Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

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Biggilein
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Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Biggilein » 07.12.15, 15:14

Ich habe gerade Vitamin D Mangel und muss Tabletten nehmen. Kann das Nebenwirkungen haben?
Zu Altern heißt nicht erwachsen zu werden, sondern die Bedeutung des Lebens zu erfahren.

Brigitte Goretzky
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Brigitte Goretzky » 07.12.15, 20:32

Ja. Alles, das eine Wirkung hat, kann auch unerwünschte Wirkungen haben.

Was ist denn der Hintergrund Ihrer Frage?
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Biggilein
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Biggilein » 08.12.15, 20:37

Ich habe eine leichte Übelkeit und habe mich gefragt ob es einen Zusammenhang geben könnte.
Zu Altern heißt nicht erwachsen zu werden, sondern die Bedeutung des Lebens zu erfahren.

Sandra87
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Sandra87 » 09.12.15, 16:45

Das kann durchaus daher kommen. Es gibt eine Reihe von möglichen Nebenwirkungen bei Vitamin D Tabletten.

entfernt

Ich rate dir in diesem Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten, denn das kann ein Zeichen dafür sein, dass die Dosis zu hoch ist.
Es ist oft gut seine Meinung zu sagen, aber manchmal solltest Du Deine Meinung für dich behalten.

Idris
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Idris » 19.01.16, 11:38

Biggilein hat geschrieben:Ich habe gerade Vitamin D Mangel und muss Tabletten nehmen. Kann das Nebenwirkungen haben?
Nebenwirkungen kann alles haben, positive wie negative. Positive sind dabei natürlich die Stärkung von Knochen und Muskeln, ein niedrigeres Krebsrisiko usw. (nachzulesen auch hier).

Bei einer falschen Dosierung von Vitamin D kann es aber eben auch zu Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und ähnlichen Symptomen kommen. Also am besten mit einem Arzt die Dosierung besprechen!

eraser51
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von eraser51 » 30.01.16, 17:35

kann nur positiv sein Vit D zuzuführen
allerdings sollte immer Vitamin K2 eingenommen werden

positive Effekte treten allerdings erst ab 5000 einheiten ein
wieviel nimmst du denn?

Jessy-81
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Jessy-81 » 31.01.16, 04:27

allerdings sollte immer Vitamin K2 eingenommen werden
Wirklich immer? Auch wenn jemand Phenprocoumon nimmt?

eraser51
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von eraser51 » 31.01.16, 08:45

darum ging es ja erstmal gar nicht, sondern um Vit D Nebenwirkungen, daher verstehe ich den Zusammenhang nicht wirklich.
Das Problem ist ja meist, dass kein Vit D mt Vit K zugeführt wird und alle sagen, man solle aufpassen wegen der Menge von Calcium im Blut.

Hier sollte man aber eher auf die Ratio achten.
Sicher werden sich abschließend einige folgende Frage stellen: „Aber viel Vitamin D steigert den Calcium-Spiegel im Blut doch bisweilen zu stark?!“ – Ja, richtig. Dann, wenn dieses System (Calcidiol <-> Calcitriol) entgleist. Entgleisen bedeutet, dass es nicht mehr normaler Regulation unterliegt. Und das haben wir meistens selbst verschuldet – ich würde mich zudem nicht darauf verlassen, dass das Calcium aus der Nahrung stammt … Aber, wie ich lese: Calciumarme Ernährung hilft gegen Hypervitaminose D. Und: Vitamin K hilft. Nun denke ich an das paradoxe Bild: Erst Calcium aus dem Knochen freischaufeln, dann wieder einbauen. Hauptsache, man ist froh und glücklich den höchsten Vitamin-D-Wert der Nachbarschaft zu haben.
Was wir aber ganz sicher sagen können: Es ist wahrlich nicht klug, auf eine extrem hohe Vitamin-D-Zufuhr zu achten, aber gleichzeitig das Calcium (um das es dabei ja eigentlich geht!) nicht zu berücksichtigen. Meines Erachtens sollten wir uns zunächst um Calcium kümmern und dann (!) um adäquate (!) Vitamin-D-Spiegel zusammen mit Vitamin K.
http://edubily.de/2016/01/vitamin-d-nachteile/



Bezüglich Macumar:
so wie ich das lese besonders dann:
ist hier im Hinblick auf eine Blut verdünnende Behandlung mit Vitamin K-Antagonisten aufgeführt: Entscheidend ist, dass Sie bei einer Marcumarbehandlung die Vitamin K Aufnahme möglichst in gleicher Höhe halten.
Fazit: Statt auf Vitamin-K-reiche Lebensmittel zu verzichten, sollte man vielmehr darauf achten, im Laufe der Tage möglichst ähnliche Mengen an Vitamin K aufzunehmen und dadurch größere Schwankungen der Blutgerinnung zu vermeiden.
http://www.ernaehrung-fuer-gesundheit.d ... -VitK.html



Tipp für Marcumar-Patienten:
Kontrollieren Sie Ihren INR-Wert, mit dem sich die Gerinnung genau überwachen lässt, möglichst in wöchentlichen Abständen. Eventuelle Schwankungen der Blutgerinnung lassen sich auf diese Weise rechtzeitig erkennen und mit einer Veränderung der Marcumar-Dosierung ausgleichen. Oft erfolgt in Deutschland die INR-Messung allerdings noch in monatlichen Abständen, was für eine optimale Gerinnungskontrolle jedoch als zu lang angesehen werden muss.
Leider wird auch häufig in Deutschland noch der Quick-Wert statt des INR-Wertes benutzt. Dies sollte möglichst vermieden werden, da der INR-Wert eine zuverlässigere, Aussage über die Intensität der Gerinnungshemmung erlaubt.
https://www.herzstiftung.de/Marcumar-Vitamin-K.html

Brigitte Goretzky
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Brigitte Goretzky » 31.01.16, 10:52

eraser51 hat geschrieben:darum ging es ja erstmal gar nicht, sondern um Vit D Nebenwirkungen, daher verstehe ich den Zusammenhang nicht wirklich.
Das liegt vielleicht daran, daß Sie ohne weitere Erklärung und somit ziemlich zusammenhanglos Vitamin K-Einnahme empfehlen.

