Zuckerkrank?

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UnclestrU
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Zuckerkrank?

Beitrag von UnclestrU »

Hallo miteinander,

ich suche nach jeglichen Ratschlägen und Ideen, die auf folgendes Krankheitsbild zutreffen könnten:

- ich leide seit meiner Pubertät an Gynäkomastie (leicht an der Brust, mehr an der Hüfte)
- ich trinke extrem wenig - 1l-1,5l (bringe dennoch weitaus überdurchschnittliche Leistungen geistig und körperlich ohne Auftreten von Kopfschmerzen oder sonstigen typischen Beschwerden für Mangelerscheinungen)
- Speisen nehme ich in Extremen zu mir (abhängig vom Verlangen bis zu 6000kcal am Tag oder bis zu 7 Tage gar nichts außer Wasser)
- entsprechend schwankt auch mein Gewicht ca. alle 1,5 - 2 Jahre mit einer Differenz von 20kg (max./min. lagen bei 99kg/67kg) - dabei ist mein Gewicht vor allem davon abhängig, ob ich Sport treibe oder nicht
- in der Abnehm-Phase verliere ich innerhalb von 8 Wochen zwischen 25 und 30kg
- ich habe das Gefühl, dass mein Verdauungstrakt von "normaler Ernährung" überfordert ist. Ich bekomme schon ab 2 festen Mahlzeiten/Tag innerhalb kurzer Zeit deutlich schlechtere Haut mit Pickeln, bis hin zu Ausschlägen und Schuppenbildungen
- am gesündesten fühle ich mich, wenn ich Tag 1 nichts esse, Tag 2 am Abend Sport mache und danach alles "aufhole" - so hat mein Magen genügen Zeit sich auszuruhen

Abgesehen davon, dass ich mich extrem oft vor anderen Leuten erklären muss, geht es mir um die Vermutung meiner Ärztin, dass ich eine Insulinresistenz habe.

Vor kurzem wurde bereits ein großes Blutbild gemacht - Organe sollen alle unauffällig sein, Blutwerte ebenso.

Demnächst steht ein Insulintoleranztest an. Sofern sich eine Resistenz bewahrheitet, erklärt das doch laut Definition dennoch nicht meinen Zustand?! So etwas wie Mangelerscheinungen durch Unterzucker oder Dehydration kenne nicht - egal wie viel oder wie wenig ich zu mir genommen habe und wie anstrengend meine aktuelle Situation ist ( ab und zu muss ich mich zur Nahrungsaufnahme zwingen, da es mir schon zu abnormal vorkommt ).

Ich bin übrigens 28 Jahre alt und betreibe diese Lebensweise in ähnlicher Form seit ca. 13Jahren

Rainer.
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Re: Zuckerkrank?

Beitrag von Rainer. »

UnclestrU hat geschrieben:
14.01.20, 13:55
Vor kurzem wurde bereits ein großes Blutbild gemacht - Organe sollen alle unauffällig sein, Blutwerte ebenso.
Demnächst steht ein Insulintoleranztest an. Sofern sich eine Resistenz bewahrheitet, erklärt das doch laut Definition dennoch nicht meinen Zustand?!
Hallo UnclestrU,

Wenn deine Blutwerte in Ordnung sind, dann hast du keinen Diabetes. Wie waren denn die konkreten Werte (HbA1c, BZ nüchtern, ...)

Eine Insulinresistenz könntest du auch bei gesunden BZ-Werten haben. Insulinresistenz ist allerdings meistens verbunden mit Neigung zu Übergewicht und häufig auch mit einer nichtalkoholischen Fettleber, die deine Ärztin bei einer Ultraschalluntersuchung bestimmt festgestellt hätte. Außerdem würde eine Insulinresistenz aus meiner Sicht nicht zu solchen Problemen führen, wie du sie beschrieben hast. Die Untersuchung auf IR, vermutlich durch einen oGTT mit zusätzlicher Insulinmessung, kannst du ja trotzdem machen lassen. Schaden kann sie nicht.

Ich vermute allerdings, dass dich das nicht weiter bringt und dass du hier im Diabetesforum keine weiter führenden Ratschläge bekommen kannst. Vom gesunden Menschenverstand her würde ich dich allerdings z.B. fragen: Warum trinkst du nicht ein bisschen mehr, vielleicht ergibt sich dann bereits eine Besserung oder: Die Vermutung, dass du feste Nahrung nicht verträgst, ist viel zu unspezifisch. Versuche mal rauszufinden, was konkret du nicht so gut verträgst, z.B. viele KH oder bestimmte KH oder viel Eiweiß. Vielleicht hast du ja auch gar keine Probleme mit deinem unregelmäßigem Essen, außer dass es sich nicht ganz normal anfühlt. Dann könntest du es auch akzeptieren und bräuchtest keine weitere Ursachensuche zu betreiben.

Alles Gute, Rainer
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung

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