Gebärmutter Herd? Antibiotika?

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Caithy
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Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Caithy » 05.08.09, 13:03

Falls dort nicht mehr gelesen wird

http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 4&start=15

hier nun neu.
Meine Frage war, können diese Anaerobier, wie mir ein Arzt sagte, auch in einem "Hohlraum", wie die Gebärmutter, nisten oder sich stark vermehren, ohne daß es zu Schmerzen kommt?
Welche Gefahr besteht (z.B. Gangrän?) und wie verhält es sich bei einer evtl. Abrasio? Kann man die überhaupt machen, wenn eine Infektion besteht? Da gehen scheinbar die ärztl. Meinungen auseinander.
Lt. FA wäre es eine vag. Infektion, da die Gebärmutter nicht so leicht zugänglich sei. Aber ob sie es mit Sicherheit weiß?

Gruß
Caith

Dr.med.Holger Fischer
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Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 05.08.09, 13:23

Guten Tag,
habe ich bereits geantwortet unter Ihrem anderen Thread.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Caithy
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Caithy » 28.02.13, 00:30

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer!
Den anderen Thread finde ich nach so langer Zeit leider nicht mehr so leicht. Aber erst jetzt habe ich den nötigen Abstand zu der ganzen Sache, um mich endlich einmal zurückmelden zu können. Und das wollte ich auf jeden Fall tun. Denn ich finde es auch immer schade, wenn die Leute auf Nimmerwiedersehn verschwinden und man nicht weiß, was aus ihnen geworden ist. Ich mußte mich allerdings neu anmelden, da mein Account scheinbar nicht mehr existierte.
Ich wollte nur sagen - ich habe es überlebt und es geht mir seither soweit gut. Es war leider Krebs.

Herzliche Grüße
Caithy

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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Caithy » 28.02.13, 00:43

Caithy hat geschrieben:Falls dort nicht mehr gelesen wird

http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewt ... 4&start=15

Schade - gelöscht! :(
aber damals konnte ich mich mit dem Thema einfach nicht mehr befassen, zu groß waren Angst und zu schrecklich alles Drumherum! Man sollte diese Themen jahrelang stehen lassen - einige würden gewiß Rückmeldung geben. Das wird für Sie, Herr Dr. Fischer, wie auch für einige Andere sicherlich interessant und auch ermutigend sein.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 28.02.13, 08:22

Guten Morgen Caithy,
er existiert tatsächlich nicht mehr. Wir hatten in jenem Jahr einen Computercrash-soweit ich mich erinnere. Zum größen Teil konnte der von Kollegen Jäckel beauftragte Experte das meiste wieder herstellen, vielleicht ist der Thread auf diese Weise verloren gegangen. Normalerweise löscht niemand alte Beiträge, sie bleiben im Forenarchiv.
Ich bin Ihrer Meinung, es wäre sehr schön, mehr Rückmeldungen zu bekommen, denn gerade in meinem Fall lehne ich mich doch oft aus dem Fenster bzgl. der Ferndiagnosen, die ja normalerweise nicht erwünscht sind.
Es tut mir leid, daß Sie Gebärmutterkrebs hatten, vermutlich ist die Gebärmutter ( und Eierstöcke) zwischenzeitlich entfernt, falls es ein Frühstadium war ( ohne Befall der Lymphknoten und keine große Eindringtiefe) ist die Prognose hervorragend.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Caithy
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Caithy » 07.01.19, 01:55

