Stilles Mineral­wasser schädlich?

Moderator: DMF-Team

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Lydi
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Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von Lydi »

Hallo Ihr,

ich hoffe hier richtig zu sein, wenn nicht, bitte ich um Verschiebung in die richtige Themenkategorie.

Und nun zum Thema

ich las vor kurzen einen Bericht von Stiftung Warentest über Mineralwasser mit und ohne Geschmack. dazu gab es einen Chat, wo von Wasserspezialisten Fragen beantwortet wurden. Unter anderem kam diese Frage:

Welche Bakterien wurden bei den stillen Mineralwässern gefunden, die laut Test mikrobiologisch unge­eignet für Immun­schwache sind?

Ina Bock­holt und Birgit Rehlender: Wir haben bei den stillen Wässern unterschiedliche Stämme von Pseudomonaden gefunden. Diese gelten als fakultativ pathogen und sind für Immun­schwache unter Umständen problematisch. Zu Immun­schwachen gehören Säuglinge, AIDS- und Krebs­kranke, aber auch alte Menschen.


nun, ich bin seit über 20 Jahren ex. Altenpflegerin und seit eh und jeh geben wir den Bewohnern mit einer PEG stilles Mineralwasser über die Sonde. Zur Zeit pflege ich auch einen 50j. Bewohner mit HIV, der auch eine PEG hat und u.a. stilles Mineralwasser bekommt. Ist das jetzt alles falsch, sollte komplett auf stilles Wasser bei PEG Trägern verzichtet werden und nur Tee gegeben werden? Gibt es dazu medizinische Studien die ich nachlesen kann?

Zum Nachlesen: https://www.test.de/Chat-zum-Thema-Wass ... 4531981-0/

Vielen Dank schon mal
kikaly
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von kikaly »

Hmm ich kann mir nur schwer vorstellen dass es schädlich ist aber man kann nie wissen was in destilliertem Wasser drinne ist. Gut ist auch, wenn man sich einen Wasserfilter kauft und dann das Wasser selber säubert
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LilyG
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von LilyG »

Stilles Mineralwasser ist kein destilliertes Wasser. Stillem Mineralwasser wurde nur keine Kohlensäure zugesetzt, enthält anorganische Salze. Der pH-Wert liegt bei 7. Destilliertes Wasser enthält keine Salze mehr. Sein pH-Wert liegt bei 5.

LilyG
zingster
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von zingster »

Meine persönliche Meinung ist, dass stilles Wasser nicht schädlich ist. In vielen Fällen dramatisieren die Medien die Thematik völlig über. Aus diesem Grund trinke ich einfach so lange stilles Mineralwasser weiter, bis mir mal was passieren sollte (wovon wir hoffentlich mal nicht ausgehen)...

Wenn es nach irgendwelchen Studien gehen würde, dürfte man ja irgendwie gar nichts mehr essen oder trinken...
Die wahre Schönheit zeigt nicht das Äußere, sondern das Innere eines Menschen :)
ikorasus
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von ikorasus »

zingster hat geschrieben:Meine persönliche Meinung ist, dass stilles Wasser nicht schädlich ist. In vielen Fällen dramatisieren die Medien die Thematik völlig über. Aus diesem Grund trinke ich einfach so lange stilles Mineralwasser weiter, bis mir mal was passieren sollte (wovon wir hoffentlich mal nicht ausgehen)...

Wenn es nach irgendwelchen Studien gehen würde, dürfte man ja irgendwie gar nichts mehr essen oder trinken...
Stilles Wasser hat den Vorteil, dass es keine Kohlensäure enthält (wow, was für eine Logik) und daher auch säureärmer ist. Manche Menschen brauchen förmlich Mineralwasser mit Sprudel (auch, weil der Körper sich daraus dann die Mineralien zieht) und manche brauchen dafür einfach nur stilles Wasser, weil der Körper die Säure nicht verträgt oder als Unnütz abstempelt. Totaler Quatsch? Ne, ich habe das tatsächlich getestet. Für viele Mineralien ist Handelsname entfernt bekannt (Produktnamen sind ja untersagt Richtig. Wieso dann trotzdem der Name? :D).

