Y-Chromosomaler Erbgang

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matrapp21
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Y-Chromosomaler Erbgang

Beitrag von matrapp21 »

Hallo, stimmt was ich hier schreibe?:

In der Vergangenheit waren keine Erbkrankheiten die Y-Chromosomal vererbt werden bekannt. Auf diesem Chromosom findet man einzig die Gene, die den Mann zum Mann machen. Mittlerweile kennt man Azoospermie als Y-Chromosmal vererbte Erkrankung.
genfreakin
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Re: Y-Chromosomaler Erbgang

Beitrag von genfreakin »

Hi,

ja, so haben wir das in der Schule damals auch gelernt, so ganz stimmt das aber nicht.

Wie du schreibst, ist auf dem Y alles, was den Mann zum Mann macht.

Ist jedoch das SRY auf dem Y defekt, dann wir der Mann zur Turner-Syndrom-Frau, weil er dann nur ein aktives X hat.
Sowas nennt man XY-Frau.
XY Frauen erkennt man daran, dass sie, wie Turner-Syndrom-Frauen, dieselben Symptome haben.

In der Regel fallen Sie durch eine ausbleibende Pubertät auf.

Demnach kann es auch sein, dass Gene für die Spermienproduktion beschädigt sind und es dann zur Azoospermie kommen kann.
Brigitte Goretzky
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Re: Y-Chromosomaler Erbgang

Beitrag von Brigitte Goretzky »

genfreakin hat geschrieben: 11.02.24, 14:11 Ist jedoch das SRY auf dem Y defekt, dann wir der Mann zur Turner-Syndrom-Frau, weil er dann nur ein aktives X hat.
Das stimmt nicht. Menschen mit Turner Syndrom haben entweder nur ein X-Chromosom oder ein Mosaik, bei dem einige Zellen ein X- und andere zwei X oder XY haben. Ausschlaggebend ist aber, dass die meisten Zellen nur ein X-Chromosom aufweisen. Damit fehlt insgesant eins der normalerweise 46 Chromosomen-

Defekte im SRY (sex determining region of Y) führen entweder zu Menschen, die äußerlich männlich aussehen, aber zwei X-Chromosomen haben oder zu Frauen, die einen XY-Genotypen haben. Die Betroffenen haben alle 46 Chromosomen, aber mit einem Defekt auf einem der Geschlechtschromosomen.
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genfreakin
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Re: Y-Chromosomaler Erbgang

Beitrag von genfreakin »

Ja, daher steht da auch, sie haben dieselben Symptome wie eine Turner-Frau, sind aber keine.

Ding Dong!!!

Zitat Vera F. Birkenbihl:"Sie brauchen zwei X-Chromosomen, für zwei Eier." Eselsbrücke. Anders gibt es keine Eierstöcke, sondern Streak-Gonaden, also Bindegewebe.

Die Symptomatik kommt daher auf dasselbe hinaus. Wo nur ein funktionerendes X-Chromosom ist, da entwickelt sich auch dementsprechend der Phänotyp ohne Y.

Ohne Y kein Mann. Diese Diskussion hatte ich momentan übrigens selbst, weil ich ein Gen zu viel habe. Ja, ich bin das Obelix-Kind, das in den Zaubertrank gefallen ist und habe zu viel. Ich bin AGS-Trägerin und muss mich jedesmal erneut erklären, wieso ich keinen ... habe. :evil:
Die haben satte 4x mit einem Ultraschall nach Hoden in mir gesucht. Ich muss ja wirklich super hübsch aussehen, dass man so neugierig ist oder wir sind noch in der Steinzeit.
Es ist festgestellt, dass ich zwei FMR1-Gene habe.
Da die auf Chromosom X liegen, müssen es auch zwei X-Chromosomen sein.
Da ich von selbst blute, ist es auch keine Genduplikation.
Und ein Klinefelter bin ich auch nicht.

Ich habe mich daher ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Und eins versichere ich: Damit kenne ich mich jetzt bestens aus. Sogar besser als so mancher Arzt von Honkhhausen.

Die Fragestellung war auch nicht nach dem Y, sondern ob es Fehler auf dem Y-Chromosom gibt. Damit ist die Frage beantwortet.
Ja, es gibt sie, aber da das Y-Chromosom klein ist, gibt es nicht viele.
Brigitte Goretzky
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Re: Y-Chromosomaler Erbgang

Beitrag von Brigitte Goretzky »

genfreakin hat geschrieben: 11.02.24, 20:14 Ja, daher steht da auch, sie haben dieselben Symptome wie eine Turner-Frau, sind aber keine.
Steht da zwar nicht, aber da ich ihren Ton nicht mag, haben Sie jetzt recht und ich meine Ruhe.

Für den Verbleib im Forum würde ich ihnen allerdings empfehlen, auf den Umgangston zu achten. Ihrer ist hart an der Grenze zur Sperrung.
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genfreakin
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Re: Y-Chromosomaler Erbgang

Beitrag von genfreakin »

genfreakin hat geschrieben: 11.02.24, 14:11 XY Frauen erkennt man daran, dass sie, wie Turner-Syndrom-Frauen, dieselben Symptome haben.
Ich verweise auf mein Urheberrecht.
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