Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

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LinkesAuge
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Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

Ich habe seit ca. 2 Jahren das Problem, dass nachts meine Tränenflüssigkeit zähflüssig wird. Dadurch wache ich auf, was schon mehrmals zu sehr schmerzhafter Hornhautabschürfung geführt hat. Das Ganze nur auf dem linken Auge. Es dauert nach dem Aufwachen mitten in der Nacht oder am frühen Morgen ca. 1h, bis sich alles wieder beruhigt hat und ich meistens wieder einschlafen kann. In dieser Stunde merke ich regelrecht, dass die Tränenflüssigkeit zäh ist und das Auge schwerer auf und zu geht als sonst, dazu ist das Auge extrem lichtempfindlich und schmerzt. Tagsüber sind beide Augen normal, die Tränen sind dünnflüssig, es gibt keine Schmerzen. Einmal gingen die Schmerzen auch tagsüber nicht mehr weg und ich konnte 2 Tage hintereinander nicht schlafen. Also Notarzt, Verbandslinse, Ruhe für mehrere Wochen.
Ich bin männlich, 54, 88kg, Nichtraucher, Fernbrille, nie Kontaktlinsen, keine mechanische Verletzung des Auges, täglich durchaus massiv Bildschirmarbeit (war nie anders). Ungefähr seit dem ersten Auftreten der Symptome nehme ich Blutdrucksenker. Ein Zusammenhang damit wird aber von allen Ärzten bisher kategorisch ausgeschlossen. Gemerkt habe ich, das der Effekt durch Alkohol verstärkt wird. Abends ein Bier und die Nacht wird ungemütlich. Also seit Anfang diesen Jahres kaum noch Alkohol getrunken. Trotzdem kommt das Problem auch ohne Alkohol immer mal wieder, teils nach mehreren Wochen ohne Beschwerden.
Ich verwende täglich mehrmals Augentropfen mit Hyaluronsäure und nachts eine entsprechende Salbe. Die Salbe scheint den Zeitpunkt des Problemes nach hinten verschieben zu können, und wenn ich es schaffe, bis ca. 7:00 nicht aufzuwachen, ist der Tag gerettet. Oft jedoch wache ich jedoch zwischen 4 und 6 auf und die Dinge nehmen ihren Lauf. Am ehesten ist es zu ertragen, wenn ich vermeiden kann, das Auge zu öffnen und es etwas bei geschlossenen Lidern massiere. Es dauert aber auch hier ca. 1h, bis sich alles normalisiert.
Meine Augenärztin riet mir nun zu einer Laserbehandlung, um die Narbe des Hornhautabriebs zu glätten. Ich bin aber der Meinung, hier sollte man eher die Ursache der zähen Tränenflüssigkeit in der Nacht finden. Sowohl meine Augenärztin als auch die Uniklinik schieben alles beiseite, was ich hier als Begleiterscheinungen geschildert habe: Medikamente, Alkohol, zeitlicher Ablauf. Die schauen sich das Auge an und verscheiben diverse Tropefn und Salben, die mal mehr und mal weniger helfen. Die Tränendrüsen z.B. waren noch nie bei irgendeinem Arzt ein Thema.
Möglicherweise hat hier jemand ähnliche Symptome und kann ein paar Tips geben. Ich bin langsam etwas ratlos.
Feuerblick
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von Feuerblick »

