von Rina1581 » 24.07.19, 12:40

Sehr geehrter Dr. Fischer,

ich hatte im Februar 2018 nach 15 Jahren die Pille Lamuna abgesetzt. Seitdem habe ich Probleme mit der Menstruation. Erst bekam ich sie aller 14 Tage. Nun hatte ich 2 Mal einen Abstand von 3 Wochen dabei. Diesmal habe ich die Mens wieder nach 16 Tagen bekommen. Es ist wie gehabt immer noch so, dass ich sie für 2 Tage in relativ normaler Stärke habe und dann für 3 Tage eine Art Schmierblutung.

Ich hatte ja bereits meine Gynäkologin aufgesucht. Erst hatte sie meine Schilddrüsenwerte für zu hoch befunden und schob alles darauf, beim nächsten Termin meinte sie dann, dass es vorzeitige Wechseljahre sein könnten (bin 38 Jahre). Sie hatte dann nur einen Ultraschall gemacht, wo wohl im linken Eierstock Zysten wären und der rechte wäre wohl verkümmert. Dann hatte sie hin und her geschwankt, ob sie mir nicht irgendwelche Hormone verschreiben sollte. Das hat sie dann aber sein gelassen, als sie im PC die Diagnosen der Hausärztin gesehen hatte.

Dann war ich bei einem anderen Gynäkologen. Der meinte dann, dass sich die Zyklen durch Stress verändern könnten und wenn ich doch abnehmen würde, hätte das auch einen positiven Effekt (wiege 84 kg bei 1,63 cm).

Langsam werde ich allerdings ungeduldig...für mich ist es aber blöd, da ich weder was planen kann (Urlaub ohne Menstruation oder generell der "Überraschungseffekt"). Nach 1,5 Monaten müsste es sich doch mal wieder richtig eingependelt haben?

Die aktuellen SD-Werte sind: Tsh 3,1 (0,3-4,2), ft4 13,5 (11,5-22,7), ft3 5,7(3,5-6,5) bei inhomogener SD in der Sonografie und negativen TPO- undTG Antikörpern. Werte über 3 fand die Gyn zu hoch.

Kann es wirklich an den SD-Werten, am Gewicht oder gar an vorzeitigen Wechseljahren liegen? Hätte es sich nicht schon nach Absetzen der Pille einpendeln müssen?

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12333
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: verkürzte Zyklen

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.07.19, 17:27

Hallo,
die SD-Werte sind okay, in Ihrem Alter wären vorzeitige Wechseljahre eher unwahrscheinlich. Ob Gewichtsreduktion das Problem lösen könnte, das ist fraglich . Zyklusstörungen kommen nach Absetzen der Pille vor, eher aber im Sinne von verlängerten Abständen ( bis zu einigen Monaten oder mehr). Da Sie aber bereits 2018 keine Pille mehr nehmen, ist es natürlich für eine Regulation viel zu lange.
"wo wohl im linken Eierstock Zysten wären und der rechte wäre wohl verkümmert."- das ist eine Aussage von ihr, mit der man nicht viel anfangen kann. Warum soll ein Ovar " verkümmert" sein. Selbst mit nur einem Ovar hat man als Frau normalerweise keine Probleme. Messen Sie für 2-3 Monate die Temperatur, evtl. liegt ein vorzeitiger Progesteronmyngel vor, oder aber die erste Zyklushälfte ist sehr kurz. Das kann man alles daraus ablesen und zwar noch besser als es Hormonbestimmungen können. Diese kann man aber auch zusätzlich machen, sind aber eben nicht immer aussagekräftig, nur bei eindeutigem Mangel.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Rina1581
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 28.06.19, 10:41

Re: verkürzte Zyklen

Beitrag von Rina1581 » 06.08.19, 05:35

Sehr geehrter Dr. Fischer,

ich habe wie o.g. verkürzte Zyklen. Nun habe ich nochmal eine Frage bezüglich ein paar Symptome. Ich habe meist morgens immer wieder so eine Art Hitzewellen. Es steigt irgendwie so auf und fühlt sich am Kopf bzw. der Stirn am Schlimmsten an. Dazu schwitze ich dann wie verrückt. Nachmittags ist es seltener, morgens am häufigsten.

Und dazu habe ich gemerkt, dass es mir kurz nach meiner Menstruation besser geht. Geht es wieder in Richtung Menstruation bin ich schlapper, habe Wassereinlagerungen, mir ist schwindelig und ich fühle mich irgendwie elend. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich am Kinn ein paar Stopeln bekommen habe, aber keinen richtigen Bart, an der Oberlippe an den Seiten hat sich auch ein wenig wie ein Bart gebildet....Das ist mir sehr unangenehm und peinlich. Deshalb hatte der eine Arzt zu mir gesagt, dass ich Abnehmen sollte, dann würde alles besser werden. Dies versuche ich, es gestaltet sich schwierig. Bin gerade mal von 84,5 kg auf 83,2 kg bei 1,63 cm.

Kann das alles an den Hormonen liegen oder vielleicht doch was mit der Schilddrüse zu tun haben?

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12333
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: verkürzte Zyklen

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 06.08.19, 07:38

Guten Morgen,
ein Hormonmangel erscheint durchaus möglich nach Ihrer erneuten Schilderung. Die SD -Werte sind okay.
Bei Progesteronmangel sind ebenfalls verkürzte Zyklen vorhanden-zu erkennen an der Temperaturkurve. Hitzewallungen sind eher Ausdruck eines Östrogenmangels. Man kann natürlich die Hormone bestimmen ( zwischen Zyklustag 3-5 das FSH, LH und Estradiol, ferner die Androgene, ausgehend vom 1. Blutungstag dann 18 Tage später das Progesteron).
Natürlich wäre es am einfachsten, mal für einige Monate einfach ein klimakterisches Präparat zu nehmen. Bessert sich alles, ist ein Hormonmangel ebenfalls bewiesen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Antworten