Operation (Peeling) ratsam? Gliose rechts: Verschleiertes Sehen mit leichten Verzerrungen!

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Pekop
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Operation (Peeling) ratsam? Gliose rechts: Verschleiertes Sehen mit leichten Verzerrungen!

Beitrag von Pekop »

Anfang 2023 bemerkte ich erstmals Probleme mit dem rechten Auge.
Zuerst habe ich gedacht, dass das Brillenglas verschmutzt oder die Gleitsichtbrille verbogen ist.
Vor allen Dingen morgens hatte (und habe ich noch) das Gefühl, als ob mein rechtes Auge leicht verklebt ist.

Die Beeinträchtigungen sind:
* milchiges, verschleiertes Sehen, so als ob ich durch eine Folie schaue
* leichte Verzerrungen waagerechter Linien
Das verschleierte Sehen beeinträchtigt mich wesentlich mehr als die leichten Verzerrungen!
Eigenartigerweise funktioniert das Nahe-Sehen (auch ohne Brille) noch sehr gut und ich habe hier nicht das Problem mit dem Schleier.
Unterschiedliche Lichtverhältnisse haben starken Einfluss auf die gefühlte Stärke der Beeinträchtigungen:
Manchmal bemerkte ich den Schleier kaum, zeitweise ist es sehr störend.

Später stellte sich heraus, dass eine epiretinale Gliose vorhanden ist.
Gleichzeitig stellte die Augenärztin eine Trübung beider Linsen fest.
In der Hoffnung (aufgrund der von der Augenärztin geweckten Erwartung), dass es zu einer Milderung des verschleierten Sehens führt, wurde eine Katarakt-OP am rechten Auge durchgeführt.
Die OP hat allerdings keinerlei Verbesserungen gebracht.
(Tritt nach der OP manchmal auf: je nach Lichteinfall sehe ich einen hellen Kreis, beim schnellen Öffnen des Auges eine immer gleichartige zackige Linie, im rechten Augenwinkel Lichtflimmern wie von einer Kerze)
Daher wurde ich an das Klinikum Aachen verwiesen.

Eines ist mir wichtig anzumerken: sowohl bei der Augenärztin als auch im Klinikum fühle ich mich sehr gut beraten.

Dennoch interessieren mich natürlich weitere Meinungen zu folgenden Fragen:
* Die Gliose wurde bisher immer eher mit den Verzerrungen in Verbindung gebracht. Kann sie auch der Grund für das verschleierte Sehen sein?
* Gibt es einen Zeitpunkt (vielleicht abhängig von der Dicke der Ablagerung), ab dem die Gliose nicht mehr operierte werden kann?
* Ich habe gelesen, dass als Folge der OP (Peeling) eine Trübung der Linse eintreten kann. Ist das auch bei künstlichen Linsen möglich, da am Auge schon eine Katarakt-OP durchgeführt wurde.
* Wie sind die Chancen und Risiken einer solchen OP?
* Welche weiteren Kriterien sollte man bei der Entscheidung für oder gegen eine OP beachten, nach denen ich aus Unwissenheit hier nicht gefragt habe?

Ich bedanke ich schon jetzt für alle hilfreichen und unterstützenden Antworten!
hilda
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Re: Operation (Peeling) ratsam? Gliose rechts: Verschleiertes Sehen mit leichten Verzerrungen!

Beitrag von hilda »

Ich kann nur etwas berichten : Eine Freundin hatte so eine Gliose auf beiden Augen. Die OP beseitigte die Symptome. Sie wurde in Vollnarkose operiert. Etwa 6 Monate nach der OP war sie auf dem jeweils operierten Auge blind . Das ist normal.
Feuerblick
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Re: Operation (Peeling) ratsam? Gliose rechts: Verschleiertes Sehen mit leichten Verzerrungen!

Beitrag von Feuerblick »

hilda hat geschrieben: 26.02.24, 23:31 Ich kann nur etwas berichten : Eine Freundin hatte so eine Gliose auf beiden Augen. Die OP beseitigte die Symptome. Sie wurde in Vollnarkose operiert. Etwa 6 Monate nach der OP war sie auf dem jeweils operierten Auge blind . Das ist normal.
Wieso sollte es normal sein, sechs Monate lang auf dem operierten Auge „blind“ zu sein? Diese Aussage entbehrt wirklich jeglicher Grundlage. Wir reden hier, falls Gas in das Auge eingefüllt wurde (nach Entfernung des Glaskörpers, wie es für die Operation einer Gliose notwendig ist, braucht es einen „Platzhalter“, das ist oft ein bestimmtes Gas), von einigen Tagen bis wenigen Wochen (max. 2-3), in denen man physikalisch bedingt auf dem operierten Auge schlechter sieht. Nicht von Monaten.

