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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Klinefelter Syndrom - Sexualität & hormone
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BeitragVerfasst: 19.04.18, 19:16 
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Interessierter

Registriert: 18.04.18, 21:25
Beiträge: 5
Hallo,

ich bin derzeit ziemlich verwirrt. Eine ziemlich seltsame sache an mir ist, dass ich praktisch gar kein Interesse an sexualität habe. jedoch selten (vllt 2 mal im Jahr) für vllt 1-2 wochen (letzens waren es mit 5 erstmals deutlich mehr) sexualisiert denke. Hier ist auffällig, dass wenn ich diese phasen habe es den eindruck auf mich hat, dass mein testosteronspiegel höher wäre (ich denke meist dann deutlich dominanter und selbstgewusster als sonst).

Somit kam also für mich die vermutung auf, ich könnte einen zu niedrigen Testosteronspiegel haben (indizien hierfür sah ich dass ich trotz guter ernährung und einwenig sport, sehr dazu tendiere, an Bauchfett zuzunehmen und einen sehr schwachen haarwuchs habe) da ich außerdem sehr viele Symtome des Klinefelter-Syndroms (xxy-syndrom) aufweise(als baby hodenhochstand & operation obwohl spätgeburt, laut psychologe leichte autistische züge, Hochwuchs,als kind motorik und sprachprobleme,in der jungend starke probleme mit konzentration, Texten, Selbstbewusstsein und sozialem) habe ich über einen online-Speicheltest meinen Testosteronwert messen lassen. Dieser war überraschenderweise laut test jedoch vollkommen normal (89,6pg/ml bei einem Referenzbereich von 41,4-142,5)
gibt es noch andere Hormone die sich sonderbar auf die sexualität auswirken könnten? (wäre also vllt ein weitreichender hormontest sinnvoll?) und ist es überhaupt noch sinnvoll mich auf Klinefelder testen zu lassen, wenn mein testo spiegel normal ist? (obwohl ich ansonsten ziemlich viele anzeichen darauf habe)

oder würdet ihr an meiner stelle gleich zu einem sexualpsychologen gehen und das mit dem absprechen?


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BeitragVerfasst: 20.04.18, 12:12 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11870
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
die Bestimmung im Speichel ist durchaus möglich, aber nicht immer korrekt.
Besser ist die morgendliche Bestimmung von FSH, LH und Testosteron, das kann Ihr Hausarzt durchführen.
Sind diese Werte normal, dann erst könnte ein Sexualtherapeut zu Rate gezogen werden, normalerweise aber wird dieser in Anspruch genommen, wenn ein Leidensdruck besteht.
Bei Klinefelter- darauf sind Sie wohl durch ggoglen gestossen- bestehen kleine Hoden ( selber tasten!), evtl. eine Brustbildung und wenig bis gar keine Spermienbildung. Letzteres erkennt man dann sofort am Ejakulat unter dem Mikroskop.
Wäre tatsächlich auf Grund der niedrig gemessenen Hormonwerte an ein Klinefeltersyndrom zu denken, muß letztlich natürlich die zytogenetische Untersuchung die Verdachtsdiagnose sichern.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 24.04.18, 22:22 
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Interessierter

Registriert: 18.04.18, 21:25
Beiträge: 5
Super, danke für die kompetente Antwort :)

dann würde ich mal mit meinem hausarzt absprechen, ob er besagte hormone messen könnte (wäre hierbei auch die messung von östrogen sinnvoll, habe gehört dass vorallem das testo-östrogen verhältnis relevant wäre) ich vermute mal dass es hier keine möglichkeiten gibt, dass das die krankenkasse übernimmt?
Ein Leidensdruck besteht bei mir nicht, ich würde nur sehr gerne wissen wollen, warum ich normalerweise kein interesse an sexualität habe - jedoch in seltenen phasen schon (verliebtheitsgefühle empfinde ich auch generell nicht) - es ist eine sache, bei der mir ein sexualpsychologe ggf. etwas erklären könnte (was ich jedoch für nicht so wahrscheinlich halte)


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BeitragVerfasst: 25.04.18, 08:19 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 16:01
Beiträge: 11870
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
Bestimmung des Östrogens ist nicht nötig. Laborwerte, die der Arzt ankreuzt auf dem Anforderungszettel, werden von den Kassen übernommen zum Ausschluß einer Erkrankung. Er muß -im Fall einer eventuellen Überprüfung- nur die Plausibilität erklären können.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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