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,
wiederum ist viel Zeit vergangen und ich möchte mich doch noch einmal an Sie wenden und hoffe, Sie sind noch hier und können mir einen Rat geben.
Es ist richtig, Gebärmutter und Eierstöcke, aber nichts weiter, wurden entfernt. Lt. Operateur war lediglich die Schleimhaut betroffen und nichts eingedrungen, auch keine Lymphknoten befallen.
Seit dem Eingriff habe ich jedoch im Laufe der Jahre verstärkte orth. Probleme, die Therapeuten mal auf die Faszien (die ja bei der OP durchtrennt wurden), mal auch auf das Iliosakralgelenk zurückführen oder eben auf einen "Narbenzug" der inneren Vernarbung. Physiotherapeutinnen meinten, es gäbe viele ähnlicher Fälle nach solchen Operationen. Überall hört man nur Vages!
Zuletzt war ich bei einer Heilpraktikerin gelandet, die meinte, ich müsse Hormon-Cremes nehmen (ich bin nun etwas über 60), sonst würde ich an Osteoporose erkranken und kein Wunder, wenn ich diese Beschwerden hätte, da ich ja seit der OP nie Hormone genommen habe. Das müsse ich daher nun schleunigst nachholen, da ich sonst biologisch wesentlich älter bin, als an Jahren. Wobei ich dazu sagen muß, dass es mir die ersten zwei, drei Jahre nach der OP, was diese Art der Beschwerden betrifft, noch ganz gut ging.
Nun soll ich also Estradiol, Estriol und Progesteron in D4 als Creme auf die Haut auftragen.

Nach Recherche las ich, dass Progesteron nur bei Frauen mit Eierstöcken Sinn macht. Außerdem fand ich die Seite einer Apotheke, auf der ich las, dass es für diese Hormone keine "natürlichen" Quellen gibt, aus der man eines der Hormone gewinnen könnte und in dieser natürlichen Form als Therapie anbieten könnte, es jedoch Pflanzen mit entfernten Vorstufen unserer Hormone gäbe, wie die Yamswurzel.
Aus dieser sind auch die potenzierten Cremes.
Die Industrie verwende die Yamswurzel ebenfalls, jedoch werden die Wurzeln nach zahlreichen Synthese-Schritten in bio-identischen Stoff umgewandelt, dieser jedoch ist rezeptpflichtig, während meine D4-Cremes das nicht sind.

Meine Frage an Sie, haben diese Cremes überhaupt einen Nutzen oder sind sie gar gefährlich, was ich auf einer anderen Seite dann wiederum las, in der es um natürliche human-identische Hormone nach einem Dr. Rimkus geht. Ich weiß jetzt nicht, ob ich den Namen hier ausschreiben darf? Und die dazu gehörigen Webseiten sicherlich nicht als Link hier einfügen. Dort werden auch Soja-Produkte und Mönchspfeffer oder Silberkerze im gleichen Zusammenhang als nicht wirkungsvoll und sogar gefährlich (in großen Mengen über längere Zeiträume) eingestuft.

Es hieß seitens der Heilpraktikerin auch, dass man anfällig für Schilddrüsenleiden werde, da die Schilddrüse die ganze Hormonarbeit seit der OP übernehmen müsse. Nach einem Speicheltest war das Testosterin höher. Ich bin nun ganz verunsichert, was ich eigentlich tun soll, kann ... Ich fühle mich etwas antriebsarm und nicht mehr so leistungsfähig wie vor einigen Jahren noch. Sport vermeide ich deshalb. Bei einer Kur vor 2 Jahren waren meine Werte aber soweit im grünen Bereich. Die Hormone wurden dort freilich nicht getestet.

Bitte sagen Sie mir, was sie von dieser Art der Hormone halten und ob diese tatsächlich gefährlich werden können. Oder ob sie gar das Krebsrisiko wieder steigern. Eigentlich bräuchte ich, wenn, dann doch nur Östrogen und nicht Progesteron, Frauen mit Gebärmutter und Eierstöcken müssen dann, soweit ich weiß, zusätzlich zum Östrogen Progesteron nehmen, damit es nicht zu einem Brustkrebs kommt. Doch warum ich auch Progesteron nehmen sollte, verstehe ich nicht so ganz.

