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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Multifokallinse ja oder nein?
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 Betreff des Beitrags: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 22:11 
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Registriert: 31.12.17, 15:56
Beiträge: 6
Hallo,

ich bin M,49j und seid meines Lebens Brillenträger. Kurzsichtig mit Astigmatismus.
Links - 5,75
Rechts - 4,5
Über einen Visus von 0,8 Links und Rechts 1,0 bin ich aber nie hinausgekommen.

Das ging gut bis ich ca. 40 Jahre alt wurde, seit dem war es nicht mehr möglich die 1,0 Rechts zu halten
und auch Links wurde schlechter. Aktuell bin ich bei links 0,6 und rechts 0,8, was durch eine
Alterssichtigkeit noch erschwert wird.
Mit einer Gleitsichtbrille bin ich als Instandhalter (Mechatroniker) nicht gut zurechtgekommen,
weil ja nur der Bericht "Unten/Mitte" scharf ist, und ich meinen Kopf nicht immer so drehen kann
wie ich es müsste. (Maschinen oder Werkzeugteile im Weg)

Meine aktuelle Brille ist somit ein Kompromiss mit dem ich in Nah sowie im Fernbereich so lala sehe.

Was natürlich auch keine Lösung ist.

Ich habe so nach und nach alles an Hobbys aufgegeben was ich gerne gemacht habe,
Lesen, Sportpistole, Bogenschiessen, Motorradfahren, Fotografie.

Leider haben Augenärtze kaum noch Zeit für Patienten, und Optiker können immer alles korrigieren,
wenn es dann nicht klappt muss der Kunde ja trotzdem bezahlen, so gingen in den letzten 24 Monaten
ca 2000€ für Brillen drauf.

Deshalb bin ich zu einem Anbieter von Augen Ops in Nürnberg gefahren und habe mich untersuchen lassen,
dort wurde mir zu einer Multifokallinse geraten, und ein Visus von 0,9 Links und 1,0 Rechts in Aussicht gestellt.
Hornhautverkrümmung und Altersichtigkeit sind dann auch mit behoben.

Und die kümmern sich auch, soviel Zeit hat sich in über 40 Jahren noch nie jemand für Untersuchungen
und Sehstärkenermittlung genommen. Ich hab extra aufs Handy gedrückt, 35 Minuten saß ich auf dem Stuhl
und es wurde mit viel Geduld und Zeit das "Besser oder Schlechter" Spiel gespielt.

Ich bin sehr gutgelaunt dort raus, habe meine Zusatzversicherungsunterlagen gesucht und festgestellt das
ich den OP Zuschuss doch richtig im Kopf hatte, gut die hälfte der 6500 Euro würde also getragen werden
und den Rest geb ich in den nächsten Jahren locker für Brillen aus.

Dann hab ich noch von einem Hobbyfotokollegen diesen link bekommen https://youtu.be/dSgeQ76Ds_E
und war eigentlich überzeugt.


Der OP Termin ist am 31.01. und 01.02.18.

Aber nun beschleichen mich Zweifel, und ich lese hier und da, und meine Zweifel steigen.
Doch kenne ich das Netz seid seinen Anfangstagen, es schreiben eben vermehrt die unzufriedenen
weil die Zufriedenen ja keinen Rat oder Hilfe brauchen.

Nun scheint es ja auch stark nach den Erwartungen des Patienten zu liegen wie die OP bewertet wird.
Ich sehe ja schon kacke, und weiß eh nicht wie ein Visus 1,0 auf beiden Augen sieht.
Ich würde nur gerne wieder Motorradfahren und Bogenschiessen.
Und lesen ohne Anstrengung wäre auch cool.

Nach all den doch recht negativen Berichten hier überlege ich ob ich das nicht absage, aber was dann?
Monolinse und Nahbereichsbrille?
Kann eine Monolinse den Astigmatismus beheben ?
Lasik und Nahbereichsbrille?

Ich brauche bis Juni eine Lösung, dann steht die G25 Untersuchung an und ohne die bin ich Arbeitslos.
Nochmal kann ich mich da nicht durchmogeln/rausreden.

Kennt jemand einen guten Augenarzt mit Zeit im Raum Coburg -100km


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 31.12.17, 22:24 
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Beiträge: 2300
Ganz ehrlich: Eine Multifokallinse wird Ihnen nicht in allen Entfernungen eine sehr gute Sehschärfe ermöglichen. In der Regel liegt man mit der Multifokallinse eine bis zwei Stufen unter der für diese Entfernung bestmöglichen Sehschärfe mit Brille oder Kontaktlinse. Somit würden sie vielleicht bei 0,8 für alle Entfernungen rausskommen - bestenfalls. Mehr zu versprechen halte ich für unseriös.