ZINGSTER, ich bin vollkommen deiner Meinung :)
Zuletzt geändert von Brigitte Goretzky am 01.05.15, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kopfschuetteln
Bin begeisterter Fan von Alt.-Medizin - freue mich auf Austausch per PN.
Sara24
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von Sara24 »

Ich würde eher Leitungswasser trinken als das stille Wasser aus dem Getränkemarkt. In Deutschland wird Leitungswasser viel besser kontrolliert als das abgefüllte.
Das Sprudelwasser erhält jedoch mehr Nährstoffe, da die Kohlensäure die Löslichkeit der Nährstoffe erhöht.

Bei sehr stark immungeschwächten Patienten würde ich abgekochtes Wasser verwenden, ansonsten ist Leitungswasser eine gute Wahl (auf Sauberkeit der Trinkwasseramatur & Perlator achten und am besten vorher auf Schwermetalle und mikrobiologische Parameter untersuchen lassen). Der Trinkwasserversorger garantiert beim Leitungswasser normalerweise eine sehr gute Wasserqualität.

Ich persönlich bin dazu übergegangen nur noch Leitungswasser zu trinken. (Gelegentlich setze ich eine Messerspitze Spirulina-Pulver (sehr nährstoffreiche Mikroalgen) auf eine Kanne Wasser zu, um dessen Nährstoffgehalt zu erhöhen)

Nur damit du weißt, dass ich nicht ganz inkompetent bin: :wink:
Ich bin stellvertretende Laborleiterin (ab November Leiterin) in eines mikrobiologischen Umweltanayltik-Labors. Wir machen hauptsächlich Trinkwasseranalysen.
kaia
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von kaia »

Die Trinkwasserqualität wird aber nur bis zum Hauseingang garantiert. Darauf, was hinter der Übergabe an den Hausbesitzer stattfindet, haben die Wasserwerke keinen Einfluss mehr.

Von daher würde ich auch, wie Sara24 schrieb, eine Wasserprobe durchführen lassen, wenn ich viel Leitungswasser trinken würde. Außer evtl. bei neuen Gebäuden, bei denen man schon davon ausgehen kann, dass nach aktuellen Vorschriften gebaut wurde und auch die VDI 6023 nicht ganz außer Acht gelassen wurde.

In alten Gebäuden, vor allem in größeren, mit einem weit verzweigten Trinkwassernetz, hingegen traue ich dem nicht, oder auch in Gebäuden mit der viel Leerstand, da habe ich schon einige nicht angenehme Ergebnisse gesehen. Neben den Schwermetallen finden sich z. B. durch falsche Rohrleitungsführung oder durch stillgelegte oder nicht/kaum genutzte Abgänge auch schnell Mikroorganismen im Trinkwasser. Oder bei sehr alten Leitungen hat sich ein schöner Biofilm in die Rohre gelegt.
(Es sind immer ganz groß die Legionellen in der Presse, wenn was passiert, die Schaden anrichten, wenn sie durch warme Wasserdämpfe in die Lunge geraten. Aber auch für kaltes Wasser gibt es einige Regeln, die es zu beachten gibt.)

In manchen Häusern würde ich den Teufel tun, und da Leitungswasser trinken ;-)
Zuhause trinke ich auch nur Tee aus gekochtem Leitungswasser, kein Leitungswasser direkt aus dem Hahn. Aber die Trinkwasserinstallation in diesem Haus macht keinen groß vertrauenserweckenden Eindruck.


Womit ich jetzt das Leitungswasser absolut nicht als Trinkwasser ausschließe.
Und es gibt auch ältere Gebäude, in denen alles bestens ist ;-) Aber ich persönlich würde es lieber testen lassen.


