Frage an Dr. Fischer

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LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Guten Morgen Dr. Fischer,

ich möchte Sie erneut um Ihre Hilfe bitten.
Ich hätte ein paar Fragen zu Gelbkörperzysten.
1. Kann eine Gelbkörperzyste von 1,6 cm die Periodenblutung verzögern/verhindern? Ich meine, ob man trotz dieser Größe von 1,6 cm die Periode bekommt?
2. Wie schnell bildet sich eine Gelbkörperzyste? Könnte sie am ES + 2 schon 3,6 cm groß sein?
Die Gelbkörperzyste entsteht aus dem Gelbkörper nach einem Eisprung. Spricht so eine Gelbkörperzystenbildung für eine hormonelle Störung oder ist das ein natürlicher Prozess, der stattfinden MUSS?

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Mühe!

Viele Grüße

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer Gelbkörperzyste

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
das ist ja eine kleine Gelbkörperzyste, normalerweise verhindert sie nicht die Periodenblutung, wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist .Wenn sie aber sehr viel Progesteron bildet, kann dies schon mal vorkommen.
Corpus-luteum-Zysten werden gegen Zyklusende normalerweise kleiner, behalten sie aber eine gewisse Größe bis wenige Tage vor dem üblichen Zyklusende oder wachsen gar sogar noch ( bis 6 cm ), dann kann es schon mal zu einer Verschiebung kommen-ist aber eher selten, aber harmlos. Spätestens aber verschwinden sie 3 Tage nach Einsetzen der Periode-Ausnahmen gibt es aber immer.
Zwischen dem 8/9. Zyklustag erreicht sie üblicherweise die Maximalwerte an Progesteronbildung und damit an Größe, nicht schon am E+2 . Man darf Corpus-luteum-Zysten nicht überbewerten. Meist kommt es nicht zu echten Zystenbildungen, die zur Gelbkörperzyste umgewandelte Follikelzyste ist keine " Zyste" im eigentlichen Sinn im physiologischen Ablauf, nur wenn sie eben einige cm erreicht-was eher die Ausnahme ist- dann spricht man von einer Gelbkörperzyste.
Eine hormonelle Störung im engeren Sinn liegt nicht vor.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Lieber Dr. Fischer,
Tausend Dank für Ihre schnelle Rückmeldung!!!!
Leider spielt mein jetziger Zyklus schon wieder verrückt. Ich hatte 7-8 ZT spinnbaren ZS und am 9. ZT einen positiven Ovulationstest, allerdings nur für einen Tag. Am 10-11 ZT auch leichte Unterleibschmezen, eigentlich mehr auf der linken Seite. Am 13. ZT war ich zum Ultraschall. Im Ultraschall konnte man auf der linken Seite ( wo ich die Tage so ein Ziehen hatte ) eine runde, pralle, schwarze 3,6cm große Zyste sehen. Der Arzt meinte es ist eine Gelbkörperzyste. Mich hat aber die Größe von 3,6 cm sehr irritiert, vor allem bei ES +2, genau wie Sie es auch sagen. Die Tempi ist in den Tagen nur um 0,2 angestiegen. Gestern zeigte ein Ovutest schon wieder eine zweite Linie, also wieder positiv.

Könnte man bei dieser Konstellation von einem nicht gesprungenem Follikel ausgehen?
kann man überhaupt gegen die Zystenbildung etwas machen? kann die Schielddrüseüberfunktion die Zystenbildung verursachen oder begünstigen?

Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe!!!

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
das ist in der Tat schon ungewöhnlich. Der Temperaturanstieg blieb ja aus, also wohl kein ES. Dann bleibt als Erklärung nur fast noch ein nicht gesprungener Follikel übrig. Geolbkörperzysten kann man leicht mit etwas Erfahrung von anderen Zysten unterscheiden, da sie meist eine streifenförmige Binnenstruktur haben. Sicher gibt es auch hierzu Bilder im Internet. Momentan muß man nichts machen-außer einfach abwarten. SD-Überfunktionen -je nach Ausprägung- beeinflussen den Zyklus durchaus negativ. Hauptsächlich aber sind es eher die Unterfunktionen, diese verursachen in schweren Fällen Störungen in der Gestagenphase.
Grüße Dr. Fischer
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LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Lieber Dr. Fischer!
DANKE! DANKE! DANKE für Ihre Einschätzung!

