geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

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Dr.med.Holger Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 26.03.17, 10:27

Hallo,
"subseriöse Myome befinden sich an der Außenwand, im Innern an der Schleimhaut handelt es sich um submucöse Myome"- eben, so ist es nämlich.
"Oder gibt es auch Myome, die so ins Muskelfleisch eingewachsen sind, daß sie innen und außen gleichzeitig wahrnehmbar sind? "- ja, große intramurale Myome ( also im Muskelteil der Gebärmutter) können so groß wachsen, dass sie die äußere Wand des Uterus vorwölben und auch die Schicht hin zur Schleimhaut, man kann aber im US mit etwas Erfahrung sehr gut differenzieren, ob so etwas vorliegt. Bilder bringen mir keine Erkenntnis, man muß den US schon selbst durchführen. Ob Myome aussen liegen ( subseröse Myome) ist ja im US sehr leicht zu erkennen. Submucöse Myome kann man natürlich abtragen bei einer Hysteroskopie, ist aber manchmal wegen Blutungsgefahr nicht so einfach. Es stimmt, diese Sache hat mit Ischias usw. absolut nichts zu tun. Ob eine Zyste den Darm tangiert, sieht man ja leicht bei einer Bauchspiegelung, dazu ist eine Darmspiegelung nicht nötig.Ein gutartiger Tumor ( Zyste) infiltriert den Darm nie, sie kann in wenigen Fällen lediglich mit der Darmaussenwand verkleben. Das sieht man bei einer Darmspiegelung nicht.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Geduldsfaden
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Geduldsfaden » 06.06.17, 17:07

Guten Tag Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten, aber eine Frage stellt sich mir noch: Auf der orthopädischen Seite wurde leider immer noch nichts Verwertbares gefunden, deshalb hatte ich als Laie folgende Überlegung:
der Ischiasnerv hat doch eine bestimmte Länge. Wenn jetzt die Raumforderung des zystischen Eierstocktumors und der normalen Zysten den Nerv etwas zur Seite drücken (es wurde wiederholt festgestellt, daß der linke und rechte Nerv völlig unterschiedlich geformt sind) und durch den Radius um den Tumor mehr Länge gebraucht wird, würde der Nerv doch stark gedehnt (möglicherweise auch am Austrittskanal am Lendenwirbel?), was für diesen doch lt. diversen Abhandlungen sehr nachteilig ist. Wäre es u.U. möglich, das diese starke Dehnung zu den Beschwerden führen könnte, obwohl der reine Druck auf den Nerv durch die Raumforderung des Tumors relativ gering ist?
Ich hatte nun schon 2x dieses Hin- und Her: Orthopädie sagt, es läge an den Zysten, Gynäkologie/ Bauchchirurgie sagen jedoch nein, könne nicht sein...also so richtig schlüssig ist man sich offenbar nicht? Auch wenn sich die Größe der Zysten über die Jahre kaum geändert hat, so verrutschen die Zipfel doch gelegentlich im Bauchraum, so daß sich die Dehnung des Nerves vielleicht auch dadurch ändern kann?

Also kurz: könnte es durch den Tumor vielleicht doch zu einer so starken Dehnung bzw. "Knicken" des Nerves an anderer Stelle kommen, dass diese Ischiasbeschwerden verursacht werden? Wenn man mit einem Seil oder Kabel so verfährt, lautet die Antwort sicher ja, aber wie verhält sich ein Nerv in so einer Situation?

Dr.med.Holger Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 06.06.17, 17:27

Guten Tag,
im MRT würde man sehen, wie groß der Abstand zum N. ischiadicus ist. Ihre größte Zyste ist meiner Erinnerung nach 10 cm im Durchmesser, sie müßte, wenn sie auf den Ischiasnerv drückt, also sehr weit lateral liegen. Berücksichtigt werden muß auch zudem die Gesamtgröße des betroffenen Ovars. Es wäre also theoretisch denkbar, dass zumindest durch Druck die Beschwerden verursacht werden-bei entsprechender Lage!
Natürlich könnte man das befallene Ovar auch entfernen, dann wüßte man postoperativ, ob dies die Ursache war. Wenn also zudem noch andere Gründe für die Entfernung vorliegen würden, wäre dies zumindest eine Option.
Grüße Dr. Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Geduldsfaden » 21.06.17, 17:16

