probleme nach fundoplikatio

Moderator: DMF-Team

Zuzaa
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 03.07.15, 02:11

Re: probleme nach fundoplikatio

Beitrag von Zuzaa »

Hallo ihr Lieben,

Ich bin 22 Jahre alt und bei mir hat es im November 14 angefangen. Ich bin ratlos, habenkleine Kraft mehr. Mein Leben zieht an mir vorbei und ich kann nichts dagegen tun. Ich habe durch diese Schmerzen richtige Panikattacken bekommen. Ich kann rein gar nichts mehr ohne Begleitung unternehmen, haben ständig Ängste um mein Herz, weil ich den reflux anfangs nicht von herzschmerz unterscheiden konnte. Ich nehme seit März 15 ppi 80mg am Tag und fühle mich mal besser und mal schlechter. Ohne geht es überhaupt nicht. Zusätzlich mache ich eine Refluxdiät (seit Monaten) und auch ohne Erfolg. Ich war zwei mal im Krankenhaus und traue mich nicht schon wieder hin...

Wie ist es denn meinen Leidensgenossen ergangen seit euren Ops? Ist der thread noch aktuell? Helft mir bitte weiter. So geht es nämlich nicht mehr :(

LG Zuza

annalinna
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 22.09.15, 09:44

Re: probleme nach fundoplikatio

Beitrag von annalinna »

Hallo,

leide seit 6 Jahren an Reflux und es wird immer schlimmer.

Bei mir ist es leider so, dass die Protonenpumepenhemmer nicht wirken. Es besteht der Verdacht, dass es sich um v.a. um Gallereflux handelt und dagegen helfen nun mal keine Protonenpumpenhemmer. Die helfen nur gegen Reflux bedingt v.a. durch Magensäure.

Und hinzu kommt, dass ich nicht die typischen Refluxbeschwerden habe, also meistens kein Speiseröhrenbrennen bzw. Brustbrennen.

Ganz am Anfang vor 6 Jahren hatte ich ein paar Monate diese typischen Beschwerden.

Ich habe nachts während des Schlafens massive Beschwerden. Immer, wenn ich schlafe wache ich nachts auf mit starkem Halsbrennen, muss dann oft stark Husten und es bleibt mir die Luft weg. Dann stehe ich auf und merke richtig wie etwas zurückfließt.

Diese Form des Refluxes nennt sich stiller Reflux oder auch laryngophagealer bzw. extraösophagealer Reflux.

Das Einzige, was bisher half war so eine Alginat-Präparat, das hielt es mechanisch durch Schaumbildung im Magen die Gallensäure davon ab hochzusteigen, allerdings max. 2 in wirklich guten Zeiten auch mal 3 Stunden. Dann wache ich auf mit den oben beschriebenen Beschwerden und ich muss wieder dieses Alginatpräparat nehmen. Das hält dann wiederum max 2 Stunden.

Diese Gallensäureattacken sind v.a. zwischen 5 und 7 Uhr morgens nch stärker als nachts.

Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. Ich hatte schon viele Kehlkopfentzündungen. Das Gewebe unter dem Kehlkopf (Hypopharynx) ist immer geschwollen. Der Zungengrund ist auch immer angeschwollen.

Meistens nehmen diese Beschwerden 4 Monate im Jahr so zu, dass es unerträglich wird. Es nimmt dann almählich zu und dann sind die Beschwerden so 2 . 3 Monate so stark, dass ich kaum mehr als 2 - 3 Stundentäglich schlafen kann.

Und wie gesagt, diese Beschwerden verschlimmern sich von Jahr zu Jahr.

Diese Gallensäureattacken betreffen v.a. die linke Halsseite und die linke Nasenöffnung.

Dieses Jahr, seit ca einem Monat ist es so schlimm, dass ich 6 Esslöffel dieses Alginatspräparats nehme und es hilft kaum, habe bisher nachts immer 4 Esslöffel genommen.

Ich schlafe seit ca 3 Wochen nicht mehr als 2 - 3 Stunden am Tag und die nicht mal am Stück.

Die linke Nasenöffnung schmerzt sehr und ist total trocken und blutig. Der Hals tut sehr weh und ist stark verschleimt, wie gesagt v.a. links.

Hinzu kommt, dass jetzt, seit ca. 2 Wochen, sogar der vordere Gaumen und die Zunge brennt. Das hatte ich bisher nicht. Und ich habe so ab 14 Uhr den Eindruck, dass Dämpfe hochsteigen und ich deshalb dieses Zungenbrennen und Gaumenbrennen habe.

Bisher, also die letzten 5 Jahre, hatte ich ja nur nachts, während des Schlafs Beschwerden.

Ich habe auch schon alles probiert. Ich schlafe vom Kopfende her 20 cm erhöht, esse alles nur gedünstet, ungewürzt, kleine Mahlzeiten, trinke nur stilles Wasser und habe auch schon alle möglichen Tees ausprobiert.

Ich rauche und trinke keinen Alkohol.

Ich versuche schwimmen zu gehen. Das schaffe ich zur Zeit nicht, weil bei nur 2 - 3 Stunden täglich und ide nicht mal am Stück, ich zu schwach dafür bin.

Ich weiß auch nicht weiter und trage mich deshalb mit dem Gedanken, mich operieren zu lassen.

Deshalb habe ich mich eingehend über die Voraussetzungen dieser OP informiert und es ist tatsächlich so, dass eine der Voraussetzungen ist, dass die PPis gut helfen. Das ist ja bei mir nicht der Fall.

Ich leide ja unter diesem beschriebenen stillen Reflux, der v.a. den Hals, die Nase und auch die Lungen angreift und zu Asthma führen kann und wahrscheinlich vor allem durch Gallensäure verursacht wird.

Beschwerden in der Speiseröhre habe ich nicht oder nur sehr selten.

Nun bin ich natürlich ziemlich ratos. Medikamente helfen mir nicht. Es wird immer nur schlimmer und diese Fundoplikatio hat bei meiner Form des Refluxes wenig Aussicht auf Erfolg.

Ein Arzt hat mir nun empfohlen den Wirkstoff Colestyramin oder den Wirkstoff Baclofen zu probieren.

Hat jemand Erfahrung damit?

Bin für jeden Tipp dankbar.

Es wäre schön, wenn dieser Thread wieder aufleben würde. Wir könnten uns so gegenseitig stützen und helfen, in dem wir Erfahrungen und Tipps austauschen.

Ich wünsche Euch nur das Beste und hoffe auf regen Austausch.

Alles Liebe

Annalinna

Gusa
noch neu hier
Beiträge: 1
Registriert: 14.01.20, 21:13

Re: probleme nach fundoplikatio

Beitrag von Gusa »

Hallo Annalina,
wie geht es dir denn heute?
Jetzt habe ich das grosse Los gezogen und genau die gleichen Beschwerden, wie du sie beschreibst. Ich habe so starke Schmerzen durch den Gallenreflux in Gasform.
Mich würde sehr interessieren, wie es bei dir weitergegeben ist?
Es wäre sehr schön, wenn du antwortest. Dann würdest du mir sehr helfen.
Lg Gundi

Antworten