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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Infektionen, Schmerzen & Brennen bei GV - Seit ca. 1 Jahr
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BeitragVerfasst: 25.12.17, 01:14 
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Hallo!

Kurz gefasst habe ich (25, m) mit meiner Partnerin (22, w) seit nun fast 1 Jahre das Problem, dass wir dauernd mit bakteriellen Infektionen, Pilzen usw. beide zu kämpfen haben. Da wir bereits einige Hautärzte, Gynäkologen + Urologen aufgesucht haben, suchen wir hier nun verzweifelt nach einer Lösung bzw. nach Ideen & Hinweisen um diese Misere zu beenden. Wir sind beide von prinzipiell Gesund, "Standardblutbild" passt, beide Normalgewichtig, sonst alles unauffällig.

Die Beschwerden gingen erst ca. nach ein paar Monate nach dem ersten GV los. Davor hatten wir beide keine Probleme mit den vorherigen Partnern. Wir haben auch die Partner nicht oft gewechselt.

Im Detail:
Bei mir ging das ganze ca. 12/16 mit einer Balanitis los, welche sich durch "feuchteln" unter der Vorhaut sowie leichte Ablagerungen und "Pickel" auf der Vorhaut innen und auf der Corona zeigte. Die Spitze war eher unbetroffen. Symptome nur starker Juckreiz. Der Urloge verschrieb mir daraufhin eine Standard-Salbe um die Keime abzutöten, kein Pilzmittel.

Nach ca. 1 Woche war ich wieder frei von den Beschwerden, meine Partnerin hatte zu dem Zeitpunkt keine Probleme & Symptome. Dieses Problem trat dann bei mir immer öfters auf, im Abstand von ca. allen 3 Wochen. GV Verkehr ist generell ca. 3-5x die Woche. Bei ihr weiterhin keine Probleme.

01/17: Ein neuer Urloge inkl. Glansabstich sollte Klärung bringen => Laborbefund besagt: + Epithelzellen, + Gramnegative Stäbchen, + Grampositive Kokken, anaeroben Kultur kein Wachstum, Pilz kein Wachstum, dafür 2 Keime: Escherichia coli + Enterococcus faecalis beide in mäßiger Form. Behandlung: Bekannte Salbe mit Povidon-Jod für ein paar Tage. Auch hier trat natürlich wieder eine Linderung ein. Zu dem Zeitpunkt war mir auf Grund der Häufigkeit der Balanitis klar, dass sie sich automatisch nach ein paar Tagen zurückbildet und abheilt. Salbe beschleunigen maximal nur den Prozess bzw. ist klar eine parallele zum GV zu ziehen. Dh. GV danach ca. 2 Tage später die ersten Symptome wieder am Penis.

05/17: Hautarzt & Pilzambulatorium: Abstrich Zunge: Staphylococcus aureus / Abstich Glans: Streptokokken (Viridans-Gruppe) mäßig, Staphylokkoken (Epidermidis-Gruppe, fak.path) mäßig, Corynebacterium sp. (apathogen) sowie Prevotella sp. vereinzelt und Candida albicans. Behandlung: Pilzsalbe (Isoconazolnitrat) + Amoxcillin/Clavulansäure. Wichtig dabei zu beachten ist, dass trotz der Pilzinfektion max. wieder nur die obigen Beschwerden zu sehen waren. D.h. es gab keinen Belag oder ähnliches, nur "feuchteln" unter der Vorhaut sowie "kleine Pickel" auf der Corona. Nach der Behandlung, wieder nach ein paar mal GV das selbe Problem.

Im Sommer fingen dann die Probleme auch bei meiner Partnerin an. Kurz gefasst, ca. 15min nach dem GV brennen innen & außen, stechende Schmerzen teilweise, Schmerzen halten ca. 10-15 Std an und generell ein "komisches Gefühl".
Ein Besuch beim Gyn ergab leider wenig Erfolg, es wurde kein Abstich gemacht, nur ein Blick unter das Mikroskope & Zäpfchen zum Aufbau der Flora.

10/17: Die Probleme bei der Partnerin wurden leider immer schlimmer, teilweise auch Tage nach dem GV brennen, schmerzen & komische Gefühl. Ein Abstrich ergab dann folgendes: Urogenitalsekret: Amintest: negativ, pH 4.0, Gram Färbung: Cervix: keine Leukozyten, vereinzelte Döderlein Stäbchen, mäßig andere Bakterien - Vagina: reichlich Leukozyten, reichlich Döderlein Stäbchen - Urethra: keine Leukozyten, vereinzelt Bakterien / Chlamydien + Gonokokken überall negativ & kein Wachstum / Bakterienkultur-aerob: Cervix: Döderlein Stäbchen, Streptokokken (Viridans-Gruppe) vereinzelt, Staphylococcus auerus mäßig, Vagina: Döderlein Stäbchen, Urethra: Streptokokken (Viridans-Gruppe) vereinzelt - Bakterienkultur-anaerob: kein Wachstum - Dafür Vagina & Vulva: Candida albicans - Behandlung für beide: 1x Fluconazol Oral sowie Salbe Clotrimazol für 2 Wochen Lokal.