Die jetzt nachgeschobenen Zitate stammen nicht aus wissenschaftlichen Quellen, sondern aus dem Blog eines medizinischen Laien (nein, ein Biologiestudent ist keine Autorität auf dem Gebiet der Endokrinologie); die dort gegebenen Empfehlungen entsprechen nicht dem derzeitigen medizinischen Standard. Daher erfolgt nun der obligate Hinweis auf die Forenregeln:
Liebe DMF-Nutzer(innen),

wir bitten Sie generell, Medizin nicht mit einer Quiz-Show zu verwechseln. Ferndiagnostik und Fernbehandlung im öffentlichen Internet ist aus verschiedenen Gründen nicht nur für Ärzte sondern für alle immer und in jedem Fall unseriös! Auch ist der Datenschutz im öffentlichen Internet nicht gewährleistet. Oft wird dann die Frage gestellt: Was darf man dann aus Gründen der Seriosität überhaupt? Die Frage ist berechtigt, kann und soll aber beantwortet werden:

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- sich epathisch mitfühlend zeigen
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- Lebenshilfe-Ratschläge darstellen
- eigene Erfahrungen ohne Ratschläge darstellen

DMF-Nutzer(innen) dürfen nicht
- Fern- oder Vermutungsdiagnosen stellen
- Ratschläge im Sinne von Fernbehandlung geben

Bitte beachten Sie dies bei jedem weiteren Posting. Wir danken für Ihre Mitfhilfe.

Mit freundlichem Gruss
Ihr DMF-Moderatorenteam
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fitnessguru
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von fitnessguru » 07.03.17, 21:23

eraser51 hat geschrieben:kann nur positiv sein Vit D zuzuführen
allerdings sollte immer Vitamin K2 eingenommen werden

positive Effekte treten allerdings erst ab 5000 einheiten ein
wieviel nimmst du denn?
5000? wow. Muss man immer Vitamin K2 einnehmen? Wo hast du dass gelesen?

DerJens
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von DerJens » 14.09.18, 09:12

Älterer Thread aber ich glaube das Thema ist noch nicht abgeschlossen.

@fitnessguru: Wer seinen Vitamin-D Spiegel erhöhen möchte sollte natürlich darauf achten, dass er/sie andere, die Wirkung unterstützenden, Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt. Sehr bekannt ist hierbei das von dir angesprochene Vitamin K2. Es verbaut das Calcium und sorgt für den Transport. Bei einem Vitamin D Mangel ist ein zusätzlicher K2 Mangel zudem relativ wahrscheinlich.

Dasselbe gilt auch für Magnesium. Um das Prohormon (Vitamin D in der verabreichten Form ist ein Prohormon) umzuwandeln wird Magnesium benötigt. Daher ist es auch hier dringend notwendig Magnesium zuzuführen. Ich würde übrigens nicht zu Komplex-Produkten greifen in denen alle möglichen Vitamine vorhanden sind, sondern einzelne Präparate nehmen. Es gibt Online Rechner mit denen du deinen Bedarf ganz genau errechnen kannst. Dann kannst du dir die passenden Präparate mit den richtigen Dosierungen heraussuchen.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Quellen:
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peterschllr
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von peterschllr » 17.11.18, 17:50

Hi,

das kann evtl. Nebenwirkungen haben. Ist aber unwahrscheinlich. Wenn es der Fall ist kannst du ja ein anderes Präparat benutzen.

MfG

Lena1985
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von Lena1985 » 05.10.19, 17:02

Hi,

ich nehme maximal 10.000 UI pro Tag.

Mehr macht keinen Sinn und bei dieser Dosis verspüre ich keine Nebenwirkungen.

Bei noch höheren Dosierungen können aber durchaus Nebenwirkungen auftreten.

Alles Gute!

jaeckel
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Re: Können Vitamin D Tabletten Nebenwirkungen verursachen?

Beitrag von jaeckel » 06.10.19, 14:44

Der Tagesbedarf liegt bei ca. 1.000 IE Vitamin D3/Tag. Wer dauerhaft ohne Indikation wesentlich mehr einnimmt, riskiert folgende unerwünschten Nebenwirkungen einer Hyperkalzämie
  • Niere: Polyurie, Polydipsie (= renaler Diabetes insipidus); bei fehlendem Volumenersatz kommt es zu Exsikkose und Anurie; Nephrolithiasis, Nephrokalzinose
  • Magen/Darm: Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, selten Pankreatitis
  • Herz/Skelettmuskulatur: Rhythmusstörungen, QTVerkürzung im Ekg, Adynamie, Muskelschwäche bis zur Pseudoparalyse
  • ZNS/Psyche: Psychose, Somnolenz bis Koma
Eine hyperkalzämische Krise droht bei einem Serumkalzium > 3,5 mmol/l: Polyurie, Polydipsie, Niereninsuffizienz Erbrechen, Exsikkose mit Hyperpyrexie Psychotische Erscheinungen, Somnolenz, Koma. (Herold: Innere Medizin). Der anzustrebende Bereich für 25-OH-Vitamin D ist >= 30ng/ml (>= 75nmol/l)
Alles Gute!

Herzlichen Gruss
Ihr

Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Nephrologie
Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hypertensiologe (DHL)

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