Guten Tag Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für die schnelle und wieder sehr hilfreiche Antwort. Jede Zysten hat etwa 10cm Größe, die Gesamtausdehnung beträgt somit über 20cm - da könnte der Platz im Bauchraum schon knapp werden? Vielleicht hat sich die Geschwulst über die Jahre nur deshalb nicht weiter vergrößert, weil kein Platz mehr ist (könnte aber der Druck im Bauchraum deshalb weiter ansteigen)? Vielleicht verdrängen die Zysten auch den Darm o.ä.? Wir haben jedenfalls als Laien große Probleme, im MRT den Ischiasnerv ausfindig zu machen. Im Anhang finden Sie 2 Aufnahmen für einen ersten Eindruck. Können Sie draus vielleicht schon etwas ersehen?
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 061601.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 061733.jpg

Dr.med.Holger Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 22.06.17, 08:36

Guten Tag,
die MRT-Aufnahmen sind für mich schwer zu deuten. Jeweils 1 Zyste mit 10 cm Durchmesser ist schon recht viel. Sie glauben gar nicht, wie viel Platz im Bauchraum ist. Selbst diese Zysten finden noch reichlich Platz, um sich entfalten zu können. Jeder langjährige Gynäkologe kennt derartige Fälle. Ich kann mich sehr gut an eine Patientin erinnern, die einen zystischen gutartigen Ovarialtumor hatte, der bis zum Nabel reichte und eigentlich nur unwesentliche Beschwerden verursachte. Ich mußte, um ihn schonend heraus holen zu können, einen mächtigen Längsschnitt machen- vom Schambein bis knapp über den Bauchnabel. Dann war es sehr leicht, ihn mit der Hand aus dem Bauchraum zu hebeln und vollständig ( an einem Stück) zu entfernen. Er wog mehrere kg.
Denken Sie auch an die Hochschwangeren, selbst sie haben eigentlich nie Probleme mit Darm o.ä.
Was spricht denn gegen die Entfernung der Zysten?
Grüße Dr. Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Geduldsfaden » 13.11.17, 17:58

Guten Tag, Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für Ihre Antwort und bitte endschuldigen Sie die späte Rückmeldung. Der Vergleich mit der Raumforderung einer Schwangerschaft hatte uns überzeugt und wir haben erst mal die orthopädische Seite (bislang erfolglos) weiterverfolgt, bis ein dort in Auftrag gegebenes neues MRT (welches den kritischen Bereich näherer beleuchtete) überraschend neue Erkenntnisse lieferte.
Es soll sich um ein HR-MRT mit erhöhter Auflösung handeln. Leider schien mir die Qualität sogar schlechter als bei bisherigen Aufnahmen zu sein, was man damit begründete, daß man nicht dicht genug an die Wirbelsäule herankam, was bei dem älteren MRT-Gerät Qualitätseinbußen zur Folge hat. Zustand der Patientin übrigens unverändert.
Im Befund stand nun folgende einzige orthopädische Auffälligkeit: nur hier zeigte sich eine spondylophytäre Randwulstbildung an der Oberkante von L1, jedoch ohne Nervenwurzelkontakt.

Aber dann zu den Zysten: Es zeigte sich aber peripher rechts ein polyzystisches Areal oberhalb der Beckeneingangsebene identisch vom vor-MRT mit Einbeziehung der Ovarien.
Weiterhin zeigen sich auffällig auffällig zystische Veränderungen dorsal des Musc. Psoas im oberen Beckeneingangsbereich. Hieraus könnte EINE BEEINTRÄCHTIGUNG DES SAKRALEN PLEXUS RESULTIEREN. Im Vergleich zu den mitgereichten Voraufnahmen zeigen sich bereits die multiplen zystischen Läsionen im Gesamtabdomen und auch im Bezug der Austrittspunkte im präsakralen Plexus, wobei die linksseitige Zyste durchaus einen kompressorischen Effekt auf den Nervus Ischiadicus ausüben kann. Bezüglich des Musc. piriformis zeigt sich auch eine Bedrängung links deutlicher als rechts, wobei der Muskel selbst morphologisch unauffällig scheint.