Frage: Hatten Sie vor Beginn dieser nächtlichen Episoden jemals eine Hornhautabschürfung (z.B. durch einen Fingernagel im Auge)? Das, was Sie beschreiben klingt nach dem typischen, lehrbuchmäßigen Verlauf einer rezidivierenden Hornhauterosio. Die hat immer eine Ursprungsverletzung, nach der die oberste Schicht der Hornhaut nicht mehr fest genug mit dem Untergrund verwächst und deshalb bei nachts trockenerem Auge wieder aufreißt. Alternativ kann auch eine Hornhautdystrophie vorliegen, die an diesem Auge Ärger macht. Die Idee mit dem Laser finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich gut. Alternativ könnte man auch mit dem Hockeymesser die oberste Hornhautschicht abtragen…
Dass eine einseitige Störung des Tränenfilms vorliegt, wäre definitiv nicht meine erste Idee. Sie können aber auf jeden Fall mittels Lidrandhygiene (bitte mal suchen, hatte ich hier im Forum irgendwo schon mal ausführlich erklärt) dafür sorgen, dass der Tränenfilm länger auf dem Auge haftet, weil die fettige Phase flüssiger wird. Tränenersatzmittel und Salbe nutzen Sie ja bereits.

Dennoch würde ich Ihnen raten, eine auf Hornhautprobleme spezialisierte Augenklinik aufzusuchen. Die können das Problem einkreisen und im Fall der Fälle auch den Tränenfilm genauer analysieren.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
LinkesAuge
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

Vielen Dank für die Ausführungen. Eine mechanische Ausgangsverletzung kann ich auschliessen, da war nichts. Es ging los mit zeitweiligem Fremdkörpergefühl nach dem Aufstehen, was aber kurze Zeit später verschwand (Das war bin der Zeit, als die Behandlung mit den Blutdrucksenkern losging. Es wurden da verschiedene Mittel probiert). Dann irgendwann kam nachts gegen 4:00 ein spontanes Aufwecken mit dem ersten Einriss und katastrophalen Schmerzen ca. 1h lang. Damals wusste ich nicht, was das zu bedeuten hat und bin gleich zur Augenärztin. Die hat tatsächlich eine Narbe festgestellt. Ich bekam 2 Wochen eine Verbandslinse und die Sache schien bald vergessen. Nach einigenMonaten jedoch kam die Sache aus heiterem Himmel wieder. Das wiederholte sich so mehrmals und gipfelte nach vielen beschwerdefreien Wochen in dem Besuch beim Notarzt. Zwischendurch kam die Erkenntnis, dass Alkohol die Sache verschlimmert, indem die Beschaffenheit der Tränenflüssigkeit nachts gefühlt zäher wird. Wenn so ein "Aufwacherlebnis" stattfand, war es zuerst immer so, dass man merkte, wie in der Stunde nach dem Aufwecken die Traenen immer dünnflüssiger wurden und die Schmerzen damit abklangen. Meisst war das aber rückblickend der Auftakt zu einer neuen Runde: Die Schmerzen kamen öfter, gingen länger.
Ich habe nächste Woche wieder Termin in der Uni-Klinik DD. Mal sehen, was der Prof. da sagt. Das letzte Mal war er verhindert und es wurden nur allerlei Messungen durchgeführt. Mittlwerweile wird das Problem auch wieder zunehmend akut. Der sich ansammelnde Schlafmangel ist auf die Dauer jedenfalls sehr übel.
Feuerblick
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von Feuerblick »

Sprechen Sie ihn (oder seinen Oberarzt) mal auf eine mögliche Hornhautdystrophie an, falls er nicht selbst drauf kommt.
Dass die Tränen bei einem Hornhautoberflächenschaden „flüssiger“ werden (das Auge tränt bei so etwas!), ist nicht ungewöhnlich.
Wie gesagt, ich persönlich würde darauf tippen, dass die Hornhaut das Problem ist und nicht alleine der Tränenfilm.
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LinkesAuge
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

Es ist wohl tatsächlich so, dass der Tränenfilm nicht die einzige Ursache ist, Nachdem es jetzt wiedermal innerhalb von 3 Tagen zur Unerträglichkeit gekommen war, habe ich wieder eine Linse drin. Sofort waren die Schmerzen weg. Am nächsten Morgen war das Auge zwar verklebt, aber es gab kein Problem mehr damit. Die extrem geschwollenen Tränendrüsen sind zwar auch nach Tagen noch deutlich dick, stören aber nicht und gehen langsam zurück. Es muss also wohl doch die wiederholte Aufreibung der vernarbten Stelle an der Hornhaut verhindert werden. Die diesbezügliche Laserbehandlung scheint ja recht vielversprechend zu sein. Dieses ganze Drama alle paar Monate kann so jedenfalls nicht weiter gehen.
Feuerblick
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von Feuerblick »

