Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Moderator: DMF-Team

Antworten
Supersuesse
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 24.08.18, 10:39

Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Supersuesse » 24.08.18, 10:47

Schönen guten Tag, Ich bin 38, Mutter von zwei Kindern, fünf und sieben, und habe Zeit circa eineinhalb Jahren immer wieder Probleme mit meinem Zyklus bis nun schließlich seit Januar diesen Jahres die Blutung ausblieb.

Im Mai hat meine Gyn einen Hormon Test gemacht mit folgenden Ergebnissen:

FSH 108

E2 5

Progesteron 0,1

Prolaktin 6,7

beim vaginalen Ultraschall waren die Eierstöcke kaum zu sehen beziehungsweise hier keinerlei Aktivitäten im Bild waren. Auch die Schleimhaut wäre überhaupt nicht aufgebaut gewesen.

ich solle nun 1 Hub Gynokadin Gel nehmen und 1 Kapsel Famenita 200 mg vaginal abends, als Dauermedikation. Dies habe ich für circa drei Monate gemacht, allerdings immer nach circa zwölf Tagen eine Blutung bekommen...

nach Rücksprache mit ihr und ihrem Kollegen nun folgendes:

Ich wäre zu jung und hätte wohl noch unterschiedliche Hormonen Aktivitäten in meinem Körper, weshalb ich für eine Dauereinnahme wohl noch nicht geeignet wäre

Von nun an zwei Wochen lang nur einen Hub Gynokadin, nach diesen zwei Wochen zusätzlich zwei Wochen lang eine Kapsel progesteron und dann eine Woche Pause. Danach alles wieder Von vorne.

Ich bin jetzt im zweiten Anwendungszyklus mit der zyklischen Therapie

Im ersten hat alles hervorragend geklappt, Blutung wie erwartet der einnahmen freien Woche.

jetzt bin ich im zweiten Zyklus, nehme seit13 Tagen Gynokadin, morgen würde ich zusätzlich das Progesteron nehmen.

Habe allerdings seit heute Menstruationsblutung

Ich selber befinde mich im Auslandsurlaub, meine Gyn ebenfalls im Urlaub bis zum siebten neunten.

Nun weiß ich leider nicht, wie ich mich verhalten soll. Würde die Blutung eventuell durch die Einnahme von Progesteron von alleine besser werden? Oder soll ich nun wieder eine Pause machen und alles wieder von vorne beginnen?

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12380
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.08.18, 12:36

Guten Tag,
" mit der zyklischen Therapie"- nur diese kommt trotz der postmenopausalen Werte bei Ihnen in Betracht, also keine kombiniert- kontinuierliche Gabe wie zuvor.
"Habe allerdings seit heute Menstruationsblutung "- das sind keine Menstruationsblutungen, auch wenn sie den Charakter davon haben ( Dauer, Stärke). Es sind dysfunktionelle Blutungen.
Bitte keine Pause machen, dazu ist es noch nicht die Zeit, beenden Sie den Zyklus wie gewohnt mit dem Gel und dem Progesteron, erhöhen Sie aber das Estradiol auf 2 Hübe. Progesteron am besten abends vaginal einlegen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Supersuesse
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 24.08.18, 10:39

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Supersuesse » 24.08.18, 13:00

Hallo Herr Dr. Fischer

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

D.h. also für mich, auch für die Zukunft, ich behalte das Einnahmeschema wie vorgegeben bei, egal ob Blutungen auftreten sollten, oder nicht?
Und dann generell die Dosierung auf zwei erhöhen oder jetzt, bis zur Pause, wegen der Blutung und dann im nächsten wieder mit einem Hub?

Progesteron nehm ich generell abends vaginal, Gynokadin auch abends.

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12380
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.08.18, 13:21

Hallo,
behalten Sie dieses zyklische Schema bei. In Anbetracht des hohen FSH-Wertes ( und mit Sicherheit auch stark erhöhtes LH und evtl. erniedrigtes SHBG) und des extrem niedrigen Estradiolspiegels können Sie durchaus 2 Hübe nehmen, dann aber auf beide Oberarme verteilen. Dies würde ich für einige Monate so raten, danach kann man versuchen, die Dosis zu reduzieren. Vorteil der transdermalen Applikation ist ja nicht nur, dass die erste Leberpassage umgangen wird, sondern dass man es individuell steuern kann, was ja bei den Tabletten nicht möglich ist. Mit zwei Hüben haben Sie insgesamt 3 mg Estradiol, das ist 1 mg mehr als in den üblichen Tbl. Diese haben 2 mg bzw. 1 mg. Die Progesterondosis muß nicht geändert werden. Haben Sie evtl. durch diese Dosis Nebenwirkungen ( Brustspannen z.B.), können Sie einfach ohne Bedenken vom 2. Hub etwas verwerfen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Supersuesse
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 24.08.18, 10:39

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Supersuesse » 24.08.18, 13:32

Vielleicht noch kurz zur Ergänzung, ungefähr vier Wochen nach der Dauereinnahme, also im Juni, wurden noch mal Hormonwerte bestimmt, da lag das Ö dann bei 168. Deshalb meinte meine Frauen Ärztin auch, es scheint genug anzukommen, ein Hub wäre vollkommen ausreichend.