Herzlichen Dank im Voraus
Caithy

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 07.01.19, 10:26

Guten Tag,
Hormontherapie war eines meiner Hauptbetätigungsfelder. Sie schreiben nicht, welche orthopädischen Beschwerden vorliegen. Faszien, die durchtrennt werden, sind nicht die Verursacher. Ob eine mögliche Osteoporose vorliegt, könnte man natürlich feststellen. Da aber der Heilpraktiker prinzipiell richtig liegt mit einer Hormonsubstitution, spielt es keine große Rolle. Man kann kontrovers diskutieren über die Krebsgefahr, ,man kann drei große Studien verwenden, man kann sie widerlegen usw. Fakt ist jedoch, dass D4 völlig unzureichend ist. Auch die Phytöstrogene- habe darüber viel geschrieben- lindern oftmals lediglich Hitzewallungen, Schweissausbrüche. Man hätte Ihnen vor 10 Jahren durchaus Östrogene geben können und zwar natürlich die chemisch hergestellten, also 1-2 mg Estradiol. Progesteron brauchen Sie in der Tat nicht mehr-strenggenommen- hat aber wesentliche Einflüsse auf gewisse Hirnstrukturen usw. Das alles weiter zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Ich rate zu einem klimakterischen Präparat als z.B. Tbl. das in jeder Tbl. das Östrogen und Gestagen enthält, also für postmenopausale Frauen eigentlich gedacht ist, die nicht mehr bluten wollen. Das gilt asuch für Sie trotz fehlender Gebärmutter. Das Ganze gibt es auch als Östrogengel, dann muß man das Gestagen zusätzlich geben. Natürlich können Sie auch nur das Östrogen nehmen, bin aber ein Befürworter der zusätzlichen Gestagengabe.
"Dort werden auch Soja-Produkte und Mönchspfeffer oder Silberkerze im gleichen Zusammenhang als nicht wirkungsvoll und sogar gefährlich (in großen Mengen über längere Zeiträume) eingestuft."- das stimmt in der Form nicht! Falls aber Ihre orthop- Beschwerden auf einen Östrogenmangel beruhen, hilft nur das synthetische Estradiol. Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass dadurch die guten Osteoblasten angeregt werden. Ich habe 4 Jahre an der Forschung von Hormonersatztherapie mitgewirkt, ich will lieber über die ganzen Vorteile nicht schreiben, sonst sitze ich noch abends hier.
"da die Schilddrüse die ganze Hormonarbeit seit der OP übernehmen "- die SD produziert keine weibl. Hormone, Fakt ist nur, dass bei schwerer Unterfunktion ein gewisser Progesteronmagel besteht. Die Aussage der Heilpraktikerin können Sie absolut ignorieren.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Caithy
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Caithy » 09.01.19, 12:49

Guten Tag Herr Dr. Fischer,

zunächst herzlichen Dank für Ihre Antwort!
Die orth. Beschwerden begannen vor wenigen Jahren in Form von einseitigen "Hüft"schmerzen. Keine starken Schmerzen, aber immerhin! Eine Röntgenuntersuchung ergab nichts Diesbezügliches bzw. leichte Arthrose, wie man es in meinem Alter wohl schon mal haben kann. Nun muß ich dazu sagen, dass ich schon seit jungen Jahren Rückenprobleme habe, ebenso an der HWS. In den letzten Jahren kam auch die Lendenwirbelsäule hinzu.
Doch daher wurden diese Beschwerden auf die Faszien und verklebte Muskulatur zurückgeführt, weil im Röntgenbild nichts Eindeutiges erkennbar war. Ich trage auf der Seite leider auch immer einen kleinen Rucksack, meist einseitig. Neuerdings wird ja viel über Faszien geschrieben und durchtrennte Strukturen sollen nicht mehr so funktional sein, wie unbeschädigte, das hat mir schon irgendwie eingeleuchtet. Narbengewebe ist ja auch kein heiles Gewebe mehr. Aber ich bin kein Mediziner ... Nach osteopath. Behandlung vergingen die Beschwerden immer für eine Weile, was ja auch aussagekräftig ist.

Über D4 habe ich mir auch viele Gedanken gemacht, aber ich glaube auch, dass jede Frau anders ist. Eine Dosis, die für eine kräftig gebaute Frau genug ist, kann für eine andere schmächtigere schon zu viel sein? Mit anderen Medikamenten verhält es sich doch ähnlich. Da ich nun diese Hormone aber schon einmal habe, würde ich sie nun doch einnehmen, wenn Sie meinen, schaden können sie nicht, da eh "zu schwach", denn die Heilpraktikerin hat ja so einen Zirkus um diese Hormone gemacht, als könne wer weiß nicht was auftreten/passieren und ich müsse ja alles genauestens beobachten, von Herzklopfen bis zum Kreislaufkollaps ... daher hatte ich doch große Bedenken, überhaupt damit zu beginnen!