Sowas in der Art dachte ich mir. Ihre Beschreibungen sind einfach zu klassisch. 8)
Die Laserbehandlung funktioniert oft gut. Insofern würde ich das auch empfehlen, wären Sie mein Patient.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
LinkesAuge
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

So, nun war ich zum 2.Termin in der Uni-Klinik. Dieser war ja laut der Ärztin dort nur angesetzt, da sich der Prof. das Ganze anschauen und dann entscheiden sollte, ob die Laserbehandlung Sinn macht. Wer nicht da war, war der Prof.. Einige andere Patienten fragten auch teilweise sehr verärgert, warum er "schon wieder nicht da sei". Die Schwester gab keine Auskunft. Augen wurden wieder begutachtet und dann eine "Alkohol Abrasion" erwähnt (wenn ich das richtig verstanden habe). Auf meine Frage, warum jetzt das und keinen Laser, wurde gesagt, das sei im Grunde das Gleiche. Nun bin ich ja kein Idiot. Ich habe die Vermutung, der Prof. wird der einzige sein, der diese Laserbehandlung machen kann, und er ist halt - aus welchen Gründen auch immer - momentan nicht da.
Irgendwie fühle ich mich da nicht optimal aufgehoben. Auf jede Detailfrage (mir sind die ganzen Fachbegriffe usw. durch lange eigene Beschäftigung mit der Sache mittlerweile geläufig) kam irgendeine genervte Antwort nach dem Motto "es reicht, wenn wir das wissen!". Die eigentliche Ursache der Trockenheit spielt überhaupt keine Rolle. Meine ganzen Beobachtungen bezüglich des langfristigen Verlaufes der Krankheit sind weitgehend uninteressant (Einfluss Alkohol z.B.). Man will es nicht hören, traut nur den eigenen Instrumenten. Über die Ergebnisse der Tränenuntersuchung auch kein Wort (ich konnte damals gerade so mit einen Blick erhaschen, dass die Länge des Messstreifens links tatsächlich etwas kürzer war).
Ich habe jetzt wieder eine Linse drin, nachdem ich im Urlaub erneut massive Probleme bekam. Der akute Schmerz ist nach dem Einsetzen der Linse sofort weg. Trotzdem wache ich fast jeden Tag gegen 4:00..5:00 durch "Missempfindungen" am linken Auge auf. Das Auge fühlt sich trocken an und die Lider reiben fühlbar darüber. Durch die Linse gibt es keinen Schmerz an der Narbe, aber ich merke deutlich, dass die "Schmierung" des Auges schlecht ist, es reibt halt. Im rechten Auge ist es dagegen ganz normal. 1..2 Stunden nach dem Aufwachen ist es auch links wieder normal. Kein Augenarzt hat bisher in irgendeiner Weise die Tränendrüsen weiter untersucht. Alle sind nur auf die Narbe fixiert. Ich will aber die Ursache der Trockenheit gefunden haben. Nun kann ich auch als PP nicht einen Arzt nach dem anderen aufsuchen. Ich bräuchte einen Tip, wer auf trockene Augen spezialisiert ist und entsprechende Erfahrungen hat. Und einen halbwegs ernst nimmt.
In einem anderen Forum erwähnte jemand mit genau denselben Symptomen und derselben Leidensgeschichte ein "Punctum Plug aus Kollagen", was bei ihm eingesetzt wurde (und sich nach einigen Wochen von selbst auflöst) um einen Tränengang zu verschließen. Damit wird der Tränenabfluss zeitweilig vermindert.
Feuerblick
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von Feuerblick »