Was sagen Sie dazu? Entweder haben sich die Zysten zwischenzeitlich doch noch etwas vergrößert oder man sieht den (schon länger vorhandenen) Druck auf den Nerv im neuen MRT jetzt erst richtig? Zuvor war die Patientin bereits 2x beim Gynäkologen vorstellig geworden, die an Hand des alten MRT´s wie Sie die Zysten als Ursache mit recht großer Wahrscheinlichkeit ausschlossen. Offensichtlich hat sich daran nun doch etwas geändert. Ich möchte bis Monatsende das MRT mit einem Bekannten (erfahrener Sportarzt/ Orthopäde) noch einmal durchsprechen in der Hoffnung, daß er mir die fraglichen Aufnahmen zeigen kann, damit ich hier ggf. ein aussagkräftiges Bild einstellen kann. Das ist vielleicht auch für Sie interessant, da es sich wohl doch um eine besonders ungewöhnlich große zystische Struktur handelt. Termin beim Neurologen ist leider erst Ende Dezember, so daß es bis dahin wohl keine Behandlung geben wird.

Unsere Bedenken sind neben dem allg. OP-Risiko eben eine spätere hormonelle Behandlung, falls beide Eierstöcke entfernt werden. Die Patientin möchte gerne bis zu den Wecheljahren Frau bleiben. Mit einem Alter von 48 Jahren ist es bis dahin ja nicht mehr sehr weit, allerdings wenn die Zysten weiter zunehmenden Druck auf den Nerv ausüben sollten, wird man wohl nicht mehr so lange warten können.

Ihre Meinung dazu würde uns sehr interessieren. Vielen Dank vorab!

Dr.med.Holger Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 14.11.17, 08:37

Guten Morgen,
es scheint wohl doch so zu sein, dass diese Zysten Grund für die Beschwerden sind. Aber ich befürchte, dass sich niemand so richtig festlegen möchte. Andererseits wäre in Anbetracht der Tatsache, dass sowieso das Klimakterium naht, eine Entfernung der Zysten zu vertreten. Evtl. kann man ja- je nach Situs am geöffneten Abdomen- dann sehen, ob noch ein Restovar erhalten werden kann. Dies ist in vielen Fällen möglich, meist werden aber in diesem Alter gleich beide Ovarien komplett entfernt mit dem Argument, dann besteht keine Gefahr eines Ovarialkarzinomes mehr. Ferner kann und sollte man ja dann sowieso eine Hormonsubstitution durchführen.
Grüße Dr. Fischer
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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Tecna » 27.02.19, 10:31

Hallo Geduldsfaden,

wie ging`s denn weiter? Wurde der Zusammenhang von Zysten und Probleme mit dem Ischiasnerv nochmals bestätigt?
Wie wurde weiter verfahren? Es interessiert mich brennend, da hier gerade auch so ein Zusammenhang diskutiert wird.

Viele Grüße von
Tecna

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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Geduldsfaden » 07.07.19, 03:08

Hallo Tecna, Hallo Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für Ihre Antworten und Ihre Interesse. ich bitte vielmals um Entschuldigung, habe Ihre Frage leider erst jetzt gesehen. Es kam leider keine Benachrichtigung oder ist diese nur im Spam-Ordner untergegangen.

Die Schmerzen am Fuß durch den Ischiasnerv sind etwas zurückgegangen (oder hat sich der Körper nur daran gewöhnt?), es geht zum Glück inzwischen ohne Schmerzmittel. Laufen geht auch gut, aber Schmerzen im Fuß/ Unterschenkel, Taubheitsgefühl und Fußheber- und Senkerschwäche sind geblieben. 1,5 Jahre Physiotherapie haben keine Besserung (nicht die kleinste Veränderung!) gebracht, so dass wir uns ein Problem mit der Wirbelsäule nicht so recht vorstellen können. Interessanterweise habe ich eine Bekannte mit exakt gleichen Symptomen, aber ohne Zysten. Dort bewirkte die Physiotherapie recht schnell zumindest eine deutliche Besserung obwohl auf deren MRT an der Wirbelsäule keinerlei Auffälligkeiten sichtbar waren.
Im Gegensatz dazu war bei der Patientin um die es hier geht, auf dem vorhergehenden MRT eine Entzündung der Nervenwurzeln an der Wirbelsäule sichtbar, die auf dem letzten MRT (August 2017) dann aber nicht mehr nachweisbar war. Alle Symptome blieben jedoch unverändert. Schwangere Frauen haben ja gelegentlich Ischias-Probleme, also wäre ein Zusammenhang mit den Zysten doch recht nahe liegend?