Ich habe hier also Estradiol, womit ich bereits begonnen habe, Estriol und Progesteron, alles in D4. Kann ich diese alle dann gleichzeitig täglich einreiben? Oder muß man das täglich wechseln, wie die HP der Ansicht war? Und kommen dafür nur bestimmte Uhrzeiten in Betracht? Ich sollte mit 1 Hub beginnen und höchstens 3 Hübe am Tag. Das Ganze war auf eine Uhrzeit am Vormittag beschränkt.

Und "zu alt" bin ich dann mit über 60 noch nicht, um überhaupt noch Hormone zu nehmen? Weil ich das öfter gelesen habe, dass man in dem Alter keine Hormone mehr gibt/braucht?? Es könne sogar gefährlich sein speziell in meinem Alter. - Allerdings war lt. Speicheltest das Testost. etwas zu hoch. Ob dieser Test, wenn einmalig durchgeführt, tatsächlich eine treffendes Ergebnis liefert? Messergebnisse können schwanken ... allerdings hatte ich ja diverse Beschwerden, sonst hätte ich den Test nicht machen lassen.

Was ich auch nicht verstehe, wenn die Schilddrüse die Hormonarbeit nicht übernimmt, welches Organ übernimmt sie denn dann, da durch das Fehlen der wesentlichen Organe das ja alles ausgefallen ist bei mir!? Man weiß als Laie so wenig über diese Zusammenhänge, das habe ich auch in dem Buch über Frauenkastration gelesen. Niemand klärt einen über die langfristigen Folgen eines solchen Eingriffes auf! Und dass man kurz danach sowieso wie schockiert ist, darauf wird oft auch kaum eingegangen, was sehr unsensibel ist! So weiß ich bis heute nicht, ob ich jemals noch etwas mehr als 5 kg heben dürfte. Ich habe es natürlich getan, weil es im Alltag kaum ausbleibt, aber ich habe auch gemerkt, dass es mir nicht mehr guttut, schwerer zu heben/arbeiten. Vielleicht liegt das aber auch bloß an der mangelnden Muskulatur mangels Sport? Das sind die Fragen, auf die man bereits nach so einer OP hingewiesen werden müßte, wie die Entwicklung später verläuft, um z.B. keine schwerwiegenden Fehler zu machen. Ich habe z.B. im Internet von Frauen gelesen, die 20 kg hoben, schon wenige Monate nach einer solchen OP. Da frage ich mich, was entstehen dann für Folgen? Es fehlen doch wesentliche Stütz-Strukturen!??

Mit freundlichen Grüßen
Caithy

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 09.01.19, 14:22

Guten Tag,
Sie können alles zugleich anwenden, ob es hilft? Sollte es Estriol sein ( Sie schreiben einmal Estradiol, dann wieder Estriol) so hilft dies nicht und wäre selbst als synthetisches Präparat viel zu schwach. In Form von " Hüben" kenne ich nur das bekannte von der Firma Ka...., homöopathische Anwendung in Form von " Hüben" sind mir nicht bekannt.Uhrzeit ist egal.
Bei abdominaler Hysterektomie werden nur die Bauchdeckenfaszien durchtrennt und dann wieder vereinigt am Schluß. Ansonsten nur 3 Aufhängebänder der Gebärmutter-das alles hat absolut keinen Einfluß auf den Hormonhaushalt!
" dass man in dem Alter keine Hormone mehr gibt/braucht?? "- da bin ich absolut anderer Ansicht und aus meiner großen Erfahrung weiß ich, wie gut es den älteren Frauen tut und wie sie nach dem Absetzen wieder rasch dazu greifen, weil Beschwerden auftreten.
"welches Organ übernimmt sie denn dann"- gar keines, auch nicht die Schilddrüse. Nur die Eierstöcke produzieren weibliche Hormone, Estriol ( unbedeutsam) in kleinen Mengen bei dicken Frauen aus dem Unterhautfettgewebe.
Sie können bzgl. der Operation bedenkenlos 10 kg heben, aber erst nach 3 Monaten, dann ist alles gefestigt.
"Internet von Frauen gelesen, die 20 kg hoben, schon wenige Monate nach einer solchen OP. Da frage ich mich, was entstehen dann für Folgen?"- gar keine. Stützfunktionen gehen bei derartiger OP nicht verloren.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Caithy
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Caithy » 11.01.19, 14:42