Ganz ehrlich? Man könnte ein wenig den Eindruck bekommen, dass Sie unbedingt „Ihre“ Diagnose und Ihre Ideen zu Ihrer Symptomatik abgeklärt haben wollen und nicht bereit sind zu akzeptieren, dass es vielleicht wirklich nicht am Tränenfilm liegt. Könnte es sein, dass Sie sich ein klein wenig darauf versteift haben, dass es am Tränenfilm alleine liegt und an sonst nichts? Meinen Sie nicht, dass Augenärzte durchaus ihren eigenen Augen und ihren Instrumenten trauen sollten? :wink:

Bei rezidivierender Erosio (also immer wiederkehrenden Hornhautdefekten ohne erkennbaren Auslöser) ist letztlich der Trick, das Epithel der Hornhaut (oberste Schicht) einmal abzuschaben, damit es neu nach- und fester bzw. zuverlässiger anwachsen kann.

Punctum Plugs nimmt man, wenn die wässrige Phase des Tränenfilms (der Test mit dem Filterpapier) deutlich (!) zu gering ist. Bei der von Ihnen geschilderten Symptomatik halte ich das aber nicht für das Problem. Selbst wenn (!) der Tränenfilm da mit hineinspielen würde, würde es eher nicht an diesem Teil des Tränenfilms liegen.
Woran man sieht, dass irgendwelche Patientenforen und Dr. Google ziemlich falsche Spuren legen können.

Auf trockenes Auge spezialisiert ist z.B. Düsseldorf oder Köln. Auf Hornhaut spezialisiert könnte ich z.B. Homburg/Saar, Freiburg, Erlangen anbieten (jeweils die Unikliniken). Wenn Sie den zuständigen Professor sehen wollen, müssten Sie einen Termin in der jeweiligen Privatsprechstunde vereinbaren und hinterlegen, dass Sie nur dann kommen, wenn der Professor auch vor Ort ist.
Btw. Auch Professoren können krank werden und derzeit vielleicht so unangenehme Dinge wie Corona haben. Gerade Augenärzte sind jeglichen Erregern doch räumlich sehr, sehr nah. Oder sie haben anderweitige Verpflichtungen, die man nicht vorhersehen konnte. Professoren sind auch nur Menschen. Kein Professor dieser Welt bleibt Terminen einfach aus Mutwillen fern, weil er grade keine Lust hat!

Wenn Sie eine andere Klinik aufsuchen wollen, hätte ich eine Bitte an Sie: Wenn man Ihren Tränenfilm untersucht, Ihre Symptome beurteilt und Ihre Augen mit den „Instrumenten“ anschaut, dann müssen Sie am Ende auch akzeptieren, welche Diagnose und Therapievorschläge man Ihnen anbietet. Sonst können Sie über Jahrzehnte von Arzt zu Arzt gehen und Ihr Problem wird nicht gelöst. Fast immer handelt es sich nämlich bei Hufgetrappel um ein Pferd, nicht um ein Einhorn. :wink:
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

Ich war extra bestellt, damit sich der Professor die Sache persönlich anschaut (3 Wochen später, schon beim ersten Termin war dies eigentlich geplant). Man hätte den Termin auch einfach absagen und verschieben können. So hatte ich das Gefühl, dass jetzt "improvisiert" wird. Die Situation war irgendwie angespannt. Ich würde liebend gern den Ärzten vertrauen, aber letztendlich muss ich ja seitenlang unterschreiben, das dies und dies und dies schiefgehen kann und bin dann quasi selbst dafür verantwortlich, was ich machen lasse und was nicht. Leider ist meine Augenärztin gerade im Urlaub, sodass ich da nicht nachfragen kann. Sie hat mich wegen der Laserbeandlung dorthin geschickt und jetzt soll etwas anderes gemacht werden. Und dass ich den Arzt, der die OP ausführt, gerade mal direkt vor der OP kennenlernen soll, gefällt mir auch nicht besonders.
Ich kann mich durchaus in die Ärzte hineinversetzen, dass diese nicht begeistert sind, wenn Patienten mit ergoogeltem Wissen kommen und möglichwerweise merkwürdige Fragen stellen. Aber die geschilderten Symptome sollten sie schon wenigstens genau anhöhren und berücksichtigen. Die OP mag die Narbe glätten. Was aber, wenn die Ursache dieser Narbe erneut zuschlägt und alles von vorn losgeht? Momentan ist die Abschürfung ausserhalb des Sehbereiches, das kann beim nächsten Mal anders sein. Es waren auch bisher teilweise viele Monate zwischen den einzelnen Vorfällen. Die Sache war teilweise schon fast vergessen, da ging es mit einem Schlag wieder los. Und dafür hätte ich schon gern die Ursache gefunden.
Danke jedenfalls für die Hinweise. Ich werde alles nochmal in Ruhe durchdenken.
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von Feuerblick »

