Kein Befund, bin ratlos...

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verodog
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Kein Befund, bin ratlos...

Beitrag von verodog »

Hallo,

ich weiss gar nicht, ob ich in diesem Unterforum richtig bin. War schon 'überall', aber niemand findet was.
Wenn es eine bessere Verortung gibt, bitte verschieben. Danke.

Am 22. Dezember 2018 setzte ich mich an den Küchentisch und setzte ein Glas an, um zu trinken. Nach dem ersten
Schluck sah ich schlagartig vor meinem linken Auge einen fast kreisrunden Lichtbogen. Darin tanzten grellbunte
Lichter in allen Farben. Ich konnte das gar nicht zuordnen, sah zur Wand, auf den Tisch, schloss die Augen. Ganz
egal was ich tat, die Lichterscheinung blieb.
Da ich in den Augen dauerhaft solche 'Fussel' sehe, besonders wenn ich auf einen hellen Hintergrund oder ins
Licht schaue, und der Augenarzt zu mir gesagt hatte, dass wenn sich da was verändert, ich mich sofort melden
soll, war ich doch besorgt.
Wochenende, Samstag Nachmittag, bis ich eine Telefonnummer hatte wg. Notdienst usw., war der Spuk auch schon
vorbei. Das Ganze hatte ca. 15 Minuten gedauert.
Also ließ ich es, einen Arzt zu bemühen und versuchte es zu verdrängen.
Ging nicht so ganz, da ich starke Kopfschmerzen bekam und sich alles so gedämpft und verlangsamt anfühlte, wie
nach einer Narkose.
Zwei Tage später -Heiligabend- wieder zu der fast gleichen Zeit (14.00 Uhr) setzte ich mich am den PC und schaltete
ihn ein. Ich sah auf den Bildschirm und das Licht war wieder da. Heller noch und intensiver. Dauer diesmal ca. 25 Minuten.

Ich rief den Notdienst an und man schickte mich nach Offenburg in die Notaufnahme. Netzhautablösung und ein sich an-
kündigender Schlaganfall sollte ausgeschlossen werden.
Nachts um 23 Uhr waren wir wieder zuhause.
Im Auge, nichts auffälliges, alle Werte so weit gut. MRT wg. Schlaganfall-Diagnose ging nicht, weil über Weihnacht/Neujahr
die Abteilung geschlossen war. Man schickte mich heim, ich solle das im neuen Jahr abklären lassen. Sehr beruhigend... :roll:

So verbrachte ich sehr unruhige Feiertage. Das Trägheitsgefühl hatte sich vertieft und die Kopfschmerzen blieben und blieben
es bis heute.

MRT gab's dann erst im Februar. Der Terminkalender war voll.
Ein erneuter Besuch beim Augenarzt (auf Anraten der Klinik) blieb erfolglos.
Kopf-MRT brachte auch nichts Auffälliges zu Tage.
HNO,kein Befund.
Neurologie... Sie tippte auf eine Augenmigräne und verschrieb mir ein Psychopharmaka, dass bei Gesichtsschmerz helfen soll.
Dieses Medikament habe ich aber nicht genommen, weil ich im September nach einer Wirbelsäulenversteifung noch auf
Schmerzmittel angewiesen war und mir das in Kombination zu gefährlich erschien.
Ausserdem... Ich habe schon 50 Jahre lang Migräne und das fühlt sich genau nicht so an. Ausserdem halten die Schmerzen bei
Migräne nicht dauerhaft zwei Jahre lang an.

Es ist so, dass ich einen dumpfen Druck links verspüre. Primär um das linke Auge. Es schmerzt auch, wenn ich das Auge bewege.
Zudem 'floxt' ständig was im Auge, als ob ein Insekt manchmal darin herum geht. Besonders nachts 'sehe' ich auch am linken
äusseren Rand des Auges hell/dunkel-Veränderungen bei geschlossenen Augen und habe da auch vermehrt das Gefühl, dass
um das Auge irgendwie 'Leben' drin ist.
Sehr häufig habe ich einen bestimmten Punkt links auf der Stirn und einen weiteren auf dem Kopf, den ich dann fast nicht
berühren kann, so schmerzhaft ist das.
Bei der Arbeit stört mich sehr stark diese Unruhe im linken Auge, habe das Gefühl, es 'läuft weg' und verursacht Bildstörungen
wie bei einem Fernsehgerät, wenn ein Gewitter naht. Ganz kurz, aber es macht mich unkonzentriert.
Mit dem Sehen sebst, habe ich aber keine Probleme.
Aber dieser ständige Druck, diese Kopfschmerzen zermürben mich.

Habe keine Ahnung wohin ich noch gehen soll.
Kann das ein Zahnproblem sein? Zahnschmerzen habe ich nicht, aber der Schmerz zieht links auch in den Oberkiefer und
die Nebenhöhlen sind frei. Werde das mit dem Zahnarzt noch versuchen, sonst bin ich ratlos.

Dachte, ich schreibe mal in so ein Forum. Vielleicht hat ja jemand einen Gedanken, eine Vermutung, einen Tip.

Erstmal danke für's Lesen. Ist ein Haufen Text.

schöne Grüsse ... Patrick

MaxiB
Interessierter
Beiträge: 11
Registriert: 21.01.19, 07:46

Re: Kein Befund, bin ratlos...

Beitrag von MaxiB »

Hallo,

darf ich Dich mal zitieren?
Neurologie... Sie tippte auf eine Augenmigräne und verschrieb mir ein Psychopharmaka, dass bei Gesichtsschmerz helfen soll.
Dieses Medikament habe ich aber nicht genommen, weil ich im September nach einer Wirbelsäulenversteifung noch auf
Schmerzmittel angewiesen war und mir das in Kombination zu gefährlich erschien.
Ausserdem... Ich habe schon 50 Jahre lang Migräne und das fühlt sich genau nicht so an. Ausserdem halten die Schmerzen bei
Migräne nicht dauerhaft zwei Jahre lang an.
Genau an der Stelle liegt der Fehler im System (bzw. beim Patienten). Warum geht man zum Arzt, erhofft sich Rat und Hilfe, um es dann, wenn man die Praxis verlassen hat, doch besser zu wissen?
So kann das nicht funktionieren. Deine Symptome lassen sich durchaus mit einer Augenmigräne mit Aura in Verbindung bringen. Und dass sie die Augenmigräne sich anders anfühlt wie eine "normale" Migräne, erklärt sich schon aus dem Begriff selbst. AUGENmigräne, also auf die Augen bezogen und eben nicht auf "den Kopf im allgemeinen".

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