Auch wurden eben vier Wochen danach auch sämtliche andere HormonWerte bestimmt, diese waren alle völligst in Ordnung, ich hab sie gerade aber leider nicht zur Hand, da im Ausland.

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12380
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.08.18, 14:18

Hallo,
dann sieht es anders aus und Sie müßten nur bei Zwischenblutungen für einige Tage die Estradioldosis erhöhen!
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Supersuesse
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 24.08.18, 10:39

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Supersuesse » 24.08.18, 14:22

Also d.h., so wie jetzt, und nur für die Zeit, bis die Blutung vorbei ist und dann wieder auf einen Hub?

Entschuldigen Sie bitte, dass ich so viel Frage, ist für mich nur alles neu und ich muss mich erst etwas in das Thema rein finden...

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12380
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 24.08.18, 16:49

Hallo,
ja, bei Zwischenblutungen einfach die Dosis für einige Tage erhöhen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Supersuesse
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 5
Registriert: 24.08.18, 10:39

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Supersuesse » 04.10.18, 15:28

Ich muss mich leider noch mal melden:

Ich habe dies bei meinem letzten Post so gemacht, wie von Ihnen vorgeschlagen, dies hat sehr gut funktioniert
Nach ca 3 Tagen war alles wieder ok.
Nun bin ich im nächsten Zyklus, habe 14 Tage lang Gynokadin 1 Hub genommen, wollte danach mit Progesteron zusätzlich beginnen ,
Genau am Tag 14 beginnende Blutungen, die heute, 6 Tage später, immer noch anhalten und sogar stärker geworden sind, trotz Erhöhung auf 2 Hub. Zudem auch ständiges ziehen im Unterleib.
Laut telefonische Beratung mit meinem Gynäkologen wären solche zwischenblutungen harmlos, aber halt lästig
Ist dies wirklich so, zumal die Stärken schon sehr stark ist?
Vielen lieben Dank für Meinung

Dr.med.Holger Fischer
DMF-Moderator
Beiträge: 12380
Registriert: 31.01.07, 15:01
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 04.10.18, 16:07

Hallo,
sie sind in der Tat harmlos, spricht allerdings für einen stärkeren Abfall der Östrogene und hätte mit 2 Hüben eigentlich behoben sein sollen. Es hilft jetzt nur noch abwarten und natürlich Progesteron vaginal zu nehmen. Sie können durchaus für einige Tage 200-300 mg vaginal einlegen. Eine Kps. von Utro... enthält ja nur 100 mg.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

doberman
DMF-Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 05.04.19, 21:16

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von doberman » 08.04.19, 21:34

Ich nehme Progesteron schon ein Monat. Habe seitdem fast keine Beschwerden der Wechseljahre aber manchmal Ziehen und Druck im Bauch. Ich denke, dass das mit den Eierstöcken zu tun hat, je nachdem wie die arbeiten. PMS denke ich, aber ohne GM kann ich da nicht viel nachhalten, den Eisprung merke ich sonst nicht mehr. Ansonsten schlafe ich wieder besser, macht mich eher schläfrig. Meine Stimmu ist viel besser, selten Hitzewellen, ist aber auch auf das Wetter und wenig Kaffee zuzuschieben. Es ist schwierig zu sagen ob das von dem NP kommt oder einfach mal wieder eine allgemeine Ruhe im Körper ist. Ich hatte immer wieder Zeiten wo ich einige Monate kaum Probleme hatte. Vor allem im Sommer geht es mir eh besser. Die Herzschwierigkeiten sind aber noch da, Druck durch einen BH oder seitliches Liegen zur Herzseite oder Dauerlauf über lange Strecken, dann fangen die Knie an zu zittern und ich denke ich breche zusammen, dann folgen die die Hitzewellen und zittern.
Ich nehme erstmal alles so weiter, gebe meinen Körper die Zeit sich daran zu gewöhnen. Ich hatte nur die 1 Woche mit Kopfschmerzen Probleme, die kenne ich sonst kaum. Ich bin 44, lebe und lebte immer gesund, Sport, gesund essen, genug Schlaf. Abe Gott sei dank keine Probleme mit Haar und Haut. Alles Liebe

