Korrigiertes Auge plötzlich 2dpt schlechter als normal ?

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MarcoW75
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Korrigiertes Auge plötzlich 2dpt schlechter als normal ?

Beitrag von MarcoW75 »

Hallo,
bisher brauchte ich nur auf dem rechten Auge eine Sehhilfe, dort hatte ich -4,25dpt. Das linke Auge war ok. Da ich von Brillen immer Kopfschmerzen bekam, hab ich die Dinger schon als Kind nicht gerne aufgesetzt und bin schon mit 16 auf Kontaktlinsen umgestiegen. Soweit,sogut. Bisher habe ich die Kontaktlinsen mit -4,25dpt immer als ausreichend angesehen. Lediglich vor 2 Jahren hab ich mal gemerkt, dass da noch etwas mehr Schärfe möglich ist, als ich mal irrtümlich welche mit -4,75dpt geordert hatte. Sprich: auf sehr weite Entfernungen (>500m) konnte ich mit -4,75 noch besser kucken als mit -4,25dpt. Ich bin aber trotzdem zur alten Stärke gewechselt, da ich mit -4,75dpt zwar auf die Ferne sehr gut sehen konnte, mir das Fokussieren auf nahe Objekte (alles was näher als Armlänge war) aber deutliche Mühe machte.
Nun, inwischen bin ich 45 und ich merke,dass auch das bislang gesunde Auge auf weite Entfernungen (>300m) langsam nachlässt. Doch nun war ich mal beim Optiker und hab einen Sehtest gemacht. Ergebnis: das bisher gesunde Auge hat eigentlich -1dpt und das, welches bisher -4,25dpt hatte, hat laut heutiger Messung angeblich -6,25dpt. Kann das sein, wenn der Seheindruck bei -4,75dpt schon ein perfekt scharfes Bild liefert ?
Insbesondere gibt es mir zu denken, dass die Optikerin sagte, es kann sein, dass ich bei Kontaktlinsen mit -6,25dpt zusätzlich eine Lesebrille für die Nähe brauche..aber wie soll das gehen,wenn ein zu großer Unterschied zum anderen Auge schon damals für ständige Kopfschmerzen sorgte ?
Humungus
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Re: Korrigiertes Auge plötzlich 2dpt schlechter als normal ?

Beitrag von Humungus »

Gehen Sie erst einmal zu einem Augenarzt und lessen Sie untersuchen, ob die Refraktion stimmt und welche Ursache es für die Änderung der Brillenwerte gibt.

Ein Unterschied beider Augen, der mit Kontaktlinsen ausgeglichen wird, ist weg, daran ändert auch die Lesebrille nichts mehr. Der Vollausgleich mit einer "normalen" Brille (also ohne Kontaktlinsen) könnte schwierig werden.
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MarcoW75
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Re: Korrigiertes Auge plötzlich 2dpt schlechter als normal ?

Beitrag von MarcoW75 »

Was mich an der Sache irritiert, ist nicht mal das linke Auge (das bisher weitestgehend gesund war), sondern das, wo ich bislang die Kontaktlinse getragen habe,d.h. das rechte Auge . Dass ich die bisher genutzen -4,25dpt als ok betrachtet habe, habe ich ja bereits geschrieben. Ebenso, dass ich den Eindruck habe, dass die Sehschärfe auf größere Entfernung bei einer Linse mit -4,75dpt noch etwas besser war, aber sich aber stattdessen im Nahbereich negativ auswirkte. Es ist nur irgendwie merkwürdig, dass dieses Auge laut Messung sogar -6,25dpt haben soll....müsste ich das nicht beim Tragen der bisherigen (dann ja viel zu schwachen) Linsen nicht eigentlich merken ?
Humungus
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Re: Korrigiertes Auge plötzlich 2dpt schlechter als normal ?

Beitrag von Humungus »

Normalerweise ja. Aber da kommt es ja schon: war das nur ein Messfehler? Eine vorübergehende Schwankung? Haben Sie akkomodiert wie der Teufel? Man sollte das klären.
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Barnie Geröllheimer
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Re: Korrigiertes Auge plötzlich 2dpt schlechter als normal ?

Beitrag von Barnie Geröllheimer »

@Marco
Kontaktlinsen sind bei Ihrer Stärkendifferenz R/L auf jeden Fall das bessere Korrektionsmittel als eine Brille. Leider kann/sollte man Kontaktlinsen nicht permanent tragen, zumal man keine vernünftige Nahsicht damit erreichen kann. Es sollte also auf jeden Fall für Notfälle eine Brille vorhanden sein. Eine Lesebrille (zusätzlich zu den Kontaktlinsen) braucht man ab Mitte 40 sowieso.

Sofern Sie beabsichtigen, sich eine Multifokalbrille zuzulegen, achten Sie bitte darauf, dass die gewählte Fassung so nah wie nur möglich am Auge getragen werden kann (minimaler HSA), die Stärke des Glases dann auch für diesen minimalen Abstand ermittelt wurde und dass man Ihnen ein sog. Höhenausgleichsprisma einbaut, sonst dürften Sie Doppelbilder haben.
Ich gehe davon aus, dass die Kopfschmerzen aus der Vergangenheit mit binokularen Störungen wegen unterschiedlicher Netzhautbildgrößen entstanden sind. Umso wichtiger ist, dass Sie sich jetzt einen bemühten Berater wählen und lieber zum Hans statt zum Hänschen gehen.
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