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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Zyste durch Climen bei PCOS?
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 Betreff des Beitrags: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 20.03.18, 13:14 
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Interessierter

Registriert: 20.03.18, 13:05
Beiträge: 6
Hallo,
ich bin 52 Jahre alt.
Da bei mir PCOS festgestellt wurde, nehme ich, seit ich 17 bin, die Diane 35. Mit einer Hormonbehandlung bin ich im Jahr 2000 schwanger geworden und habe eine Tochter bekommen.
Im vorigen Jahr hat meine Frauenärztin sich geweigert, mir weiter die Diane 35 zu verschreiben. Ich sei zu alt. Stattdessen hat sie mir Climen gegeben.
Damit ging es mir nicht gut. Akne, Haarausfall, Blutungen. Gestern war nun Ultraschallkontrolle - mit schockierendem Ergebnis. Eines meiner Myome, die seit ich seit vielen Jahren habe und die nie Probleme gemacht haben, ist plötzlich gewachsen. Noch schlimmer: Ich habe einen Tumor am rechten Eierstock. Die FÄ hält ihn für eine eingeblutete Zyste (55 mm) und schickt mich nun ins Krankenhaus. Sie meint, die Zyste und der gesamte Eierstock müssten entfernt werden. Und wegen der Myome solle auch gleich der Uterus mit entfernt werden.
Ich fühle mich schrecklich. Vielleicht ist es ja auch bösartig. Und ich möchte nicht "ausgenommen" werden. Habe nun für nächste Woche einen Termin im Krankenhaus.
Meine Frage: Kann dies von der Umstellung auf Climen kommen? Bin ich vielleicht doch noch nicht in den Wechseljahren (habe keinerlei Symptome) und produziere noch Hormone, die vorher durch die Pille in Schach gehalten worden? Habe das Gefühl, dass die Ärztin sich mit PCO nicht so gut auskennt.
Vielen Dank für eine Antwort!!!

LG
Cathy22


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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 20.03.18, 15:37 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 11878
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
dass man diese doch bzgl. der Östrogenmenge hochdosierte Pille nicht mehr verschrieb, ist absolut korrekt und hätte eigentlich schon viel früher erfolgen müssen.
Bei Climen ist zwar auch das antiandrogene Cyproteron enthalten, jedoch nur die Hälfte der Dosierung. Da es diesen Wirkstoff auch einzeln gibt, hätte man auch eine speziell für Sie maßgeschneiderte Kombination aus Estradiol und Cyproteronacetat zusammenstellen können- wer macht das aber schon und setzt auch gewisse Kenntnisse in der Hormonbehandlung voraus.
Ob Sie bereits im Klimakterium sind, das kann unter einer laufenden Hormontherapie nicht festgestellt werden, entsprechende Hormonanalysen wären also unsinnig.
In manchen Fällen lässt eine Hormontherapie auch Myome etwas wachsen, ob das jetzt bei Ihnen der Fall ist, kann ich aus der Ferne nicht sagen, dazu fehlen mir exakte Vorbefunde.
Ob eine Zyste " eingeblutet" ist, kann man im Ultraschall sehr leicht erkennen.
"Vielleicht ist es ja auch bösartig. Und ich möchte nicht "ausgenommen" werden"- ersteres erscheint mir eher unwahrscheinlich bei einer eingebluteten Zyste, letzteres verstehe ich sehr gut. Früher war man sehr schnell mit diesen Operationen zur Hand, heutzutage sollte man diesbezüglich eher etwas zurückhaltend sein.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 20.03.18, 15:44 
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Interessierter

Registriert: 20.03.18, 13:05
Beiträge: 6
Lieber Herr Dr. Fischer,

herzlichen Dank für die schnelle und informative Antwort!

Viele Grüße
Cordula Rode


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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 09.04.18, 14:45 
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Interessierter

Registriert: 20.03.18, 13:05
Beiträge: 6
Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

ich würde gern noch einmal Ihre Meinung hören.

Ich war zur Untersuchung in der Klinik. Dort sagte man mir, es sei eine Zyste gewesen, die sich aber inzwischen verabschiedet habe, und schickte mich nach Hause.
Meine FÄ war sehr erbost. Sie machte erneut Ultraschall, sagte, die Geschwulst sei noch da und müsse dringend abgeklärt werden. Das sei keinesfalls eine Zyste (?). Außerdem solle der rechte Eierstock entfernt werden, weil er nicht gut aussehe.

Also zurück in die Klinik. Selbst die Chefärztin konnte nichts entdecken, meinte aber, wir würden zur Abklärung eine Bauchspiegelung machen.

Ergebnis: Zyste am LINKEN Eierstock, er wurde entfernt. Die vermeintliche Geschwulst sei eine angeborene Fehlbildung der Gebärmutter (die hatte man schon bei meiner Sectio vor 18 Jahren entdeckt). Es wachse eine Art Horn aus ihr heraus.
Wegen Nachblutungen einen Tag später Not-OP.