Kiv12
DMF-Mitglied
Beiträge: 22
Registriert: 16.05.19, 12:56

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von Kiv12 » 16.05.19, 19:22

Es tut mir sehr leid für dich aber du bist auch nicht allein. Ich bin auch mit den Nerven am Ende. Bin ein wenig älter als du also fast 40 und wir haben mit meinem Mann entschieden noch den Nachwuchs zu bekommen. Wir haben schon 2 Kinder die schon gross sind und wollen uns um jemandem wieder kümmern. Meine Periode schwangen aber seit etwa einem halben Jahr hin und her, mal 25 Tagen, mal 45… So nach langem Üben bin ich zu meiner Frauenärztin hin sie hat mir Blut abgenommen. Nächsten Tag hat sie mich angerufen um zu berichten was los ist. Sie sagte, dass meine Werte sehr schlecht sind. Ich bin in den Wechseljahren. Ich unter Schock. Habe ich keine Hoffnung doch sie wollte mit Metformin zu versuchen.
Nun nehme ich Met und meine Tage kommen nicht, die Zykluslänge ist 55 ich werde verrückt. Sie hat mir auch Clomifen verschrieben, die ich zwischen 3.-9. Tag einnehmen soll, dann 11. Tag zum Ultraschall. Jetzt warte ich auf meine Regel.

lover666
DMF-Mitglied
Beiträge: 20
Registriert: 24.05.19, 13:46

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von lover666 » 25.05.19, 00:44

Du sprichst mir einfach aus der Seele! Ich habe seit 2 Jahren auch schlimme Zyklusstörungen… Davor hatte ich keine Probleme damit und mein Zyklus dauerte immer 28-30 Tagen. Auch hatte ich niemals starke Regelschmerzen, es ziepte manchmal den ersten Tag im Unterleib und alles… jetzt ist es einfach ein Horror! Habe immer Zwischenblutungen oder starke Abbruchsblutungen mit Übelkeit und sehr starken Unterleibschmerzen, dass ich nicht gehen kann. Letztes Mal schrieb ich mich sogar krank und sass zu Hause die Blutung und Schmerzen so stark waren... Mittlerweile kommt es alle 2-3 Wochen zu den Abbruchsblutungen. Früher waren diese Abbruchsblutung nur alle 6-8 Wochen. Es wird also immer häufiger. Ich habe dazu auch noch Schlafstörungen, starke Müdigkeit, Gewichtszunahme, bin oft depressiv, Brustschmerzen, etc... Alles macht mich so fertig weil ich sogar alltägliche Dinge mit viel Mühen und kraft mache. Und ich bin erst 28! Ich habe sogar Utrogest genommen, aber das hat wirklich nichts geholfen. Mein Arzt ist der Meinung ich habe eine Gelbkörperhormonschwäche mit fehlendem Eisprung und hat mir Clomifen verschrieben. Habe aber es nach dem ersten Zyklus abgesetzt weil ich es nicht vertragen kann und starke Nebenwirkungen hatte. Ich habe gelesen, dass es bei 2% aller Frauen zu frühzeitigen Wechseljahren kommt. Die Ovarien stellen dann einfach ihre Arbeit ein, die Frau hat einfach keine Eizellen mehr... Und ich bin der Meinung es ist bei mir auch der Fall. Ich weiß, dass ich nach so einer OP auch Hormone nehmen muss, aber ich hätte dann die Schmerzen, Blutungen, Zysten ja nicht mehr. Also es tut mir sehr leid für dich, ich bin dabei.

searsch
Interessierter
Beiträge: 17
Registriert: 14.06.19, 16:13

Re: Wechseljahre mit 38, Gynokadin und Progesteron

Beitrag von searsch » 14.06.19, 18:12

Deine Situation ist mir sehr bekannt... Bei mir fing das vor ungefähr 4 Jahren an. Bin heute 43 und habe wirklich harte Zeit hinter mir… Ich war ständig erschöpft, hatte Schwindel, Herzstörungen, Panikattaken. Ich fühlte mich sehr schlimm und wusste dass es etwas nicht stimmt. Hatte Rennerei vom Arzt zum Arzt, war bei Heilpraktiker, sogar in Kinderwunschklinik. Keine Hormon und Tabletten haben mir geholfen. Letztes Jahr wurde es festgestellt dass ich mitten in Wechseljahre drinstehe, obwohl ich schon viele Jahre alle zwei Wochen meine Regel bekam die sehr heftig waren und alle Symptome dann auch passten. Erst als ich Hitzewallungen hatte wurde dann ein Hormonstatus gemacht. Lasse dich also nicht abwimmeln, bestehe darauf, dass ein Hormontest gemacht wird und erkundige dich dann welches Hormon fehlt. Wünsche dir alles Gute

Antworten