Dadurch dass während der Behandlung kein GV war, war danach alles wieder gut, doch nach den ersten 1-2 mal kamen die Probleme sofort wieder. Doch eher nur noch bei Ihr anstatt bei mir.

Noch dazu kam im Oktober: Positiver PAPIIID Abstrich, Darauf Impfung sowie 3 Monatige Behandlung mit DeflaGyn. Sowie eine GV Pause im November von ca. 3 Wochen, in dieser Zeit war für beide automatisch alles wieder wunderbar.

11/17: Vor der GV Pause, Abstrich nochmals bei mir: Glansabstrich: + Epithelzellen, Urethralabstrich: + Epithelzellen, anaerobe Kultur, Mycoplasmen + Ureaplasmenkultur kein Wachstum - Gonokokkenkultur & Trichomonadenkultur: negativ. / Koagulase negative Staphylokokken & Enterobakterien vereinzelt auf Glans sowie in der Urethra. Gonokokken & Chlamydien PCR Harn: negativ / Ejakulat: + Grampositive Kokken, Mycoplasmen + Ureaplasmenkultur kein Wachstum - Gonokokkenkultur & Trichomonadenkultur: negativ sowie Koagulase negative Staphylokokken + Lactobacillus species vereinzelt.

Nach den 3 Wochen GV Pause, 1-2 "Versuche" wieder sofortige Beschwerden bei Ihr (bei mir unauffällig) - Arztwechsel da es keine Besserung gab. Der neue Gyn machte dann wieder einen Abstich mit folgendem Befund: ++ Epithelzellen, ++ Grammnegative Stäbchen, +++ Laktobazillen, + Grampositive Kokken, Mycoplasmen/Ureaplasmenkulturen/Trichomonadenkultur: negativ, Streptokokken B: negativ, Gonokokkenkultur: negativ / Aerobe Kultur: Lactobacillus species reichlich, Fäkale Mischflora vereinzelt, Koagulase-negative Staphylokokken vereinzelt, Gardnerella vaginalis reichlich Pilz: Candida Albicans vereinzelt - Behandlung: Metronidazol 500mg für 5 Tage + Vaginalspülung.

Nach der Behandlung erneuter Versuch, ohne Erfolg. Brennen & Schmerzen so stark wie nie zu vor bei ihr. Wenige Tage später erneuter Besuch beim Gyn, optisch sieht er, dass Keime die Vagina befallen haben. Behandlung mit Zäpfchen Antibiotika für 3-4 Tage + Aufbau der Flora für 2 Wochen - Danach wieder der erste Versuch problemlos, der zweite Brennen, Schmerzen, usw. keine Besserung. Dafür nach 2 Tagen, seit langem wieder, bei mir "feuchteln" unter der Vorhaut plus Juckreiz sowie bei ihr auch Juckreiz. Wir beide behandeln selbst aktuell mit Salbe Clotrimazol da wir wieder von einem Pilz ausgehen.

Leider sind wir nun beide am Ende mit Arztbesuchen und Ideen. Meine Partnerin schafft es psychisch auch nicht mehr so richtig & die Beziehung steht am kippen, da die sexuelle Komponente doch einen großen Teil dazu beiträgt. Denn wenn kein GV ist ja alles gut und sobald GV ist, gibt es wieder Probleme. Sie möchte zur Zeit auch nicht noch mehr Zäpfchen, Tabletten usw. nehmen. Beim letzten Gyn-Besuch gab es nur noch einen Hinweis, dass ihre GyneFix (Plaziert seit Ende 2015) Probleme machen könnte. Ihre Regelblutung dauert oft auch ca. 2 Wochen mit starken Schmerzen an. Was sich bei mir am Penis gezeichnet hat, sind "Verdünnung" der Haut sowie ganz leichte vereinzelt hellrote Punkte die von der Balanitis geblieben sind.

Wir freuen uns über jeden Hinweis & Tipp.

Vielen Dank.