Guten Tag, Herr Dr. Fischer,
das ist richtig, die verordneten Cremes sind Estradiol D4 SOWIE Estriol D4 und auch Progesteron.
Ich möchte es zumindest ausprobieren. Dann bin ich ja beruhigt, wenn die gleichzeitige Anwendung möglich ist. Denn die andere Vorgehensweise hätte ich als sehr umständlich empfunden. Und da es in homöopathischer Dosierung vorliegt, kann es ja, wie ich hoffe, keine gravierenden Folgen haben. Ich weiß, wie die sog. Schulmedizin über Homöopathie denkt, habe aber in der Vergangenheit auch gute Erfahrungen damit gemacht unabhängig von "Einbildung"! Da ich - im Gegenteil - zunächst gar nicht dran glaubte!
Außerdem enthält D4 ja noch "Stoff".

Was die Uhrzeit betrifft, geht es ja aber auch in der Schulmed. soweit ich weiß, danach. Z.B. wenn bei Cortison, das nicht zu allen Tageszeiten gleich gut wirken oder unerwünschte Nebenwirkungen zu unpassenden Zeiten haben soll. Daher meine Frage, denn das könnte man dann ja vermeiden.

Was Progesteron betrifft, las ich auch im Internet an verschiedenen Stellen, dass es nicht sinnvoll sein soll, dieses durchzucremen, da dem Körper damit eigentlich eine Schwangerschaft vorgetäuscht wird. Nun habe ich diese Organe zwar nicht mehr, aber es soll ja ein Körpergedächtnis geben ... da der Körper sonst nach dem Eisprung Progesteron produzieren soll ... ich möchte nur nichts falsch machen und alles noch mehr durcheinanderbringen!

Wenn Sie langjährige und umfangreiche Erfahrung haben, wäre es interessant zu wissen, ob diese Frauen, die die Hormone nahmen, auch gesund geblieben sind, also kein Krebs durch die eingenommenen Hormone aufgetreten ist!

Von Ärzten vor Ort höre ich leider höchst widersprüchliche Äußerungen, daher bleibt unsereins dann nur noch, selbst im Internet o.ä. zu recherchieren. Einmal heißt es, man sei herzinfarkt- und schlaganfall gefährdet, sobald die Östrogenproduktion heruntergefahren wird, dann heißt es aber AUCH wieder, dass man ebenso gefährdet ist, wenn man künstliches Östrogen zuführt ... demzufolge müsste eine Frau in meinem Alter ja permanent in Lebensgefahr schweben! So oder so! Ich glaube allerdings, dass das auch mit der Ernährung zusammenhängt.

Bezüglich des Hebens hatte ich immer das Gefühl, auch Jahre nach der OP, dass es mir nicht gut tut. Wo ich früher 1 Kasten Wasser problemlos hochheben konnte, hatte ich seitdem ein seltsames Gefühl im Unterleib und habe es weitgehend gelassen. Selbst zu der Zeit, als ich noch Sport betrieb (Sportstudio). Wobei ich noch nie eine sehr starke Bauchmuskulatur hatte - vielleicht liegt es auch daran und ist individuell. Es soll ja Menschen geben, denen Muskelzellen fehlen. Oder auch Sehnen ... zumindest habe ich es auch von ärztlicher und physiotherapeutischer Seite so gehört, dass die Stützfunktion aufgrund der fehlenden Bänder und evtl. einem Teil des Gebärm.halses verloren geht bzw. eingeschränkt wird.

Wegen der Hübe und der von Ihnen genannten Firma möchte ich Ihnen gerne eine PN schreiben.

