Zu viel Wasser im Auge

Moderator: DMF-Team

Antworten
ANDI88
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 18.07.21, 21:19

Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von ANDI88 »

Guten Abend liebes Forum,

Ich bin ein bisschen verzweifelt und ratlos. Vor 1 Woche musste ich feststellen, dass ich am linken Auge sehr schlecht sehr, kam sehr kurzfristig. Nach sofortiger Vorstellung beim Augenartzt und mehrere Untersuchungen, sagte der Artzt zu mir, bei mir bildet sich zu viel Wasser im Auge und fließt schlecht ab. Er meinte auch, dass es häufiger bei Männer in meinem Alter (33) vorkommt. Er hat mir ein Medikament und 2 Augentropfen verschrieben. Ich nehme es jetzt genau 1 Woche, aber es tritt einfach keine Besserung auf. Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gesammelt?
Feuerblick
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 2565
Registriert: 04.02.05, 00:03

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von Feuerblick »

Ich tippe jetzt mal darauf, dass mit „Wasser“ nicht Tränenflüssigkeit gemeint ist sondern eine Schwellung der Stelle des schärfsten Sehens im Auge?
Wenn dies der Fall ist (dann heißt das Chorioretinopathia centralis serosa), dann müssen Sie mit deutlich längerer Zeit bis zur Rückbildung rechnen, d.h. mit mehreren Wochen bis Monaten. Da hilft nur Abwarten und ruhig bleiben.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
Brigitte Goretzky
DMF-Moderator
Beiträge: 3615
Registriert: 26.08.06, 21:00
Wohnort: Kohlenpott

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von Brigitte Goretzky »

Hallo Feuerblick,

würde man die Chorioretinopathia centralis serosa denn mit Augentropfen behandeln? Ich gestehe, bei der Beschreibung des TE kam mir spontan ein Glaukom in den Sinn, auch wenn die Symptome nicht hundertproentig passen.

Viele Grüße
B. Goretzky
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...
ANDI88
Topicstarter
noch neu hier
Beiträge: 2
Registriert: 18.07.21, 21:19

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von ANDI88 »

Hallo Feuerblick,

Vielen Dank für deine Antwort. Ich war heute nochmals beim Augenartzt und die Diagnose lautet: Chorioretinopathia centralis serosa (CRCS). Der Doktor hat mich sofort in ein Uniklinikum verwiesen, mit der Bitte um Durchführung einer FLA und ALK Quellpunkt. Weiß jemand, was mich da erwartet?
Humungus
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 5127
Registriert: 10.09.07, 14:30

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von Humungus »

Als erstes, lieber TE: warum ziehen Sie es vor von wildfremden Menschen im Internet beraten zu werden und nicht von Ihrem Augenarzt?

Eine RCS betrifft typischerweise junge Männer mit Stress (beruflich oder privat). Verzerrtsehen, schlechte Farben zentral, Sehstörung, die schwankt. Therapieversuche sind in erster Linie Nixtun und Stressvermeidung. Man hat mit NSAR in Tropfen- und Tablettenform sowie mit Azetazolamid zur Entwässerung und mit Steroiden experimentiert. Bei lokaler Leckage ("Quellpunkt", in der FLA "Rauchfahnenphänomen") ist eine lokale Laserkoagulation mäglich. Weitere Therapieversuche: PDT und evtl. IVOM.

Das Ansprechen auf eine Tropftherapie kann dauern, ich sehe die Patienten nach ca. 3 Wochen wieder. Aber: der Stress muss weg!

PS: bei einer FLA wird ein gelber Farbstoff in eine Vene injiziert und die Netzhaut dann fotografiert. Nebenwirkungen sind sehr gering, in extrem seltenen Fällen (ca. 1:20000) schwere allergische Reaktionen.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Feuerblick
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 2565
Registriert: 04.02.05, 00:03

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von Feuerblick »

Brigitte Goretzky hat geschrieben: 19.07.21, 20:03 Hallo Feuerblick,

würde man die Chorioretinopathia centralis serosa denn mit Augentropfen behandeln? Ich gestehe, bei der Beschreibung des TE kam mir spontan ein Glaukom in den Sinn, auch wenn die Symptome nicht hundertproentig passen.

Viele Grüße
B. Goretzky
Die Schilderung war ziemlich lehrbuchhaft. Jung, männlich, akute Visusminderung, „Wasser im Auge“, zwei Tropfensorten, eine systemische Medikation. Das ist klassischerweise immer noch die Ersttherapie einer CCS. Hat man jahrzehntelang so gemacht. Inzwischen wird aber eher Abwarten und Kontrollieren empfohlen. Bei fehlender Rückbildung Laserkoagulation (möglichst Mikropuls o.ä.) und/oder PDT und falls es Neovaskularisationen gibt, VEGF-Hemmer als intravitreale Injektion. Letzteres aber wirklich in ausgewählten Fällen.
Ups, Humungus Posting glatt überlesen. Sorry!
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
Brigitte Goretzky
DMF-Moderator
Beiträge: 3615
Registriert: 26.08.06, 21:00
Wohnort: Kohlenpott

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von Brigitte Goretzky »

Feuerblick hat geschrieben: 20.07.21, 18:17 Ups, Humungus Posting glatt überlesen. Sorry!
:D :D
Macht nichts. Lieber zweimal als keinmal, daher Danke an Feuerblick und Humungus. :daumenhoch
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...
Humungus
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied
Beiträge: 5127
Registriert: 10.09.07, 14:30

Re: Zu viel Wasser im Auge

Beitrag von Humungus »

Brigitte Goretzky hat geschrieben: 20.07.21, 18:46Macht nichts. Lieber zweimal als keinmal, daher Danke an Feuerblick und Humungus. :daumenhoch
"Herr Doktor, jeder übersieht mich!"
"Der Nächste, bitte!"
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Antworten