Die OP soll nicht die Narbe glätten, sie soll dafür sorgen, dass das Epithel, das jetzt nur locker aufliegt, aber nicht richtig haftet, wieder neu gebildet wird und fester „anwächst“ (mal laienhaft erklärt). Damit eben die Symptomatik des nächtlichen Aufreißens nicht mehr auftritt.

Ich bin mir sicher, dass man Ihre Schilderungen angehört hat. Aber sie schlagen sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht in den Befunden nieder. Und nur die Befunde zählen für das, was man therapeutisch tun kann. Der Tränenfilm ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das Problem. Wie schon mehrfach erklärt.

Es ist in Augenkliniken völlig normal, dass der Operateur seinen Patienten erst bei der OP kennenlernt. Das liegt an der Organisationsstruktur von Kliniken und funktioniert ohne Probleme. Nur bei ganz, ganz, ganz ungewöhnlichen Befunden (bei Ihnen nicht der Fall) kommt der Operateur schnell aus dem OP in die Sprechstunde und schaut selbst. Ansonsten kann er sich auf Diagnose und Indikation seiner Kollegen verlassen. Und wenn der Operateur, dessen Approbation daran hängt, das kann - meinen Sie nicht, dass Sie das auch können. Vielleicht etwas weniger googeln?

Ich gehe davon aus, dass man derzeit nicht das Personal hat, auch noch die gesamte Chefsprechstunde kurzfristig telefonisch umzubestellen. Sämtliche Praxen und Kliniken laufen derzeit wegen Corona mit der absoluten Rumpftruppe. Da muss man halt Abstriche machen und als Patient Verständnis haben. Wir haben immer noch eine Pandemie und wir haben sehr hohe Inzidenzen - auch in den Kliniken.
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

Das mag stimmen. Im normalen Alltag hat man die Pandemie schon wieder fast verdrängt.
Der Zweck der OP (Lasern) wurde mir tatsächlich so von meiner Ärztin erklärt. Glätten, damit das Lid nicht immer an der Erhebung der Narbe anstößt und diese wieder aufschabt. Die Erkärung mit den verschiedenen Hornhautschichten ist natürlich auch einleuchtend. Möglicherweise sind es diese, die nachts aus verschiedenen Gründen instabil werden. Ich trinke jetzt jedenfalls erstmal abends nur noch Wasser, das scheint dann morgens am wenigsten Probleme zu geben.
LinkesAuge
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Re: Tränenfilm wird nachts zähflüssig und bewirkt Hornhautabschürfung

Beitrag von LinkesAuge »

Wann könnte man denn davon ausgehen, dass das Problem behoben ist? 3 Monate hatte ich ja schon mal komplett Ruhe. Auch jetzt im Moment, als wäre nie was gewesen. Die letzte Schutzlinse ist nach ca. 1 Woche herausgefallen, habe ich zuerst gar nicht gemerkt. Trotzdem, keine Schmerzen, auch kein Gefühl, dass die Tränenflüssigkeit früh zäh wäre.
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