Mit freundlichen Grüßen und besten Dank für Ihre Mühe
Caith

PS: Die PN ging eben raus, d.h. sie scheint im Postausgang liegen zu bleiben ... irgendwo im Forum las ich, dass es derzeit Probleme mit den PNs geben soll? Ich hoffe, die Nachricht erreicht Sie noch.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 11.01.19, 16:05

Guten Tag,
", auch gesund geblieben sind, also kein Krebs durch die eingenommenen Hormone aufgetreten ist!"- abgesehen von den Tausenden von Patientinnen, denen ich Hormone verschrieb, habe ich natürlich in den vier Jahren strenger klinischer Studien diese Frauen besonders in Erinnerung. Studienpatientinnen werden weit über das normale Maß der üblichen Untersuchungen ( Mammographie, Ultraschall, Laboruntersuchungen) überwacht. Hier werden vierteljährliche sehr intensive Untersuchungen durchgeführt in Verbindung mit ganz speziellen Blutuntersuchungen. Ich erinnere mich nur an einen einzigen Fall von Brustkrebs, und dieser war dank der ständigen Untersuchungen ein sehr früher Fall, hätte aber möglicherweise auch ohne Hormone entstehen können. Es ist ja nicht so, dass nur Hormone hierfür schuldig sind. Es gibt viele Faktoren, die die Entwicklung eines Brustkrebses ( und andere) verursachen können.
Grüße Dr. Fischer
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Elli 68
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Elli 68 » 11.02.19, 09:49

Guten Morgen,

dieses Thema interessiert mich sehr.Meine Geschichte ist fast die selbe.Vor einigen Jahren Gebärmutter Ca und nun seit einiger Zeit Schmerzen im Bereich des unteren Rückens mal rechts ,mal links bzw
Ischialgie ,ISG ,Peroformissyndrom oder was auch immer.
Auch das Thema Hormone beschäftigt mich, denn ich war erst mitte 40 und alle Ärzte rieten von Hormonen rigoros ab.
Nun ,nachdem einige Jahre vergangen sind ,habe ich von einem Professor doch Estriolzäpfchen und Salbe gegen die trockenen Schleimhäute bekommen.Ich verwende mittlerweile nur noch ab und an die Salbe im äußeren bereich,da ich immer noch verunsichert bin.


Herr Dr. Fischer ,sie haben mir damals auch sehr geholfen und mir Mut und Hoffnung gegeben,
Ein großes Dankeschön für die ausführlichen und zeitnahen Antworten.Danke für Ihre Zeit.

Nun sind 6 Jahre vergangen und sie hatten recht ,die Diagnose im Frühstadium ist heilbar (obwohl bei mir G3).
Hatten sie in ihrer Laufbahn auch jüngere Patientinnen mit Endometrium Ca ,wie ich unter 50 Jahre ?
Alle Ärzte sagten mir das es sehr selten ist.
Ausserdem bin ich wohl nicht Typisch ,kein Übergewicht ,habe nie geraucht ,keine Diabetes.

Caithy ,ich habe eine PN geschickt.

Viele Grüße

Elli

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Gebärmutter Herd? Antibiotika?

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 11.02.19, 10:15

Hallo Elli,
Estriol ist extrem schwächer als das immer und absolut fälschlicherweise verteufelte Estradiol. Sie können es ohne Bedenken auch vaginal anwenden, dazu ist es gedacht. Zum Vergleich: erst die Dosis von 8 Zäpfchen- gleichzeitig eingelegt- hat eine Auswirkung auf den gesamten Körper.
Es stimmt, unter 50 Jahren hat man zwar häufig Gebärmutterhalskrebs ( in höherem Alter dann deutlich seltener), bei dem Gebärmutterkörperkrebs- also in der Gebärmutterhöhle- ist es umgekehrt. Auf Grund der nachlassenden Progesteronbildung mit zunehmendem Alter sammelt sich zuviel Schleimhaut an ( glanduläre Hyperplasie, atypische Hyperplasie und andere Formen- darüber schrieb ich vor vielen Jahren) die wird immer höher und es kommt nicht immer zum Abbluten. Das ist einer der Mechanismen beim Korpuskarzinom. Unter 50 Jahren- also noch vor dem Klimakterium kommt er selten vor. Ich erinnere mich nur an wenige Fälle.
Grüße Dr. Fischer
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