Ich habe im Internet Gelbkörperzysten gefunden und die sahen anders aus als bei mir.
Ich habe früher geschrieben, dass mein Temperaturanstieg um 0,5 wäre. leider war diese Info nicht korrekt, weil ich die CL falsch errechnet habe (führe die Kurven nicht online und muss die CL selbst errechnen), d.h. Ich habe immer den Mittelwert von 6 letzen Werten vor dem Anstieg genommen, hätte aber den höchsten nehmen müssen. Nach der Korrektur von den Kurven ergibt sich leider nur ein 0,2-0,3 Tempianstieg und das leider bei jeder Kurve und somit kein Eisprung.

Könnte eine Follikelzyste ( ich meine nicht gespr. Follikel, mit den ganzen Zysten komme ich ganz durcheinander :roll: ) Progesteron bilden? der war ja bei jeder Blutuntersuchung nachzuweisen, und auch nicht wenig, parallel dazu aber auch ein erhöhter Östradiolwert. Habe auch in jedem Zyklus Utrogest genommen, was den Wert auch verändert.

Also unabhängig vom Utrogest: Könnte eine Follizyste auch Progesteron bilden?

Man vermutet bei mir eine leichte SÜberfunk. , weil mein TSH nur bei 0,3-0,8 ist, fT3 im oberen Bereich
Und fT4 normal. Die Antikörper sind alle unauffällig. Allerdings sind Die ANA Titerwerte bei 6000!, wo sie bis max. 80 sein sollten. War schon bei Rheumatologen, aber ohne Befund. Die Ärzte können nicht sagen, woher dieser Wert von 6000 kommt.

Und noch eine Frage:
Wäre Clomifen für mich das richtige Medikament. Habe 2 mal genommen, und die Follis waren jeweils am 12.ZT 24 un 25 mm, also riesig! Und sind leider auch nicht gesprungen :cry: .
Was wäre denn die richtige Therapie in diesem Fall?, ich meine, wenn die Follikel wachsen, aber nicht springen.

Lieber Dr. Fischer, entschuldigen Sie bitte die ganze Fragerei, aber ich bin so ziemlich verzweifelt mit der ganzen Situation. :( aber Ihnen sehr dankbar für Ihre Geduld und Mühe!

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer Gelbkörperzyste

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Hallo,
"Könnte eine Follikelzyste ( ich meine nicht gespr. Follikel, mit den ganzen Zysten komme ich ganz durcheinander :roll: ) Progesteron "-nein, das bildet nur die Corpus-luteum-Cyste ( = Gelbkörpercyste). Kann man Progesteron nachweisen, fand immer ein Eisprung aus einer Follikelzyste statt. Oder man hat ein Progesteronpräparat genommen.
Clomifen wäre evtl. für Sie geeignet-kenne Sie ja zu wenig. Man sollte aber dann-wenn frühere Follikel nicht gesprungen sind- unbedingt den ES mit 5000-10000 IE HCG auslösen.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Kassy
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von Kassy »

Hallo Herr Dr. Fischer,

ich mische mich hier nicht ein,

aber es muss einfach mal geschrieben werden...ich bewundere Sie wie Sie helfen....und wie menschlich Sie auch einfach mal schreiben - lach....ich komme mit den ganzen Zysten durch einander....


Hallo LubaPi....

Ihnen wünschen ich von Herzen das Ihr Wunsch in Erfüllung geht...denn ich kann nachempfinden,wie es ist....da ich mein Baby ,obwohl schon viele Jahre her ( 1981) in der 24 SSW verlor.Alles,alles Gute !!!


beste Grüsse Kassy

LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Lieber Dr. Fischer,

Ich habe gerade meine Blutwerte vom 13. ZT also ES + 2 bekommen (was ich oben beschrieben habe: im Ultraschall laut Arzt eine 3,6 cm große Gelbkörperzyste) und möchte Sie wieder mal um Ihre Einschätzung und Hilfe bitten.

Also: Progesteron - 6,44 ug/l, Östradiol - 122,5ng/l und FSH - 8,32 IU/l.

Muss noch dazu sagen, dass die Tempi heute wieder um 0,1 gesunken ist, liegt somit nur 0,1 über der CL. Habe keine Medikamente genommen und auch nicht stimuliert.

Was sagen denn diese Blutwerte aus? Hatte ich einen Eisprung? Oder doch nicht?