Wenn Sie also für alle Entfernungen das allerbeste und -feinste Sehen benötigen, dann werden sie nicht ohne Brille auskommen.
Haben Sie denn schon mal zumindest die Ferne mit Kontaktlinse korrigieren lassen? Warum kommen Sie denn nicht mehr auf den guten Visus von 1,0 bzw. 0,9? Haben Sie einen grauen Star? Wenn nein, woran liegt es dann?


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 01:34 
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Registriert: 31.12.17, 15:56
Beiträge: 6
Mir wurde zuletzt wegen des Astigmatismus immer von Kontaktlinsen abgeraten, ein Versuch (aus Eitelkeit)
in jüngeren Jahren ich denke da war ich um die 25 mit harten und weichen Linsen hat mir nicht getaugt
so wenig das ich eine Frau hab sausen lassen und lieber Brille getragen habe.

Ich hatte zuletzt eine Brille fertigen lassen mit der ich auch sehr gut jeweils um 0,8 Links wie Rechts gesehen hätte
diese Brille war dann im Bereich bis 2 Meter eine Katastrophe, und in der Ferne war es auch nicht berauschend.

Also wurde eine zweite Brille gemacht, mit eingeschliffenen Nahbereich. Damit war dann ein kleiner Bereich
in der Nähe ok. Entfernungen zwischen 1-2 Meter war schlecht, die Ferne war nicht besser geworden.
Und ich bekam nach 30 Minuten Kopfschmerzen, die dann auch nicht mehr weggingen bis ich die Brille abnahm
Tabletten geschluckt und die Nacht über geschlafen habe.

Also das ganze nochmal, mit etwas weniger "Scharfstellung" und Gleitsicht, dann war es besser
aber ich bin wie schon geschrieben auch damit nicht Glücklich geworden.
Der Sehbereich in der Nähe war einfach zu klein um damit arbeiten zu können.

Also das ganze zum vierten Mal, noch etwas weniger Visus, und ohne Nahbereicht.
Damit verfehle ich allerdings die G25.

Warum nicht mehr geht?
Ich zitiere hier mal "meinen" Augenarzt, "sie haben halt schlechte Augen, aber immer noch keine wirklich schlechten".

Für genauere Erklärungen hat der keine Zeit oder Lust, für eine genauere Sehschärfenanpassung gilt selbiges.
Und ich mag da nicht rumbetteln, wer mich nicht behandeln will leckt mich am Ar...

Nach Grauen Star habe ich mit den Ärzten in Nürnberg 3 Augenärzte gefragt, alle 3 verneinen das.

Meine eigene Erklärung ist das ich 1968 im 6 Monat und mit nur 950Gramm viel zu früh auf die Welt kam
und schlicht unterentwickelt war und das meine Augen das auch nie "aufholen" konnten.
Deswegen habe ich wohl auch ein sehr angespanntes Verhältnis zu Ärzten, weil ich bis heute der Meinung bin
man hätte der Natur ihren Weg lassen sollen, mich eben nicht künstlich beatmen und in einen Brutkasten stecken dürfen.


Visus 0,8 wäre ja schon mal besser als der jetzige Zustand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 13:24 
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Beiträge: 880
@_Alwin

Ihre Lebensgeschichte ist zwar interessant, aber viel interessanter wäre gewesen, zu erfahren, welche Hornhautverkrümmung man bei Ihnen aktuell misst. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso eine Hornhautverkrümmung eine Kontraindikation für eine KL sein sollte?!

Ich kann den Hinweis von Feuerblick nur nachdrücklich unterstreichen..: KEINE MULTIFOKALLINSEN, auch wenn Sie die Untersuchung und Empathie des "Anbieters für AugenOPs" in Nbg noch so begeistert hat. Das gilt übrigens sowohl für Kontaktlinsen als auch für Intraokularlinsen, weil die Funktionsweise diesselbe ist. Es würde den Rahmen sprengen, die Gründe dafür zu diskutieren. Jedenfalls würde Ihr ohnehin schon nicht berauschender Visus weiter in den Keller gehen, Sie wären verstärkt licht-/blendempfindlich und da auch ein operiertes Auge ein Teil des menschlichen Körpers ist, wird es sich wieder verändern. Was dann? Noch einmal 6500 € für eine weitere OP?
Glauben Sie nur nicht, dass Ihnen Brillen (oder KL) auf Dauer erspart blieben, wenn sie diese OP machen lassen würden. Selbst wenn die OP astrein glückt, wird sich Ihr Auge eben wieder mit der Zeit verändern (Medikamente, Diabetes; Hormonhaushalt usw)

