Metformin nebenwirkungen?

Moderator: DMF-Team

Antworten
ilica
Topicstarter
Interessierter
Beiträge: 19
Registriert: 19.09.08, 20:57
Wohnort: NRW

Metformin nebenwirkungen?

Beitrag von ilica » 20.12.14, 17:27

Hallo zusammen.. Hab ein kleines Problem...Aufgrund einer insulinresistenz habe ich Metformin verschrieben bekommen. Nehm das seit einigen Tagen und habe extreme Magenschmerzen mit Übelkeit, Schwindel und fühl mich total mitgenommen.. Bin total schläfrig...Kann kaum essen und trinken.. Nehm noch zusätzlich l thyrox und dekristol... Ist das normal anfänglich? 

Lg

pOtH
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 132
Registriert: 13.02.07, 09:29

Re: Metformin nebenwirkungen?

Beitrag von pOtH » 22.12.14, 00:24

Unter Beachtung der Kontraindikationen treten als Nebenwirkung häufig und meist nur zu Behandlungsbeginn gastrointestinale Beschwerden auf wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Mit dem betreuenden Arzt ist unbedingt Rücksprache zu halten. Durch langsame, einschleichende Dosierung über 2-3 Wochen können diese Nebenwirkungen oft umgangen werden. Es empfiehlt sich vor dem Hintergrund, dass dieser Wirkstoff des sonst nebenwirkungsarmen Medikamentes durch viele Studien nachgewiesen (siehe auch unten) ein breites Wirkungsspektrum hat, auf jeden Fall ein geduldiges Ausprobieren mehrerer Präparate, ehe ein Therapieabbruch erwogen wird.
Quelle.: http://de.wikipedia.org/wiki/Metformin#Nebenwirkungen

Bei mir haben die krampfartigen Durchfälle allerdings erst nach ca. einem halben Jahr eingesetzt u. sind trotz der Runterdosierung auf 500mg/Tag auch nach einem viertel Jahr nicht weggegangen - Mittlerweile spritze ich, da andere Therapieformen keinen Erfolg gebracht haben, ICT. Ansonsten hatte ich unter Metformin keine weiteren Nebenwirkungen.
Im Internet ließt man sehr oft das in der ersten Woche nur 250mg morgens eingenommen werden sollen. In der zweiten Woche 250mg morgens u. abends, in der dritten Woche 500mg morgens u. 250mg abends, in der vierten Woche 500mg morgens u. 500mg abends... das geht dann so weiter bis man die "Maximaldosis" (sofern angemessen) von 2000mg/Tag erreicht hat.
Sollten die Nebenwirkungen trotz langsamen einschleichens nicht weg gehen, kann man auf Präparate anderer Hersteller zurückgreifen da es ggf. auch an den Füll-/Hilfs-stoffen liegen kann.

Hans Reuter
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 969
Registriert: 11.08.06, 11:16
Wohnort: Rhld.-Pfalz

Re: Metformin nebenwirkungen?

Beitrag von Hans Reuter » 22.12.14, 09:50

Dem sachlichen Statement von @pOtH wegen Nebenwirkungen von Metformin ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Gründliche Abkärung der Ursachen anhaltender gastrointestinaler Irritationen ist unbedingt notwendig. Die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten ebenfalls. Eine fortdauernde Unverträglichkeit über etliche Wochen jedoch nicht hinnehmbar.

Es gibt - Gott sei Dank- mehrere Wechselmöglichkeiten bei den Metforminpräparaten bzgl. der Hilfsstoffe, in der Diabetes-Therapie aber auch gute Alternativen zum Wirkstoff Metformin.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter

Antworten