DMEK bei Glaukomschaden

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Bessi
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DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Bessi »

Ist es möglich und hat es überhaupt einen sinn die DMEK durchführen zu lassen? In der Klinik wie auch bei denn Augenarzt vor ort bekommt man keine richtige Antwort

Diagnose beideseits Pseudophakie, zustand YAG Kapsulotomie 2017 Fuchs Endothel Dstrophie
RA: zustand Toxochoriorentinis.

Befunde und Verlauf
Endothelzellen R/L nicht messbar
Pentacam dünnste Stelle: R)549 Zellen/mm² /L)541 Zellen/mm²
Vordere Augenabschnitt R)Cornea guttata, Pseudophakie, Hinterkapsellücke /L) Cornea guttata, Pseudophakie, Hinterkapsellücke
Fundus(in Mydriasis)
R)Einblick reduziert, Papille CDR 0,9, Netzhaut mit chorioretinaler Narbe nasenwärts der Papille /L Einblick reduziert Papille a.e. CDR 0,9 und Makula schwer zu beurteilen

Bemerkungen: Der Visus ist nicht allein durch die Hornhaut zu erklären, a.e.zusätzlicher Glaukomschaden Zusätzlich zeigt sich eine Toxo-chorioldilis Narbe am rechten Auge. Eine DMEK L stat in Narkose ist mit reduzierter Visusprognose dennoch möglich.

Jetzt meine bemerkung und frage wie sehen hier die experten das ganze. Wir haben dann hier vor ort wo wir wohnen noch mal die Augenarztpraxis aufgesucht um mehr zu erfahren vor allem was das Glaukom betrift ob es deshalb die reduzierte Visusprognose wäre und vor allem wie stark am ende reduziert wäre, denn wenn das wirklich so ist frage ich mich ob es überhaupt sinn hat.

Er ist leicht Dement und einfach wird es nach der OP auch nicht da danach sehr lange getropt ins auge sein muss und er vergist sich und ist auch nciht konzekvent dabei mich läst er nicht machen.
Habe so manche berichte von betrofenen gelesen und das macht mir doch angst ob das was bringt da nicht bei allen das ganze gut abläuft, andereseits macht es mir auch angst und sorge wenn er ganz erblindet
Humungus
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Humungus »

1. Ein Patient, bei dem zu befürchten ist, dass er die postoperative Therapie nicht konsequent mitmacht, sollte nicht operiert werden. Man handelt sich nur potentiellen Ärger ein.
2. Man erblindet wesentlich wahrscheinlicher durch ein Glaukom als durch eine Hornhauterkrankung. Insbesondere bei randständiger Papille ist eher da der Hase im Pfeffer begraben. Übrigens ist auch da eine KONSEQUENTE THERAPIE unbedingt erforderlich.

Eine Einzelfallbeurteilung ist hier nicht möglich, denn es kommt sehr auf den Befund an. Sind die Glaukomschäden gering, die Hornhautschäden groß - OP. Ist es umgekehrt - keine OP.
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Feuerblick
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Feuerblick »

Die Frage ist doch auch, wie der Visus aktuell ist, wie er früher war (vor Verschlechterung der Hornhaut) und vor allem, ob und wie sehr sich der Patient gestört fühlt.
Außerdem würde ich mich als Augenarzt zunächst einmal fragen, ob bei diesem Papillenbefund die Glaukom-Medikamente überhaupt regelmäßig getropft werden und ob der Augendruck in Ordnung ist.
Und wenn ich sicher wäre, dass der Patient wirklich von einer OP profitiert (d.h. wenn die Sehschärfe deutlich besser würde,), der Augeninnendruck bzw. das Glaukom gut behandelt ist und postoperativ sichergestellt wäre, dass Nachbehandlung und Nachsorge gut ablaufen, DANN würde ich über eine OP nachdenken.
So insgesamt klingt das, was wir an Informationen hier haben, eher nicht nach so einem Fall.
Bitte stellen Sie Ihre Fragen nur, wenn Sie die Antwort auch wirklich wissen wollen und nicht Dr. Google vorziehen. ;-)
Bessi
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Bessi »

