Hornhauttrübung beim trockenen Auge

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eyedr42
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Hornhauttrübung beim trockenen Auge

Beitrag von eyedr42 » 24.02.18, 18:41

Hallo
ich habe selbst trockene Augen und habe irgendwie Angst das sich irgendwann meine Hornhaut eintrübt oder ich schlechter sehe. Ist so eine Hornhauttrübung selten? Kann man das durch tägliches Tropfen verhindern?

Viele Grüße Reisert, Keven

Rony123
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Re: Hornhauttrübung beim trockenen Auge

Beitrag von Rony123 » 26.02.18, 12:08


banjogit
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Re: Hornhauttrübung beim trockenen Auge

Beitrag von banjogit » 05.03.18, 01:07

Das ist eine Frage, die mich als Betroffener selbst sehr interessieren würde.
Ich muss vorausschicken, dass meine Augen beruflich und privat durch viel PC- und Bildschirmarbeit, sowie Autofahrten (oft nachts) extrem belastet sind. Außerdem bin ich stark kurzsichtig (7,5 und 9,25 Dioptrien plus jew ca. 1,5 Dioptrien Hornhautverkrümmung).
Vor ca. 10 Jahren (mit 40) bekam ich plötzlich auf dem rechten Auge starke Probleme: Schmerzen und doppeltes Sehen. Daraufhin zu Augenarzt - dieser meinte die Hornhaut wäre "offen" und ich müsse die kommenden Tage tropfen und salben, dann würde es besser. Das Sehen wurde wieder besser, aber von nun an hatte ich nachts Probleme. Ich wurde regelmäßig von stechenden Schmerzen aus dem Schlaf gerissen. Es war die Hornhaut, die immer wieder aufriss. Am Tag war dann wieder alles gut. Alles wie gesagt nur rechts. Nachts fiel mir auf, dass beleuchtete Objekte von Halos umgeben waren. Auch war die Blendempfindlichkeit erhöht. Ich habe verschiedene Augenärzte aufgesucht und war sogar in einer Universitätsklink. Überall sagte man mir ich hätte extrem trockene Augen und müsse halt weiter fleißig tropfen und salben. Das ging jahrelang so. Und in der Tat - die Schmerzen nachts sind mittlerweile so gut wie verschwunden, nur wenn ich das Auge reibe, fällt mir auf, dass es empfindlicher und etwas schmerzerhöht gegenüber dem linken ist. Vor ca. einem Jahr nun hat meine Sehkraft auf dem rechten Auge plötzlich wieder etwas nachgelassen. Der Optiker meinte der Wert rechts hätte sich um 0,5 Diptrien erhöht. Links hingegen um 0,5 Dioptrien verringert. Mit einer neuen Brille wurde es etwas besser, aber vor allem bei Tageslicht merke ich dass ich rechts unschärfer sehe als links. Das Problem lässt sich mit einer Brille also nicht mehr ausgleichen. Ich wandte mich in der Folge wiederum an einen Augenarzt, und dieser bescheinigte mir die Diagnose "Map Dot Fingerprint Hornhaut Dystrophie". Diese Krankheit sei angeblich vererbt. Nur ist mir kein Fall in meiner Verwandtschaft mit so einer Sache bekannt. Angeblich hab ich sie auf beiden Augen, nur fällt es mir rechts stärker auf, da die Hornhautunregelmäßigkeiten dort mitten im Visus liegen.

Mich würde jetzt interessieren, ob es sich tatsächlich um eine MDF handelt, oder ob die ganzen Probleme vielleicht nicht doch "bloß" vom dem Trockenen Auge" resultieren, welches ich damals wohl übersehen und zu spät ernst genommen habe. Ansonsten - was kann man dagegen tun? Es gibt die Möglichkeit einer PTK. Aber davor warnte mich der Arzt. Das sei schmerzhaft und langwierig, und in meinem Fall eher nicht zu empfehlen, da die Symptome (noch) nicht so stark ausgeprägt sind.

Feuerblick
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Re: Hornhauttrübung beim trockenen Auge

Beitrag von Feuerblick » 05.03.18, 11:21

Naja, wir können Ihr Auge nicht anschauen (Fotos helfen da auch nicht), aber wenn Ihr Arzt sich auf diese Diagnose festgelegt hat, dann wird das vermutlich stimmen. Einfach weil das eine Diagnose ist, die man nicht allzu oft stellt und die viele Augenärzte auch gar nicht auf dem Schirm haben. Dazu passt auch das Aufreißen der Hornhaut ohne vorheriges Trauma ganz gut.
In aller Regel reicht es aus, das Ganze symptomatisch zu behandeln (sprich Augentropfen, ggf. Gel oder Salbe) solange es nur geringe Beschwerden macht.
Sollten Sie mehr Beschwerden haben, könnten Sie sich in einer auf Hornhaut-Erkrankungen spezialisierten Augenklinik vorstellen. Dort kann man Ihnen am besten Ihre Möglichkeiten aufzeigen.

Ach ja, um auf die allererste Frage einzugehen: „Normale“ trockene Augen führen nicht zu dauerhaften Hornhauttrübungen.

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