Jetzt habe ich totale Angst. So eine Bauchspiegelung ist doch sehr gründlich, oder? Kann es sein, dass man einen Tumor übersehen hat? Wenn es nur eine Fehlbildung des Uterus wäre, hätte meine langjährige FÄ doch nicht so einen Aufstand gemacht.

Ist es möglich, bei einer BS einen 4 cm großen Tumor zu "übersehen"? Oder kann ich mich auf das Urteil der offensichtlich sehr erfahrenen Ärzte in der Klinik verlassen?

Danke!

VG


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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 09.04.18, 16:44 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 11878
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
über 2000 Bauchspiegelungen habe ich durchgeführt und die Gründlichkeit hängt vom Operateur ab. Wovor haben Sie denn Angst? Einen Tumor- an den Eierstöcken- kann man schwerlich übersehen, vor allem bei 4 cm. Bei der Gebärmutter wiederum kann man nur die Oberfläche erkennen, die Eileiter sind komplett gut sichtbar. Ein Horn an der Gebärmutter ist tatsächlich angeboren, da gibt es sehr viele Varianten ( Uterus arcuatus, Uterus bicornis usw.) und stellt nur eine Anomalie dar und ist harmlos.

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 09.04.18, 16:52 
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Interessierter

Registriert: 20.03.18, 13:05
Beiträge: 6
Könnte es vielleicht ein Tumor IM Darm sein, den man beim Ultraschall, aber nicht bei der Bauchspiegelung sieht?
Oder würde man so einen großen Tumor auch "von außen" bei der Spiegelung sehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 10.04.18, 07:36 
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DMF-Moderator

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Ich verstehe das nicht. Von welchem Tumor reden Sie? Das Ovar wurde doch entfernt, ferner haben Sie ein Myom. Wie kommen Sie auf den Darm?

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 10.04.18, 11:28 
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Interessierter

Registriert: 20.03.18, 13:05
Beiträge: 6
Meine FÄ hatte etwas Unklares entdeckt, das sie zuerst für eine Zyste hielt, dann aber für einen unklaren Tumor.
Im Vorfeld fiel der Verdacht GIST.
Nun wurde eine Zyste und ein Eierstock entfernt. Bei der Voruntersuchung zur OP hatte man, wie man offen zugab, auf dem Ultraschall diesen Tumor nicht gesehen.
Nun habe ich Angst, dass das Ding noch da ist und es vielleicht ein GIST im Darm sein könnte, den man bei der Bauchspiegelung nicht gesehen hat.
Er sollte allerdings recht groß sein, fast 5 cm. Der wäre vermutlich doch auch zu sehen gewesen, wenn er IM Darm wäre, oder?
Zumal wohl auch während der OP geschallt wurde.
Sorry dass ich so nerve. Ich bin Asperger-Autistin mit ausgeprägter Angststörung.

Danke für Ihre Geduld!


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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 10.04.18, 14:14 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11878
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
via Laparoskopie ist ein Darmtumor sehr schwer zu erkennen, da müsste man mit dem Taststab die Darmschlingen hin-und her bewegen. Nur wenn sich eine deutliche Prominenz zeigt-also Ausbuckelung nach außen- könnte man einen Darmtumor erkennen. Das ganze ist also nicht so einfach. Bei wirklichem Verdacht würde nur eine Darmspiegelung Klarheit bringen und die auch nur im Bereich des Dickdarmes. Ihr Frauenarzt kennt ja genau die Lokalisation und hat dies ja pflichtgemäß auf einem Bild oder im PC dokumentiert, man kann also ziemlich genau diese Stelle nochmals im US kontrollieren.

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Grüße Dr. Fischer
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 Betreff des Beitrags: Re: Zyste durch Climen bei PCOS?
BeitragVerfasst: 10.04.18, 16:03 
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Interessierter

Registriert: 20.03.18, 13:05
Beiträge: 6
Vielen Dank.
Ich konnte heute endlich mit der Ärztin sprechen, die mich operiert hat. Sie hat mich nach Kräften beruhigt. Offensichtlich war bei der sehr gründlichen Bauchspiegelung alles gut zu erkennen und präsentierte sich teilweise doch deutlich anders als im Ultraschall.
Sie geht fest davon aus, dass der vermeintliche Tumor einfach das zweite "Horn" des Uterus war. Interessanterweise stellte sich auch heraus, dass ich kein großes Myom habe, sondern dass wohl auch diese Diagnose auf den Uterus Bicornis zurückgeht. Einen Darmtumor vermutet sie nicht. Ich war in den letzten 25 Jahren zweimal zur Spiegelung und hatte jeweils keinerlei Befund, bin also zumindest kein Risikopatient.
Ich vertraue nun auf die Ergebnisse der Bauchspiegelung.
Haben Sie vielen Dank für Ihre Hilfe!!!


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