Herzlichen Dank Humungus,

Denn Befund habe ich mit meinen anfangspost von dem Arztbrief abgeschrieben. Das Problem ist das wir mehr oder wenige dazu gedrungen werden zumindest mein Mann weil die Ärzte in der Klinik wo es gemacht sein soll meinen das er erblinden tut. Hier vor ort waren wir wiederum in der gleiche Praxis die uns letzten Herbst zu der Klinik überwiesen hatten die das machen. Als ich auf das Glaukom die Ärztin ansprach und gefragt hatte ob ich richtig verstanden habe das er auch Glaukom hätte sagte sie nur ja es ist trüber mehr aber nicht. Das was wir eigentlich wissen wollten schwieg sie darüber, und gab wieder einen neue Überweisung zu der Klinik wo wir im Herbst schon waren und dort diese OP gemacht werden soll. Ich und mein Mann möchten aber viel mehr über erfolg und sinnhaftigkeit vor der strationäre aufnahme wissen und nicht erst wenn er aufgenomen wird. Ja und das ist eben leider fast unmöglich. Anstatt uns aufzuklären sagte man uns sie kriegen einen Brief das war alles bei der ersten vorstellung

Auch in diese Klinik konnten wir nichts desgleichen erfahren. Ich finde es nicht in ordnung mir ist zwar bewusst das die Ärzte sehr unter strom stehen auf grund diese Pandemie aber bei so ene OP die sie da machen wollen müsste der Patient grundsätzlich mehr aufgeklärt werden in unserem fall ich als Ehefrau auch. Mir beschleicht hier ein verdacht das man nur noch auf die OP aufgedrängt wird. Auch bei meine Mutter ist in der gleiche Praxis sie ist 90 und wird wegen Glaukom OP mehr oder weniger immer wieder angesprochen es machen zu lassen. Leider gibt es hier keine andere Praxis wo nur ein Augenarzt alleine praktiziert, in der Praxis da wo wir sind, sind 8 Ärztinen und ein mänliche Kollege, diese Gemeindschafpraxen sind doch schrecklich denn jedes mal wenn wir dort sind kommt man zum anderen rein, wie soll man da ein vetrauensverhältnis aufbauen

Noch mal zu Ihre Antwort "Insbesondere bei randständiger Papille ist eher da der Hase im Pfeffer begraben." heisst das, das diese Hornhauterkrankung nur am rander der Pappille ist oder wie muss ich das verstehen? oder hat es mit dem Glaukom was zu tun

Was ich noch nicht von dem Brief hier abgeschriben habe ist
RA: sc=0.1 , cc(-2,25/-1,25/112°)=0,3 Tensio=12mmHg
LA: sc=0,08 ,cc(-2,5/-1,75/66°)=0,1 Tensio=14mmHg
Bessi
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Bessi »

Feuerblick hat geschrieben: 03.05.21, 18:04 Die Frage ist doch auch, wie der Visus aktuell ist, wie er früher war (vor Verschlechterung der Hornhaut) und vor allem, ob und wie sehr sich der Patient gestört fühlt.
Außerdem würde ich mich als Augenarzt zunächst einmal fragen, ob bei diesem Papillenbefund die Glaukom-Medikamente überhaupt regelmäßig getropft werden und ob der Augendruck in Ordnung ist.
Und wenn ich sicher wäre, dass der Patient wirklich von einer OP profitiert (d.h. wenn die Sehschärfe deutlich besser würde,), der Augeninnendruck bzw. das Glaukom gut behandelt ist und postoperativ sichergestellt wäre, dass Nachbehandlung und Nachsorge gut ablaufen, DANN würde ich über eine OP nachdenken.
So insgesamt klingt das, was wir an Informationen hier haben, eher nicht nach so einem Fall.
Danke Herzlich Feuerblick
Mein Mann ist nie wegen dem Glaukom behandelt worden, der Visus ist schon relativ schlecht vor 30 jahren gewesen, ob der Augendruck in ordnung ist weiss ich nicht. Wie er im moment sieht nun bei nahen objekten vor allem Lesen sieht er schlecht sehr schlecht in der ferne kann er relativ gut sehen Brillenträger war er schon als Kind. Als wir uns kennengelernt hatten vor 36 jahren, hatte er recht dicke Brillengläser auch seine Mutter konnte schlecht sehen und auch dicke brillengläser. 2017 hatte er die Kunstlinsen bekommen, die nur eine kurze zeit eine besserung brachten. Ich errinere mich nur so vor 3 jahren war er mal bei denn Augenarzt gewesen zu kontrole und sprach nur das er operiert werden sollte aber nicht was sie machen wollten und allgemein was sache ist, ich fragte nur ob sie wieder eine neue kunstlinse tauschen wollten und er sagte ja, darauf sagte ich da die ersten nichts auf dauer brachten warum wieder. Letztes jahr im frühjahr sind wir dann gemeinsam hin weil er auch denn weg nicht mehr findet und ich wollte vor allem wissen was da so mit denn Augen sei, und so erfuhr ich das eben was vor 3 Jahren er gesagt bekommen hat, das man damals schon von der DMEK OP die rede war.
Wir kommen aus Mittelhessen, da ich keinen vertrauen zu denn Ärzten in diese Gemeinschaftspraxis habe denn wie wenn man jedesmal einE andere Ärztin zu gesicht bekommt und mehr oder weniger bedrängt wird diese OP durchführen zu lassen. Das ist auch der grund warum ich hier mein anliegen vortrug
Feuerblick
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Feuerblick »