Beste Grüße,
Thomas


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BeitragVerfasst: 25.12.17, 10:11 
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Guten Morgen,
nachdem schon alles unternommen wurde, mehrfach Kulturen angelegt wurden, gezielt behandelt usw., kann man dazu leider nicht mehr viel sagen. Versuchsweise einfach mal eine gewisse Zeit GV mit Kondom, dann sollte eigentlich die Infektion nicht mehr bei Ihnen und der Partnerin auftreten.
" Beim letzten Gyn-Besuch gab es nur noch einen Hinweis, dass ihre GyneFix (Plaziert seit Ende 2015) Probleme machen könnte. Ihre Regelblutung dauert oft auch ca. 2 Wochen mit starken Schmerzen an"- dem muß ich mich anschließen. Diese Blutungen sind absolut nicht normal und sind auch keine Regelblutungen- außer den ersten Tagen- es sind postmenstruelle Nachblutungen. Aber auch diese-bedingt durch Östrogenmangel- dauern eigentlich nicht derart lange. Die Ursache zumindest der Blutungen könnte in einer sogenannten Endometritis liegen, diese wiederum ist natürlich-wie auch die Blutstraße- das beste Nährmedium für Bakterien aller Art und ist sehr infektionsfördernd. Daher ist eine Entfernung des IUP angezeigt.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 25.12.17, 17:46 
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Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
Guten Morgen,
nachdem schon alles unternommen wurde, mehrfach Kulturen angelegt wurden, gezielt behandelt usw., kann man dazu leider nicht mehr viel sagen. Versuchsweise einfach mal eine gewisse Zeit GV mit Kondom, dann sollte eigentlich die Infektion nicht mehr bei Ihnen und der Partnerin auftreten.
" Beim letzten Gyn-Besuch gab es nur noch einen Hinweis, dass ihre GyneFix (Plaziert seit Ende 2015) Probleme machen könnte. Ihre Regelblutung dauert oft auch ca. 2 Wochen mit starken Schmerzen an"- dem muß ich mich anschließen. Diese Blutungen sind absolut nicht normal und sind auch keine Regelblutungen- außer den ersten Tagen- es sind postmenstruelle Nachblutungen. Aber auch diese-bedingt durch Östrogenmangel- dauern eigentlich nicht derart lange. Die Ursache zumindest der Blutungen könnte in einer sogenannten Endometritis liegen, diese wiederum ist natürlich-wie auch die Blutstraße- das beste Nährmedium für Bakterien aller Art und ist sehr infektionsfördernd. Daher ist eine Entfernung des IUP angezeigt.


Guten Tag Dr. Fischer!

Vielen Dank für Ihren Input. Würde Sie zur Pilzbehandlung (Lokal & Oral) noch zusätzlich eine Diät-Empfehlen? Geplant wäre ein Umstieg von GyneFix auf eine Hormonspirale.

Beste Grüße


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BeitragVerfasst: 25.12.17, 18:27 
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Guten Tag,
dass so etwas oftmals empfohlen wird, ist mir bekannt, die Wirksamkeit erscheint aber fraglich.
Persönlich rate ich von Hormonspiralen ab. Wenn die bekannten Nebenwirkungen auftreten ( Haarausfall, Depressionen, Libidoverlust, Schmierblutungen, unreine Haut etc.) und dann eine Entfernung sogar erforderlich ist, hat man viel Geld " in den Sand gesetzt". Wenn schon Hormone als reine Gestagene ( wie in der Hormonspirale), dann oral, das hat den Vorteil, dass man jederzeit damit stoppen kann.

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Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 19.01.18, 00:15 
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Guten Tag!

Es gibt leider schlechtere Neuigkeiten:
Gegen 31.12.2017 ist nach einer ca. ein wöchigen Behandlung mit 10mg Dequalinium chlorid Zäpfchen (für sechs Tage, jeweils 1x Abends) wieder einer gefühlter Normalzustand eingetroffen. Ca. 10 Tage später wurde dann das IUP entfernt mit dem Hinweis der Gyn, dass die Gebärmutterflora nicht in Ordnung sei. Darauf die Empfehlung für zwei Monate nur Verhüttung mittels Pille, damit sich die Flora erholen kann. Seit gestern (17.01.) treten bei der Partnerin wieder die selben Probleme auf: starkes Brennen, Ausfluss, etc. - GV war die letzten Wochen ausschließlich mit Kondom, bei mir diesmal keine Probleme. Die Vermutung, dass eventuell das IUP die Probleme begünstig ist somit nicht bestätigt...

Wir haben nun keine weiteren Ideen. Gyn hat erneut lokale Therapie mit Dequalinium chlorid Zäpfchen empfohlen.
Die einzige Vermutung wäre noch, dass die Bakterien/Pilze vll. durch Petting & Oralverkehr in die Scheide gelangen.

Beste Grüße.


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 09:22 
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DMF-Moderator

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Guten Tag,
"dass die Gebärmutterflora nicht in Ordnung sei."- Gdbärmutter oder Scheidenflora? Ob ersteres vorlag, hätte man festgestelllt, wenn man die Spirale in ein Labor geschickt hätte. Vielleicht lag/liegt doch eine Endometritis vor. Ansonstern hätte ich vor einer vaginalen Therapie mit Dequalinium ein mikroskopisches Präparat angefertigt und gezielt behandelt, evtl. auch den Abstrich ins Labor geschickt. Bei Oralverkehr gehen die Keime, die am Penis sind, schnell kaputt, bei Petting-also keine Penetration- gibt es keine Keimübertragung.

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Grüße Dr. Fischer
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