Ich danke Ihnen sehr herzlich

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Guten Tag,
FSH und Estradiol sind weniger aussagekräftig und unnötig zu bestimmen, da sie nach der Ovulation rasch fallen. LH wäre besser gewesen. Progesteron-eigentlich in ng/ ml ( ist aber wie Mikrogramm/ L ) gemessen, weist einen Eisprung auf. Allerdings misst man aber Progesteron etwa 7 Tage nach dem ES, da hat es seine höchste Konzentration. Wenn Sie meine Berichte lesen, werden Sie sehen, dass für mich nach wie vor die Basaltemperaturkurve wichtiger ist als einzelne im Zyklus gemessene Laborwerte. Man darf auch die CL-Werte nicht überbewerten, ich habe tausend Kurven gesehen und trotz manch enormen Schwankungen erfolgreiche Schwangerschaften.
Grüße Dr. Fischer
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LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Hallo Dr. Fischer,
danke schön für Ihre rasche Antwort!

Irgendwie passt hier gar Nichts zusammen. Progesteron nachweisbar, dabei aber kein Tempianstieg!? Ziemlich komisch das Ganze!! Ich sag's Ihnen, bin ziemlich außerirdisch :roll: :shock:
LH wurde leider nicht mitbestimmt.
Hätten Sie vielleicht noch eine Idee, womit man das Ganze erklären könnte?

Viele Grüße

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Hallo,
" dabei aber kein Tempianstieg"-da würde ich gern einmal die Kurve ansehen.
Grüße Dr. Fischer
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LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Hallo Dr. Fischer,
ich führe die Kurven nicht online, aber ich schreibe jede Messung auf, was bei der Beurteilung vielleicht nicht so toll sein wird.
Also:

ZT 1. 36,9
2. 36,8
3. 36,6
4. 36,6
5. 36,7
6. 36,6
7. 36,6
8. 36,5
9. 36,4
10. 36,5
11. 36,5
12. 36,7
13. 36,8
14. 36,8
15. 36,7. heute.
Am 12. Tag war der Tempianstieg auf 36.7. Der höchste Wert der letzten 6 vor dem Anstieg ist 36.6, somit die Erhöhung nur um 0,1 - richtig??? Und dann von 36.7 auf 36.8 - noch mal 0.1 und zusammen ein Tempianstieg von 0,2. ich hoffe, dass ich alles richtig mit der Berechnung gemacht habe. Möchte noch sagen, das meine Tempi immer in FolgeZyklen trotz Periodenblutung entweder an der CL Linie ist oder eben 0,2-0,3 über der CL. Erst kurz vor einem möglichen ES fällt sie unter die CL sowi z.B. am 8. ZT.
Muss mich noch informieren, wie das mit Onlinekurven ist. ist bestimmt viel einfacher.

Tausend Dank für Alles!!!!

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Hallo,
diese Kurve kann man kaum auswerten, der Temperaturanstieg ist nicht nennenswert, dann eher zum Beweis eines ES in der Tat Progesteron heranziehen.
Grüße Dr. Fischer
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LubaPi
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Re: Frage an Dr. Fischer

Beitrag von LubaPi »

Hallo,
Dankeschön!!

Mich lässt, ehrlich gesagt, das Thema mit dem LUF-Syndrom nicht in Ruhe. Ich weiß, ich habe Sie mal damit richtig belästigt :wink: . Auf Grund der falschen CL- Berechnung bin ich damals von einem Thempianstieg von 0,5 ausgegangen, was tatsächlich nicht ist, nur eben 0,2-0,3 und das auch bei jeder Kurve. Ich weiß, Sie haben damals geschrieben, dass man so etwas per Ultraschall beobachten muss, um eine sichere Aussage machen zu können. habe gerade erneut über LUF gelesen und fühle mich auch sehr angesprochen. Wenn man das ganze zusammenfasst, spricht bei mir leider schon vieles für LUF.

1. ES+2 und eine GKZ von 3,6 cm!!! Schwer vorstellbar da müsste glaube ich der Tempianstieg viel höher sein genauso auch der Progesteronwert. Der Arzt hätte vielleicht noch so kurz nach ES die freie Flüssigkeit sehen müssen, die aber nicht zu sehen war. Habe extra danach gefragt.

Sehe ich das alles richtig?