Es gibt ja noch mehr Augenkliniken hierzulande, die sich mit Hornhäuten auskennen und die sich auch nicht zu fein sind, die Leute vernünftig über Pro und Contra aufzuklären. In der Praxis kann es gut sein, dass sich die dortigen Ärzte einfach mit solchen komplexen Fällen nicht gut genug auskennen, um sinnvoll zu beraten.
Sie können also genauso gut eine andere Augenklinik aufsuchen und sich dort beraten lassen. Das wäre mit ein bisschen mehr Fahrerei verbunden, aber es könnte sich lohnen.
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Bessi
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Bessi »

Daran dachte ich auch schon, das problem ist jetzt aber die Pandemie wir sind beide noch nicht geimpft er einmal und ich erst nächste Woche. Nicht nur die Pandemie ist es was uns Probleme bereitet wo könnte besser gesagt in welche Klinik die nicht zu weit ist. Ich lass mal hier http://dmekpatientenforum.xobor.de/f2-D ... forum.html über erfahrungen der Patienten die sich auch diese OP unterzogen ließen und einige fühlten sich gut afgehoben da was beratung betrift.
Feuerblick
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Feuerblick »

Naja, auf ein paar Wochen kommt es nun auch nicht mehr an. Besser eine zweite Meinung einholen als nachher mit schlechtem Bauchgefühl einer OP zustimmen.

Ich muss zugeben, dass mich persönlich am meisten der Glaukomschaden stört bei einem Glaukom, das offensichtlich nicht mal therapiert wird. Dem würde ich persönlich erst einmal nachgehen.

Wir können hier nicht beurteilen, wie der Befund wirklich aussieht und inwiefern wir in diesem speziellen Fall operieren würden. Die harten Fakten: Ja, sicher, die Hornhaut kann man mittels DMEK „schöner“ machen. Aber ob man es muss und ob es wirklich effektiv zu besserem Sehen führt und Lesen wieder möglich wird, das kann man auf die Entfernung nicht sagen.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich in der Klinik nochmal genau auseinandersetzen, was man sich von der OP verspricht oder sie lassen sich eine zweite Meinung geben.
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Bessi
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Re: DMEK bei Glaukomschaden

Beitrag von Bessi »

Feuerblick, eben das Glaukom was mir Kopf zebrechen bereitet hat als ich denn Brief von der Klinik gelesen habe. Daher auch hier noch mal vor ort die Praxis aufgesucht um genaue darüber zu erfahren im enddefekt nichts da diese Ärztin sich darüber garnicht äussern wollte als ich speziel sie fragte ob dieses sinn hat wenn er einen Glaukom auch noch hat. Zugegeben sie war extrem im zeitdruck und das störte mich auch da es in diese Praxis fast immer so zugeht. Was ich da nicht ganz begreifen kann warum man keine Behandlung bei ihm wegen dem Glaukom schon vor jahren nicht angefangen hat, so wie sie und @Humungus meinen.
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