Eine Frage an Sara24:
Wie sind die Ergebnisse eurer Tests so im Schnitt? Ich hätte jetzt gedacht, nach dem, was du da erlebst, ist der Gedanke an "sauberes Trinkwasser in jedem Haushalt" vorbei... ;-)
Wobei ich sagen muss, dass meine Erfahrungen sich da auch überwiegend auf Gebäude beziehen, in denen die Untersuchungen nicht ohne Grund gemacht wurden und entsprechend die Ergebnisse aussahen.
lg kaia
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von Adromir »

kaia hat geschrieben:Die Trinkwasserqualität wird aber nur bis zum Hauseingang garantiert. Darauf, was hinter der Übergabe an den Hausbesitzer stattfindet, haben die Wasserwerke keinen Einfluss mehr.
Wenn ich mich aber nicht falsch erinnere, muss die Wasserqualität laut Trinkwasserverordnung dann weiter vom Betreiber der Wasserentnahmestelle, sprich dem Hauseigentümer, sicher gestellt werden
Sara24
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von Sara24 »

Hallo Kaia und Adomir,

ihr habt beide Recht, es ist der jeweilige Anlagenbetreiber z.B. Vermieter oder eben Eigentümer ab dem Trinkwasser-Eingang im Haus dafür verantwortlich, welche Wasserqualität beim Endverbraucher ankommt. Und die Pflicht zur Untersuchung auf mikrobiologische Parameter haben eigentlich nur öffentliche Gebäude, insbesondere natürlich auch Krankenhäuser und Altenheime (Ausnahme Legionellen seit der TrinkwV 2011). Aber solange das Wasser nicht lange steht oder längere Zeit stagniert passiert meistens nichts in Sachen Biofilm.
Wir haben jedoch auch schon Schwermetalle aufgrund von Amaturen aus China nachgewiesen, da können die Leitungen noch so gut sein.
Deswegen würde ich auch empfehlen 1-2 mal im Jahr die Trinkwasserqualität prüfen zu lassen, wenn man auf Leitungswasser umsteigt. Ich kann es bei mir natürlich einfach selbst tun, sooft ich möchte :wink: , aber es kostet auch nicht die Welt und dafür spart man sich dann Geld für Mineralwasser und die Kästenschlepperei und wie gesagt, ist das Mineralwasser auch oft belastet und wird weniger kontrolliert.
Und die Weichmacher aus den Plastikflaschen sind auch nicht ohne...
Wie sind die Ergebnisse eurer Tests so im Schnitt? Ich hätte jetzt gedacht, nach dem, was du da erlebst, ist der Gedanke an "sauberes Trinkwasser in jedem Haushalt" vorbei... ;-)
Wir untersuchen beispielsweise viele Kindergärten, wo wir auch schon öfters fündig wurden. Außerdem haben wir einige Kunden, die es aus eigenem Interesse durchführen und wir beproben auch direkt die Hochbehälter der zuständigen Wasserversorger in der Umgebung unseres Labors. Meistens finden wir aber nichts und wir untersuchen ja auch eigentlich nur auf Indikatorkeime, Pseudomas aeruginosa ist neben Legionellen oft der einzige pathogene Keim, auf den wir untersuchen (manchmal Clostridium perfringens) Probleme gibt es wie gesagt meist nur bei stehendem Wasser und selten genutzten Leitungen.
Wenn wir etwas finden, raten wir dem Betreiber der Anlage zuallererst dazu, die Leitungen mit 70°C heißem Wasser zu spülen (voll aufdrehen) für ca. 15 Minuten, danach hat sich das Problem oft gelöst. Ist auch viel besser als die chemische Keule, denn während die Chlorverbindungen einfach am Biofilm vorbeifließen, löst die Hitze dagegen auch die Proteine auf, mit denen die Biofilm-Bildner an der Leitungswand kleben.

Also ich bin, was das angeht vollkommen Panik-frei, vielleicht liegt das am Job. ;) Meine Kollegen von der Chemie sind dafür ganz gelassen bei Schadstoffen usw. Einem halbwegs gesunden Immunsystem schaden ein paar Keime im Trinkwasser überhaupt nicht. Mit den Untersuchungen soll ja nur eine ungehemmte Vermehrung frühzeitig ausgebremst werden und wenn die Qualität wirklich katastrophal ist, dann merkt man das auch an Geruch und/oder Optik...
Ist oft viel unbegründete Panik dahinter, genauso wie bei Schimmelpilzen (Raumluft untersuchen wir auch zu Genüge).