Leider hat die Patientin (50 Jahre, meine Lebensgefährtin) die Angewohnheit, Probleme lieber auszusitzen. Sprich, sie konnte sich bislang weder zu einer OP entschließen noch zu einem neuen MRT, obwohl ich sie schon länger dazu dränge. Offenbar wachsen die Zysten (lt. Ihrer Aussage fühlbar) weiter, seit ein paar Tagen geht es ihr zunehmend schlechter, so dass meiner Meinung nach unverzüglich gehandelt werden muss. Allerdings muss sie dies letztlich selbst entscheiden. Auf Grund der Ausdehnung der Zysten und des zystischen Tumors gab es in den früher aufgesuchten Krankenhäusern auch unterschiedliche Meinungen, ob nun besser ein Gynäkologe oder Bauchchirurg die OP durchführen sollte. Alle befragten Ärzte sagten bisher, dass sie so etwas noch nie gesehen hätten. Es gilt nun, einen guten und erfahrenen Chirurg, möglichst im Raum Sachsen zu finden. Die Patientin stand ja schon mehrfach kurz vor einer OP (in den Jahren 2011-2017), hat aber dann leider im letzten Moment davon Abstand genommen. Es besteht ja auch die Gefahr, dass die Zysten einmal bösartig werden können oder durch den zunehmenden Druck im Bauchraum etwas Lebenswichtiges abgedrückt wird.

Es ist seit etwa 2 Jahren auch ein weiteres Problem hinzugekommen: nachts starke Schleimbildung in der Lunge, so dass die Patientin manchmal fast zu ersticken droht. Tagsüber ist hingegen alles wieder normal. Wir haben bislang alles
auf naturheilkundlichem Weg (Kinesiologie, Spagyrik, Birngrün) versucht, leider ohne Erfolg. Zysten und der Schleim in der Lunge haben ja Ursachen und wenn man diese beseitigt, gehen diese Probleme u.U. von selbst wieder zurück, was z.B. bei der Frau eines Arbeitskollegen der Fall war (angeblich mit Homöopathie beseitigt). Andererseits können sie manchmal auch nach einer OP wieder neu entstehen. Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen Schleim in der Lunge und den Zysten? Laienhafte Annahme: Körper bildet auf Grund einer Störung/Unverträglichkeit extrem viel Schleim, versucht diesen auszulagern und wieder loszuwerden. Über den Darm, die Lunge und möglicherweise auch die Zysten? Dann bestünde evtl. Gefahr, dass sich die Schleimbildung in der Lunge nach Entfernung der Eierstöcke verstärkt und u.U. lebensbedrohlich wird. Oder wäre so etwas aus Ihrer Sicht zu 100% ausgeschlossen, z.B. weil die Flüssigkeit in den Zysten eine gänzlich andere ist?

Gern könnte ich Ihnen das MRT oder einzelne Aufnahmen per eMail zusenden oder auch hier für alle sichtbar einstellen, damit Sie sich selbst ein Bild vom Druck der Zysten auf das Nervenzentrum machen können. Zustimmung der Patientin hätte ich. Es fällt mir nur schwer, selbst die aussagekräftigsten Aufnahmen herauszusuchen, so dass ich ggf. alle (etwa 50) übermitteln müsste.

Vielen Dank und viele Grüße vom Geduldsfaden

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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Geduldsfaden » 08.07.19, 17:21

Hallo Herr Dr. Fischer und Herr Tecna,

ich versuche jetzt mal 4 Bilder vom letzten MRT August 2017 einzustellen. Obwohl wir uns von der Kasse extra ein Praxis mit hochauflösendem MRT haben vermitteln lassen, sind die Bilder scheinbar qualitativ schlechter als die vorhergehenden mit normaler Auflösung. Auch scheint sich die Qualität beim Speichern aus DCOM mit rechter Maustaste und "Einzelbild speichern" noch weiter zu verschlechtern. Auch habe ich den Eindruck, man hat das Hauptaugenmerk beim MRT auf die Wirbelsäule und nicht auf die Eierstöcke gelegt hat. Vielleicht aber können Sie trotzdem etwas aus den Aufnahmen ersehen?

https://www.bilder-upload.eu/bild-d8f76 ... 1.jpg.html
https://www.bilder-upload.eu/bild-54fe3 ... 3.jpg.html
https://www.bilder-upload.eu/bild-16ac5 ... 3.jpg.html
https://www.bilder-upload.eu/bild-55222 ... 2.jpg.html

Vielen Dank und viele Grüße
Geduldsfaden

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Re: geplatzte Zyste Auswirkung auf Nerv und Gebärmutter?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 08.07.19, 17:39

Hallo,
keine Chance, etwas seriös zu deuten. Am besten geben nach wie vor immer noch ULtraschallbilder bei Zysten weitere Informationen.
Grüße Dr. Fischer
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