Heftige Beschwerden im Intimbereich und kein Ende in Sicht

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Leeloo
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Heftige Beschwerden im Intimbereich und kein Ende in Sicht

Beitrag von Leeloo »

Hallo,

ich habe seit ca. 5 Monaten Beschwerden, die scheinbar nicht in den Griff zu bekommen sind.

Bisherige Anamnese:
Vor ca. 5 Monaten Kribbeln im Intimbereich, direkt nach dem Geschlechtsverkehr. Das Gefühl einer Blasenentzündung (oft auf die Toilette), überempfindliche Klitoris. Das Gefühl der Dauererregung, obwohl ich alles andere , als das war)
Dieser Zustand hielt über Stunden an und kehrte im Laufe des Folgetages (inzwischen sind daraus Monate geworden) immer wieder zurück. Nach zwei Tagen kam ein Brennen nach dem Toilettengang hinzu, so dass ich auf eine Blasenentzündung tippte und meinen Hausarzt aufsuchte. Urin-Stick ergab keinen Befund.

Die Beschwerden verschärften sich, nach drei Tagen erneuter Arztbesuch. Urin-Stick wieder ohne Befund, ich erhielt ein Antibiotikum (fünf Tage), das keinerlei Wirkung zeigte.

Besuch bei meiner Frauenärztin brachte: Urin-Stick in Ordnung, leichte Schwellung der Scheidenwände, Schmerzen auf Druck. Das Problem des Brennens und das Kribbeln im Bereich der Klitoris, wurde angesprochen. Behandlung mit Hormonsalbe, ohne Wirkung. Abstrich: Ohne Befund.

Da meine Frauenärztin kurz darauf in Urlaub war, konsultierte ich, in der Not, einen Frauenarzt im KH.
Urinkultur wurde angelegt, Blutabnahme zwecks Hormonstatus (vor zehn Jahren Gebärmutterentfernung), körperliche Untersuchung/Ultraschall: Blase an Ort und Stelle. Hormonspiegel in Ordnung, Medikation, (nachdem eine Woche später das Ergebnis der Urinprobe vorlag ( 10.000 KBE/ml Enterokokken) und deshalb ein Antibiotikum.
(Eines der alten Sorte, die wohl nur eingesetzt wird, wenn andere nicht mehr wirken), da das in meinem Fall nicht so war (das erste Antibotikum war resistent/das falsche), erneuter Besuch bei meinem Hausarzt. Das zuvor verschriebene A. wird wohl eher für Katheter- Patienten eingesetzt, deshalb eine Einmaldosis eines anderen Antibiotikum. Wirkung? Hm, schwierig, da ich bis heute immer noch Schübe habe, (Reizblase ?) und schon verkrampfe, wenn ich das Gefühl habe ,auf die Toilette zu müssen.
Da die Beschwerden, Kribbeln, Brennen nicht nachließen, sondern verstärkten: Kribbeln (vor allem bei Berührung des Intimbereichs/Dusche, abwischen nach Toilettengang) dazu kam Brennen allgemein im Intimbereich/Scheide, innen/außen, dumpfer Schmerz, erneuter Besuch beim Frauenarzt.
Abstrich im Bereich der Klitoris (Vorhaut) inzwischen leicht geschwollen und schmerzempfindlich, erkannte man unter dem Mikroskop eine deutliche Entzündung.
Die Haut sieht ansonsten völlig normal aus. Befund des Abstrichs/Scheide: ohne Befund. Medikation: Kortisonsalbe und eine Pflegesalbe (inzwischen besitze ich vier verschiedene), alles ohne Wirkung.

Nachdem es nicht besser wurde, erneuter Besuch beim Frauenarzt. Abstrich: ohne Befund. Dieses Mal Blutentnahme, Test auf Herpes G. obwohl weder Juckreiz bestand, noch eine äußerliche Veränderung (außer einer leichten Rötung) der Vaginalschleimhaut zu erkennen war. Medikation: Medikament dagegen (alle vier Stunden, 7 Tage, ich darf ja keinen Namen nennen). Wirkung: 0.
Nach einer Woche, erneuter Besuch. Das Blut- Ergebnis war nicht eindeutig. H. G. war nicht nachweisbar, es könnte sich auch um eine unspezifische Entzündung gehandelt haben. (die bis heute an hält).
Medikation: Eine Antibiotikum-Salbe, ohne Wirkung.
Letzte Woche war ich bei einem Hautarzt, Befund: Bereich der Klitoris/Vorhaut beidseitig, eindeutig entzündet und geschwollen, ansonsten keine Hautveränderung, die auf eine Hauterkrankung hindeutet.
Ein Allergie-Test ( da ich mitunter auf meinen Schweiß reagiere /Achseln, chronische Urtikaria habe), zeigte, dass ich auf einige meiner Artikel: Duschgel, Zahnpasta, Shampoo (alles aus der AP und kein billiges Zeugs) reagiere.
Letzte Medikation: Eine Salbe gegen Candida, (ohne Nachweis, dass es ein Pilz wäre) die ich jetzt abgesetzt habe, da die Schwellung zugenommen hat und mit ihr die Beschwerden. Was ich inzwischen weiß, ist, dass das Brennen durch den Urin herrührt. Ich wasche mich danach mit kaltem Wasser ab, damit es erträglich ist.

