Monatelang offene Wunde in Sibirien

Moderator: DMF-Team

Antworten
Mandoholic
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 05.08.19, 22:35

Monatelang offene Wunde in Sibirien

Beitrag von Mandoholic » 05.08.19, 23:24

Guten Abend liebe Forumteilnehmer,

mein Schwiegervater lebt (leider) in Sibirien. Er hat seit März, also nunmehr seit 5 Monaten eine Wunde am Bein. Angefangen hat es mit einem Kratzer an der rechten Ferse auf Höhe des Knöchels. Seitdem ist die Wunde immer größer geworden. Eine Behandlung bei einem Arzt bestand bislang daraus, ein mir namentlich nicht bekanntes Antibiotikum über einen Zeitraum von 5 Tagen zu verabreichen. Außerdem wurden die Wundränder "beschnitten". Hierbei wurde Hautgewebe vom Wundrand entfernt.

Meine Schwägerin hat festgestellt, dass sich das Verbandmaterial mit der Wunde verklebt und bei einem Verbandwechsel die teilweise verklebte Wundauflage kleine Gewebestückchen mit entfernt. Deshalb haben meine Frau und ich vor kurzer Zeit ein Paket nach Russland geschickt. Dies enthält insgesamt 20 nicht selbstklebende und nicht verklebende Schaumstoffwundauflagen und ein Gel, das die Granulation unterstützen soll. Hauptwirkstoff ist Polihexanid. Das Paket ist noch nicht eingetroffen.
Die Wunde ist überwiegend (zu 80-90%) trocken. Gelegentlich bildet sich ein gelblicher Film in Teilen der Wunde.

Der russische Arzt verabreicht zur Schmerzlinderung ein Medikament mit folgender Wirkstoffzusammensetzung:
Paracetamol 325 mg
Naproxen 100 mg
Koffein 50 mg Drotaverinhydrochlorid 40 mg Pheniraminmaleat 10 mg

Hier ist noch ein Bild der Wunde. Die Aufnahme wurde vor einer Woche gefertigt:
Bild

Mein Schwiegervater ist mittlerweile über 70 Jahre alt. Er wird wegen Blutdruckschwierigkeiten medikamentös behandelt. Die Ernährung beinhaltet zur Zeit nur wenig Obst. Gemüse wird in Form von Möhren, Kartoffeln, Gurken, Tomaten und Zwiebeln gegessen. Zusätzlich werden viele Milchprodukte im Speiseplan integriert. Fleisch gibt es im Schnitt ein bis zwei mal pro Woche.

Meine Frau und ich sind besorgt, weil mein Schwiegervater immer stärkere Schmerzen hat. Außerdem gehen die Ärzte in Russland unserer Meinung nach nicht sehr souverän mit der Wunde um.

Was könnten wir aus Deutschland heraus zusätzlich unternehmen, um unserem Vater zu helfen? Gibt es Ratschläge, wie man mit der Wunde umgehen sollte? Was sollte unser Vater nicht tun bzw. unbedingt tun?

Für (fachkundigen) Rat wären wir sehr dankbar. Sollten wichtige Angaben zur Einschätzung fehlen, werden wir die schnellstmöglich erfragen und nachreichen.

Antworten