Heterophorie - Werte im Befundbericht

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wsunter
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Heterophorie - Werte im Befundbericht

Beitrag von wsunter » 06.08.19, 17:57

Hallo, anbei ein Auszug aus dem Befundbericht, der 2010 verfasst worden war...
bei mir ist letztes Jahr (2018) eine sehr starke Heterophorie diagnostiziert worden: 8 SeitenPrismen in der Ferne (5m) und 16 SeitenPrismen in der Nähe (in beiden Entfernungen mit 2 Höhenprismen).
Auf dem Bericht von 2010 steht nun 'F: 0pdpt N:0pdpt'...heißt das damals habe ich gar nicht geschielt??

Was bedeuten die anderen Werte, die unter MDR-Meß, Primärstell. und Vertikaldivergenz stehen??

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Feuerblick
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Re: Heterophorie - Werte im Befundbericht

Beitrag von Feuerblick » 07.08.19, 16:42

Naja, eine sehr starke Heterophorie ist das ja nun nicht... Wissen Sie zufällig, ob Sie latent nach außen oder nach innen schielen? Wie auch immer... 4 Grad in der Ferne und 8 Grad in der Nähe sind von „sehr stark“ noch weit entfernt. Von wem stammt diese Einschätzung? Wer hat diese Werte gemessen und unter welchen Bedingungen? Gibts das Ganze schriftlich?

Wer hat Sie in 2010 untersucht? Wenn es wirklich ein alternierender Prismen-Covertest war, dann hat man in 2010 noch keine Heterophorie gesehen, wobei die weiteren Messwerte ja schon für eine leichte Exophorie (also ein latentes Außenschielen) sprechen.

wsunter
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Re: Heterophorie - Werte im Befundbericht

Beitrag von wsunter » 11.08.19, 20:42

Feuerblick hat geschrieben:
07.08.19, 16:42
Wissen Sie zufällig, ob Sie latent nach außen oder nach innen schielen?
Von wem stammt diese Einschätzung?
Wer hat diese Werte gemessen und unter welchen Bedingungen?
Gibts das Ganze schriftlich?
Wer hat Sie in 2010 untersucht?
Also freundlich finde ich das jetzt nicht, auf zwei einfache Fragen hin gleich mehrere Gegenfragen zu knallen :x
Aber der gute Feuerblicker schreibt ja hier (fast) immer mit einem mehr oder weniger zynischen Unterton (wie ich von seinen anderen Beiträgen herauslese), so was kann ich mir aber ehrlich gesagt schenken!!!

Die Werte stammen aber ganz bestimmt nicht von einem selbsternannten Straßenorthoptisten in Indien oder so.
Damals (2010) waren die Werte in der Augenklinik in meiner Heimatstadt in NRW gemessen worden, und letztes Jahr in der Augenklinik in meiner Studienstadt in Hessen.
Was die Frage bzgl 'latent außen' oder 'latent innen' betrifft, so geben die Prismenbrillenverordnungen, die man mir letztes Jahr gegeben hatte, sicherlich einen eindeutigen Rückschluss:
http://forum.optiker.de/download/file.php?id=4158
http://forum.optiker.de/download/file.php?id=4157
glaube jetzt aber nicht, dass das so relevant ist.
Jedenfalls steht auf dem Befundbericht von 2010 u.a. 'F:0 pdpt N:0 pdpt', und ich möchte wissen, ob diese Werte mit den Werten vom letzten Jahr vergleichbar sind (dies frage ich mich jetzt deshalb, weil beim Befundbericht von 2010 nichts von Höhen- und Seitenprismen steht (also ein einziger Wert bei Nähe und einziger bei Ferne statt zwei...)).
Ob nun eine Heterophorie im Ausmaß von 16pdpt(Seitenprismen) in der Nähe eine sehr starke Heterophorie ist, oder nicht, das kann man konträr diskutieren: hält man sich vor Augen, dass einige Brillenglashersteller Prismengläser bis zu 40pdpt (pro Glas oder resultierend, das weiß ich jetzt nicht genau) anfertigen, mag das stimmen.
Mir hat man in der Klinik damals, als ich die Brillenverordnung (8 und 16pdpt) bekommen habe, gesagt, dass das die höchsten Werte sind, wo man über eine Versorgung mit einer Prismenbrille nachdenkt...wären diese höher, hätte man das operativ in Angriff genommen. Und dies spricht dann für sich, wenn ich sage 'sehr starke Heterophorie'.

Also zurück zu meinen Fragen:
Sind die Werte von 2010 mit den Werten von 2018 vergleichbar (ein einziger Prismenwert mit zwei Prismenwerten)?
Was bedeuten die anderen Informationen auf dem Befundbericht von 2010?

Feuerblick
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Re: Heterophorie - Werte im Befundbericht

Beitrag von Feuerblick » 12.08.19, 12:20

Da ich ja offenbar immer zynische Beiträge schreibe und so unhöflich war, Ihnen konkrete Fragen zu stellen statt ins Blaue hinein irgendetwas zu interpretieren, schenke ich mir hier auch jeglichen weiteren Erklärungsversuch.
Vielleicht ist Kollege Humungus ja netter als ich...

Btw. „Der gute Feuerblicker“ ist weiblich...

Viel Spaß noch im WWW!

wsunter
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Re: Heterophorie - Werte im Befundbericht

Beitrag von wsunter » 18.08.19, 09:45

Hallo liebe UserInnen,
hallo Feuerblick,

erst mal möchte ich mich für die unsensible Äußerung in meinem letzten Posting entschuldigen(!!)
im Nachhinein dachte ich an den Spruch: "Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen". Mein Ton war auch nicht ganz freundlich, das gebe ich zu.
Ich bin trotzdem der Meinung, dass meine Fragen im ersten Posting auch ohne weitere Informationen beantwortet werden können, und wenn man sie so nicht einfach beantworten könnte, so habe ich ja in meinem zweiten Posting alle ergänzenden Informationen aufgeschrieben.
Im Endeffekt habe ich aber auch immer im Hinterkopf, dass alle Antworten hier im Forum keine ärztliche Beratung ersetzen, und wenn man dann bzgl aller relevanten Zusatzinformationen nachfragt, muss man schon fast meinen, dass jemand alles versucht, eine bestmögliche ärztliche Einschätzung und Beurteilung abzugeben.
Das weiß ich sehr zu schätzen, bin aber, wie schon gesagt, der Meinung, dass das hier kein Online-Service von den Leuten der Medizin ist. Danke aber trotzdem für die Mühen!!

Nun habe ich mich mit einigen Leuten auf diesem Fachgebiet (Orthoptisten, Optikern, Strabologen) unterhalten, und habe erfahren, dass man bei der Diagnose 'Strabismus' zwischen motorischem und sensorischem Schielen unterscheidet.

Heißt das dann jetzt, beim Prismencover-Test wird ausschließlich das motorische Schielen gemessen und die anderen Werte (MDR-Meß, Primärstell., Vertikaldivergenz) geben das Ausmaß des sensorischen Schielens wieder?

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