LG, Sara
kaia
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von kaia »

Adromir hat geschrieben:Wenn ich mich aber nicht falsch erinnere, muss die Wasserqualität laut Trinkwasserverordnung dann weiter vom Betreiber der Wasserentnahmestelle, sprich dem Hauseigentümer, sicher gestellt werden
Sara hat ja schon geschrieben, dass das nicht für den kleinen privaten Vermieter von ein paar Wohneinheiten gilt. Und auch in den anderen Fällen - wo kein Kläger, da kein Richter. Ich glaube, eine Überwachung von übergeordneter Stelle erfolgt nicht. Erst, wenn was passiert, tritt die auf den Plan. Dann hat allerdings der Betreiber nicht nur ein moralisches Problem, das kann ins Strafrecht gehen.

Sara24 hat geschrieben:Aber solange das Wasser nicht lange steht oder längere Zeit stagniert passiert meistens nichts in Sachen Biofilm.
Aber genau das passiert recht häufig. Früher wurden die Anlagen noch anders gebaut, da gab es abgelegene Leitungsstränge, die kaum oder jetzt wegen Nutzungsänderungen gar nicht mehr genutzt werden. Oder es wurden einzelne Stichstränge einfach stillgelegt statt zurückgebaut. Oder die Leitungen sind viel zu groß dimensioniert (entweder der "Angstzuschlag" oder weil Abnahmestellen weggefallen sind), dass kaum Fließgeschwindigkeiten auftreten. Auch fehlende Sicherungsarmaturen fallen ab und zu auf.

Sara24 hat geschrieben:Wenn wir etwas finden, raten wir dem Betreiber der Anlage zuallererst dazu, die Leitungen mit 70°C heißem Wasser zu spülen (voll aufdrehen) für ca. 15 Minuten, danach hat sich das Problem oft gelöst.
Die thermische Desinfektion bringt aber langfristig nur etwas, wenn die Ursache auch behoben wird. Wir hatten mal einen Kunden, da konnten wir regelmäßig eine Desinfektion durchführen, weil das eben nicht geschah. Da hätte mal richtig saniert werden müssen.
Und man muss auch die Möglichkeit haben, wirklich alle Abnahmestellen gleichzeitig aufzudrehen, was ich mir gerade in Altenheimen umständlich vorstelle, denn man muss gleichzeitig dafür sorgen, dass in der Zeit niemand Wasser nutzt und sich verbrüht.
Und wenn dann noch das Kaltwasser betroffen ist, wird das mit dem Spülen mit heißem Wasser auch schwierig.

Ich selbst habe vor Jahren mal den A-Schein für die VDI 6023 gemacht, seit dem aber nur am Rande mit Trinkwasser zu tun gehabt. Bin eher in anderen haustechnischen Gewerken "zuhause". Von daher ist mir vieles nicht (mehr) so geläufig, bzw. habe ich es auch nie richtig vertieft.
Aber wir haben da so manche nette Bildchen gesehen, wie Rohrleitungen oft im Inneren aussehen, wenn Richtlinien und Verordnungen nicht eingehalten werden. (Die es früher noch nicht gab) Und ich bekomme durch meine Arbeit eben auch ab und zu Einblick in die Art der Trinkwasserinstallation, wo schon der eine oder andere Mangel auffällt.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Kunden allgemein schon sehr offen für das Thema sind.
Und ich glaube, die meisten Betreiber von Trinkwasseranlagen sind schon für das Thema Trinkwasserverordnung sensibilisiert. Aber eben nicht alle, auch wenn es die Verordnung schon recht lange gibt.


Ich muss aber gestehen, dass meine beruflichen Berührungen mit dem Thema schon abschreckend auf mich gewirkt haben. Mag sein, dass das übertrieben ist ;-)
Habe auch schon ernsthaft überlegt, privat einen Test machen zu lassen, aber so ganz günstig finde ich die Tests nicht. Die Preise, die ich gefunden habe, liegen bei einer kompletten Analyse bei 90,- €. Nur Schwermetalle oder nur mikrobiologisch entsprechend weniger. Und dann würde ich auch gerne an zwei verschiedenen Stellen Proben entnehmen. Ist schon viel Geld... Was kostet das denn bei euch für den Privatmenschen?