Erkundigen Sie sich nach sog. "Pilotengläsern" bei Ihrem Optiker. Das sind Brillengläser mit abgesetzten (sichtbaren) Nahsegmenten, sowohl im unteren als auch im oberen Bereich des Brillenglases. Diese gibt es in allen Varianten, auch als Dreistärkengläser. Über-Kopf-Arbeiten gestaltet sich damit problemlos. Allerdings sind diese Gläser sowas von bockhässlich, dass sie wirklich fast nur für den Arbeitsplatz taugen, sonst läuft Ihnen noch eine Frau davon. :ironie:
Sie haben damit keine "Schaukelbereiche" wie bei Gleitsichtgläsern, die aber auch immer besser werden (unbedingt individualisierte Gläser bei einem bemühten Kollegen ordern, der nicht nur Hokuspokus betreibt!)

Meiner Laienmeinung nach ist Ihnen mit einer OP "für alle Arbeitsentfernungen" nicht zu helfen.., da hilft nur wirklich eine Brille, insbesondere dann, wenn womöglich noch Seheindrücke zeitweilig suprimiert oder Schielstellungen festgestellt werden. Wir können hier nicht wissen, was genau Ihr Auge nicht "aufholen" konnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 13:51 
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Beiträge: 4780
Dem TE rate ich sich zu überlegen ob er sich auf einen Weg ohne Wiederkehr begeben will. Wenn einmal die eigene Linse weg ist, gibt es kein "zurück" mehr, was bei Brille oder CL der Fall ist.

Eine zentrale Bedingung, unter der eine MIOL (Multifokal-IOL) zu überlegen ist, heißt: "will der Patient ums Verrecken keine Brille nach der OP haben?" Ich weiß, dass diese zentrale Prämisse von manchen Operateuren ignoriert wird und sie einfach jedem die MIOL anbieten, aber: die gewöhnung an eine MIOL ist nicht einfach, und es gibt Patienten, die weiterhin über optische Störungen klagen. Physik ist Physik, da kann auch die beste MIOL nichts dran ändern. Durch die Lichtteilung kann und MUSS es zu Lichtverlusten in den einzelnen Entfernungen kommen und zu Blendeffekten. Nur derjenige, der bereit ist, wegen dem Verzicht auf eine Brille damit klarzukommen, ist ein guter MIOL-Kandidat.

Dem TE geht es aber (verständlicherweise) in erster Linie darum gut zu sehen, und nicht darum keine Brille zu tragen.

Etwas anderes gilt es ebenso zu bedenken: Astigmatismus ist auch für MIOLs problematisch, entweder wird er mit einer torischen MIOL ausgeglichen (was nicht 100% gelingen muss), oder es erfolgt eine euphemistisch "Fine-Tuning" genannte LASIK hintendran! MIOL-Interessierte sollten ihre OP-Center danach fragen, insbesondere, wer die Kosten für die Laserung übernimmt und ob es Komplikationen gibt.

Zwar ist eine "clear-lens-extraction" ohne Katarakt möglich, sie sollte aber intensiv geprüft werden.

Übrigens: dass ein Augenarzt wenig Lust hat, 30 Minuten lang einen Brillenabgleich durchzuführen, sollte man verstehen. Ich persönlich wüsste auch nicht, was man in dieser Zeit machen soll. Im schlimmsten Fall geht es dem Patienten bei so etwas wie beim Wein- oder Parfümprobieren: er weiß schon gar nicht mehr, was jetzt gut ist und was nicht.

Eine im vorliegenden Fall, wo schon mehrere Augenärzte aufgesucht wurden und nix fanden, sinnvolle Alternative wäre ein besuch beim Optiker, der sich intensiv um die Brillenkorrektur kümmert und auch die von Barnie empfohlenen Spezial-Gläser für besondere berufliche Zwecke kennt.

OT: wegen der Unlust CL zu tragen kann man keine Frau verlieren. Man wird nur eine los die auf Unwichtiges achtet.

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 18:37 
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Registriert: 31.12.17, 15:56
Beiträge: 6
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Meiner Laienmeinung nach ist Ihnen mit einer OP "für alle Arbeitsentfernungen" nicht zu helfen.., da hilft nur wirklich eine Brille, insbesondere dann, wenn womöglich noch Seheindrücke zeitweilig suprimiert oder Schielstellungen festgestellt werden. Wir können hier nicht wissen, was genau Ihr Auge nicht "aufholen" konnte.