Was die Fragen angeht:
Die letztendliche Entscheidung darüber, ob und wann man eine Gliose operiert, müssen behandelnder Arzt und Patient zusammen treffen. Da spielen viele Dinge hinein. Alleine die Veränderungen im OCT zu sehen, reicht nicht. Wichtiger ist, wie sehr der Patient sich gestört fühlt und ob die Sehschärfe beeinträchtigt ist. Normalerweise stört die Gliose irgendwann so sehr, dass der Patient von selbst operiert werden möchte. Das ist in aller Regel deutlich bevor die Gliose „zu dick“ wird.

Eine Kunstlinse wird bei der OP nicht eintrüben.

Das milchige verschleierte Sehen am Morgen würde ich ja eher im Bereich der Hornhaut begründet sehen. Alternativ kann es ein Tränenfilmproblem sein, wenn das Auge auch noch verklebt ist. Hat sich der Augenarzt dazu mal geäußert?

Die verzerrten Linien hingegen sind sicherlich der Gliose geschuldet.

Was die Notwendigkeit, Risiken und Nebenwirkungen einer OP angeht, sollten Sie mit dem behandelnden Augenarzt sprechen. Der/die kennt ihre Augen und den Befund. Das über das Internet zu besprechen, ist ein bisschen Kaffeesatzlesen.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
Pekop
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Re: Operation (Peeling) ratsam? Gliose rechts: Verschleiertes Sehen mit leichten Verzerrungen!

Beitrag von Pekop »

Vielenn Dank für Eure Antworten und Hinweise!

Der behandelnde Arzt hatte mich schon darauf hingewiesen, dass ich für eine gewisse Zeit mit dem operierten Auge schlechter sehen werde.
Damit habe ich aber kein Problem, wenn es denn danach besser wird.

Das milchig verschleierte Sehen ist zwar morgens am stärksten, es ist aber immer vorhanden (habe ich vielleicht undeutlich beschrieben).
Die Stärke der Beinträchtigung ist aber von den jeweiligen Lichtverhältnissen abhängig.

Es wurden keine Probleme an der Hornhaut festgestellt, beide Augen sind allerdings laut Arzt sehr trocken.
Augentropfen (Tränenersatzflüssigkeit) mindern zwar das Gefühl der Trockenheit und des verklebten Auges, sie haben aber keinen Einfluss auf das verschleierte Sehen.

Die verzerrten Linien stören mich kaum, dafür würde ich keine OP riskieren.

Das milchige verschleierte Sehen stört mittlerweile aber doch sehr stark.
Zunächst bestand die Hoffnung, dass das verschleierte Sehen durch eine (bereits im November 2023 durchgeführte) Katarakt-OP gemildert werden könnte.
Leider ohne Erfolg.
Definitive Ursachen für das verschleierte Sehen wurden bisher von keinem Arzt genannte.
Die Gliose-OP soll zwar Besserung bei den Verzerrungen bringen, ob die Verschleierungen gemildert werden, ist aber laut Arzt nicht gewährleistet.

Welche anderen Ursachen können denn auch dieses verschleierte Sehen bewirken?
Feuerblick
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Re: Operation (Peeling) ratsam? Gliose rechts: Verschleiertes Sehen mit leichten Verzerrungen!

Beitrag von Feuerblick »

Wenn die Augen sehr trocken sind, dann sehe ich das Problem erstmal beim Tränenfilm. Da helfen (auch wenn es dauert) Lidrandhygiene und regelmäßiges Tropfen (mindestens 5x täglich). Wenn es nach konsequenter Therapie der trockenen Augen auch in ein paar Monaten nicht besser wird, kann man das trockene Auge zumindest als Ursache hintenanstellen.
Ich sehe es aber wie die Augenärztin: Eine Gliose (ohne Ödem) macht verzerrtes Sehen, aber eigentlich kein Schleiersehen.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
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