Im Büro trinke ich jedoch auch Leitungswasser. Ein bekannter Armaturenhersteller bieten ein System an, in dem das Wasser entsprechend gefiltert, gekühlt und wahlweise mit, mit wenig oder ohne Kohlensäure versetzt aus dem Wasserhahn entnommen werden kann. Das finde ich eigentlich ziemlich gut, ist aber auch verdammt teuer für den Privathaushalt...
(Und unser Büro ist einem noch recht neuen Gebäude mit einer Installation, bei der ich davon ausgehe, dass die Vorschriften eingehalten wurden.)


Um noch mal etwas näher an die Eingangsfrage zu kommen:

Dieses System wäre vielleicht ja auch für Altenheime eine gute Lösung, wenn mam auf Leitungswasser umsteigen möchte. Da reduziert man die Risiken, die durch geringe Kontrollen des Mineralwassers und die Weichmacher in Plastikflaschen entstehen. Die ja auch eigentlich gerade bei immunschwachen Menschen nicht vernachlässig werden sollten.
Denke, das Leitungswasser an sich sollte natürlich alle Grenzwerte unterschreiten. Ich weiß nicht, wie viel die Aktivkohle-Filter des Systems schaffen, ob das Wasser für Immunschwache Patienten damit ausreichend sauber ist.

Evlt. gibt es auch schon mehrere Anbieter für solche Systeme, ich habe mich da noch nicht so viel mit befasst.
Auf jeden Fall muss da nicht groß in die Installation eingegriffen werden. Es wird alles direkt unter der Spüle installiert, es muss auch weiterhin nur ein Wasserhahn vorhanden sein. Der Armaturenhersteller bietet Wasserhähne an, die wahlweise das aufbereitete Wasser oder unbehandeltes Leitungswasser liefern.

(Paradoxerweise habe ich mit Mineralwasser auch Plastikflaschen gar kein Problem, die Risiken kann ich gut ausblenden, im Gegensatz zum Leitungswasser. Vielleicht fehlen mir da einfach die Bilder im Kopf ;-) )
lg kaia
heidu
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von heidu »

unsere Grosseltern hatten einen Pumpbrunnen, ab der Lebensmitte eine Wasserleitung (Bleirohre) und
wurden 95 und 97 Jahr alt. Mit dieser Wasserleitung wurden auch wir gross, trinken seit ewig Leitungswasser.
Unsere Nachbarn haben sich so eine Umkehrosmose Anlage installiert, sind begeistert von dem faden Wasser.
Essen nichts vom Tier, jedoch rauchen muss sein, ist ja nichts tierisches...
Jeder glaubt eben auf seine Weise gesund zu leben.
schaumbad
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von schaumbad »

Jeder glaubt eben auf seine Weise gesund zu leben.
Ach mal ehrlich.. kleine Sünden hat doch jeder und genau die machen, wenn man jetzt an keinen schwerwiegenden Krankheiten leidet, das Leben erst wirklich lebenswert.
Geht ja nicht nur darum so gesund wie möglich zu leben, sondern auch um den Genuss. Erhöht das Wohlbefinden und, meiner laienhaften Meinung nach, auch die Lebensqualität.
markus00
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Re: Stilles Mineral­wasser schädlich?

Beitrag von markus00 »

Ich empfinde die oft gehörte Aussage, dass das Trinkwasser in Deutschland so gut kontrolliert sei, irreführend. Die Frage ist doch, auf was da untersucht wird. Dass unser Wasser i.d.R. kein Problem mit Schwermetallen hat, würde ich nicht bestreiten wollen. Was ist aber mit Medikamentenresten (Hormone, Kontrastmittel, Antibiotika, Betablocker, Statine, ...) die ja wohl mehr als inflationär im Einsatz sind - wird darauf getestet?
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