Zusammengefasst:
Brennen, dumpfer Schmerz, Kribbeln im Bereich der Klitoris, Vorhautschwellung/druckempfindlich) Kein Juckreiz, kein Ausfluss. Nicht dauernd, aber oftmals in Schüben über den Tag verteilt und nie ganz verschwunden. Vor allem bei der leichtesten Berührung, trage nur noch lockere Hosen, hilft nur bedingt)

Inzwischen bin ich ziemlich fertig und weiß nicht mehr, an wen ich mich noch wenden könnte.

ich hoffe, dass mir jemand einen Tipp gegeben kann, so etwas vielleicht kennt, oder weiß, an welchen Arzt ich mich wenden könnte.

Lg
Leeloo
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Re: Heftige Beschwerden im Intimbereich und kein Ende in Sic

Beitrag von Leeloo »

Obwohl sich niemand gemeldet hat, möchte ich euch den Verlauf meiner Probleme mitteilen. ( seit 8 Monate Beschwerden) Vielleicht benötigt irgendjemand irgendwann ebenfalls Hilfe und ist froh, nicht nur die Fragestellung zu lesen, sondern auch Möglichkeiten der Abklärung zu erfahren.
Vorweg, meine Beschwerden bestehen immer noch, lassen sich jedoch jetzt (nicht immer) etwas eingrenzen. (Dazu später).
Inzwischen hatte ich eine Blasenspiegelung und B. Röntgen, alles in Ordnung. Ebenso brachte ein MRT im Lendenwirbelbereich keine neuen Erkenntnisse. Der Besuch bei einem anderen Frauenarzt, als Zweitmeinung, erwies sich, als problematisch. Befund: Vermutlich ein Nervenknoten an der Klitoris (allerdings nicht erkennbar) Behandlung wäre eine Teilentfernung der K. Erfolg nicht garantiert. (Davon habe ich erst einmal Abstand genommen)
Der Besuch bei einem Spezialisten ergab: Vulvodynie und Fibromyalgie. Behandlung wäre Antidepressiva in hoher Dosierung. Inzwischen nehme ich ein Antidepressiva, allerdings nicht so hoch .... Ich habe den Eindruck, dass es etwas hilft, bin mir aber nicht sicher, ob es nicht nur meine Panik dämpft. Wenn es mit den Schmerzen und Kribbeln richtig losgeht, hilft nichts mehr, bis es wieder von allein abgeklungen ist. Das kann durchaus einen Tag/Nacht anhalten. Die Beschwerden sind nie ganz verschwunden, variieren jedoch. In stressigen Situationen, wie einem Zahnarztbesuch, oder beim Autofahren (nach dem ersten Mal, scheint es ein Trigger zu sein), verstärken sich die Beschwerden schlagartig. Baden ist nicht möglich, was mich vermuten lässt, dass es mit der Wärme/Durchblutung zusammen hängen könnte.
Medikation mit einem Medikament; Schmerzmittel und krampflösendem Mittel in Einem (ich darf ja keine Namen nennen) blieben bisher wirkungslos. Die Psyche scheint ebenfalls eine Komponente zu sein (im Moment ist sie ziemlich am Boden).
In Kürze steht noch ein Besuch bei einem Osteopathen an, da die Probleme ebenso von einem Beckensyndrom herrühren könnten. Das was ich selbst herausgefunden habe (ich hoffe, dass es das nicht ist, aber die Symptome passen leider ziemlich genau) wäre: das Restless Genital Syndrom, von dem leider kaum ein Arzt etwas weiß.
Aber ich gebe mich noch nicht geschlagen. Sollte es nicht der Beckenboden sein, werde ich mich neurologisch untersuchen lassen und weitersuchen, bis alle möglichen, infrage kommenden Ursachen ausgeschöpft/geklärt sind.
Liebe Grüße L.
Vivi
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Re: Heftige Beschwerden im Intimbereich und kein Ende in Sic

Beitrag von Vivi »

Guten Tag! Ich habe sogut die gleichen Symptome wie du! Heute ist es wieder ganz schlimm & ich verbringe den ganzen Tag damit auf Toilette zu sitzen. Ich habe dieses Kribbeln an der Klitoris, ein ziehen wenn ich Urin lasse das bis zu meinem Unterleib kommt, es kommen nur wenige Tropfen raus. Ein brennen habe ich auch ab und zu mal. Es geht schon seit genau 2 Jahren so. Ich war bei verschiedenen Frauenärzte , die hatten Verdacht auf Pilz & das ich zu wenig Milchsäure hätte. Ich habe verschiedene Medikamente gehabt doch null Wirkung.
Jetzt bin ich beim Urologen & warte auf meinen Befund.
Es ist nicht mehr auszuhalten. Mal ist so gut wie garnichts & dann ist es extrem.
Wenn der Urologe nichts bringt, werde ich zu einer Universität wechseln , irgendwer muss dem ganzen ein Ende setzten.
Lg. :)
Vana16
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Re: Heftige Beschwerden im Intimbereich und kein Ende in Sicht

Beitrag von Vana16 »

Hey Leeloo,

ich weiß, dein Beitrag ist schon einige Jahre her aber vielleicht schaust du hier trotzdem mal noch rein :)
Ich habe exakt dieselben Symptome und eine sehr ähnliche Ärzte-Odyssee hinter mir und langsam kommen meine neue, sehr gute FA und ich auch zu einem Punkt der Ratlosigkeit. Habe auch schon die bescheidensten Medikamente ausprobiert und der Spaß geht mittlerweile seit 8 Monaten..

Ich habe eine ähnliche Vermutung wie du, dass es an Durchblutung oder an den Nerven liegen könnte.
Hast du inzwischen einen Erfolg erzielen können?
Würde mich freuen, falls du mir helfen kannst.

Lg
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