2. Tempiveränderung, die man aber nicht als ein Anstieg für einen erfolgten Eisprung werten kann. Obwohl ich in den vergangen Zyklen auch mal 2, mal 4 Utrogest 10-12 Tage lang genommen habe, veränderte sich die Tempi nicht. Diese "Hochlage von 0,2-0,3 " hilt sich 14-17 Tage bis zur Periodenblutung und darüberhinaus. Wie ich schon schrieb, die Tempi fällt erst im neue Zyklus unter die CL.habe mal gelesen, dass die Zysten auch trotz Periode die Tempi oben halten können.

3. Merkwürdig ist auch, dass bei mir jedes Mal nach einem angeblichen Eisprung immer der Follikel weiterhin zu sehen ist entweder etwas veränderte Form oder eben ein riesiges Ding. Normalerweise springt ein Folli und Eierstock ist frei. Aber doch nicht bei mir!!! Bin ja nicht normal!!!

.

5. Meine LH Tests zeigen sehr oft im gesamten Zyklus eine deutliche zweite Linie, sind aber auch zum möglich Eisprungstermin richtig doll positiv. mein LH wert war bei letzter Hormonuntersuchung auch im oberen Bereich. Habe Insulinresistenz und eigentlich alles was zum PCOS dazugehört, aber mein jetziger Arzt sagt eben NEIN.

6. Zykluslänge ist zwischen 28-35 im Durchschnitt oder selten 36-38, vielleicht 4 mal im Jahr aber nie weniger als 28 Tage.

7. Die Periodenblutung dauert 2max. 4 Tage und auch ziemlich wenig. Früher hatte ich öfter anstatt rotes Blut eine dunkelbraune, wie schokoladenfarbige, dickflüssige Masse als Blutung. Entschuldigen Sie bitte die Einzelheiten. Dann war zeitlang alles wieder normal und jetzt seit 4-5 Monaten habe ich so etwas wieder, aber auch weniger als früher und auch teilweise mit richtigem Blut dabei.

8. Und zuletzt der Punkt mit Progesteron. Das Einzige, was bei mir für einen Eisprung sprechen würde, ist der Progesteronnachweis. Aber bei LUFs wird doch auch Progesteron gebildet?
Gegen einen Eisprung sprechen die komischen Zysten sowie Kein Tempianstieg.

Ich weiß, dass es vielleicht nicht so eifach ist aus der Ferne etwas einzuschätzen, aber Ihre Meinung ist mir unglaublich wichtig. Könnte man in meinem Fall vielleicht zum Teil von einem LUFS ausgehen oder erkennen?

Ich danke Ihnen, DR. Fischer! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr Sie mir helfen.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Frage an Dr. Fischer LUF

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer »

Hallo,
"dass die Zysten auch trotz Periode die Tempi oben halten können." -ja, das stimmt, das sind aber dann immer Gelbkörpercysten.
" Würde aber bei Kinderwunsch und dehn unregelmässigen Zyklen keine Rolle spielen, da bei Ihnen ja sowieso stimuliert wird.
LUF ist ein sehr komplexes Gebiet und wird nicht von vielen beherrscht, wäre bei Ihnen aber denkbar. Konsequenz wäre aber wiederum die Stimulation mit Clomifen und dann vor allem Ovulationsauslösung mit HCG. LUF produziert Progesteron, der Blutspiegel liegt aber in deer ersten Hälfte der Lutealphase unter 10 ng/ml-was bei Ihnen der Fall ist. Der LH-Peak am Tat der sonst stattfindenden Ovulation ist deutlich niedriger als üblich-dies würde Ihre schwache LH- Linie auf dem Test erklären. Der Follikel nimmt nach nicht stattgefundenem Eisprung noch an Größe zu-würde auf Sie ebenfalls zutreffen. Es gibt seltene Fälle von LUF, wo dies in jedem Zyklus auftritt, ist aber selten und in diesen Fällen ist der LH_Peak hoch,diese Variante trifft also auf Sie zum Glück nicht vor.
Hormonspiegel täuschen eine Ovulation vor bei LUF, daher wird die Diagnose ebenfalls oftmals nicht richtig gestellt. Die Lutealphase ist meist normal lang.
Ich denke, jetzt wissen Sie etwas mehr, ich könnte Seiten darüber füllen.
Grüße Dr. Fischer
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