Ich frage jetzt mal provokant, wenn es diese Brille gäbe, warum gelingt es keinem mir diese zu machen?

Ich bin im Moment nicht Zuhause und habe keine Unterlagen zur Hand (Deshalb auch keine Angaben zur Hornhautverkrümmung)
aber so grob überschlagen habe ich in den letzten 10-12 Jahren rund 8.000€ zum Optiker getragen, ohne das mich das wieder auf das sehen
mit 25 gebracht hätte.
Wenn ich mich richtig erinnere sagte der Optiker das bei einer Hornhautverkrümmung die Kontaktlinse ja quasi Präzise zur Achse im Auge stehen müsste
und das nicht möglich wäre.

Eine Schielstellung wurde als Kind operiert, die trat aber nur beim lesen auf, also nur wenn ich recht nahe dran war
dann ist mein linkes Auge nach aussen weggerutscht. Beim sehen in der Ferne war das nie so.


Humungus hat geschrieben:
Übrigens: dass ein Augenarzt wenig Lust hat, 30 Minuten lang einen Brillenabgleich durchzuführen, sollte man verstehen. Ich persönlich wüsste auch nicht, was man in dieser Zeit machen soll. Im schlimmsten Fall geht es dem Patienten bei so etwas wie beim Wein- oder Parfümprobieren: er weiß schon gar nicht mehr, was jetzt gut ist und was nicht.


Mir ging es anders, mal 20-30 Sekunden zu warten bis sich das Auge an die Veränderung gewöhnt hat war sehr hilfreich
mit den Gläserwechsel im Sekundentakt hatte ich schon immer Probleme und das auch schon immer kommuniziert
auch das ich bereit bin für die Extra Zeit zu bezahlen.
Und das macht dort ja auch kein Arzt, sondern eine Angestellte und die wird auch nicht mehr Kosten
wie ich als Facharbeiter mit 2 Gesellenbriefen, ehr weniger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 20:28 
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Registriert: 04.06.13, 11:38
Beiträge: 880
_Alwin_ hat geschrieben:
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Meiner Laienmeinung nach ist Ihnen mit einer OP "für alle Arbeitsentfernungen" nicht zu helfen.., da hilft nur wirklich eine Brille, insbesondere dann, wenn womöglich noch Seheindrücke zeitweilig suprimiert oder Schielstellungen festgestellt werden. Wir können hier nicht wissen, was genau Ihr Auge nicht "aufholen" konnte.


Ich frage jetzt mal provokant, wenn es diese Brille gäbe, warum gelingt es keinem mir diese zu machen?


Keine Ahnung! Vielleicht ist der Kollege eine Pfeife. Vielleicht ist er zu faul für ein g'scheite KL-Anpassung. Vielleicht hat er keinen Gläserlieferanten als Hauslieferant, der solche Pilotengläser anbietet oder er kennt sie gar nicht.
Vielleicht haben Sie ihm aber auch signalisiert, dass Sie keine individuellen KL haben wollen.

Ganz auf die Schnelle: es ist nahezu JEDE Hornhautverkrümmung mittels KL zu versorgen! Wenn Sie einen Ast. irregularis hätten, passt man "harte" Linsen an, wenn Sie lediglich einen Ast. obliquus haben, passt man eben weiche "Rezeptlinsen" an. Tauschlinsensysteme gibt es freilich nicht in jeder Achslage und ich nehme an, dass es um solche ging, als er Ihnen eröffnete, er könne in Ihrer Achslage keine KL liefern. Es sind aber sehr wohl auch Achslagen von 40-60° mit individuellen KL zu versorgen.
Pilotengläser (Lagerverwaltergläser o.ä) haben längst nicht mehr alle Lieferanten im Angebot, vielleicht kennt man solche Gläser bei Filialisten überhaupt nicht. Aber es gibt sie und eigentlich drängt es sich von selbst auf, Ihnen bei Ihrer Problemstellung solche Gläser zumindest mal anzubieten, um sie als Option zu erwägen.

Übrigens habe ich (m, 61 Jahre) selbst ähnliche Fernwerte wie Sie, ebenfalls mit Hornhautverkrümmung. Ich arbeite als Optiker mit feinsten Schräubchen und dünnsten Fädchen in teilweise sehr kurzer Entfernung vom Auge. Aber all das erschlage ich locker mit meinen "normalen" Gleitsichtgläsern mit superkurzer Progressionszone (13mm), die kaum eine Nickbewegung nötig macht, um in den Lesebereich zu kommen. Nur Treppengehen oder die erwähnten Über-Kopf-Arbeiten sind mit dieser Brille heikel!
_Alwin_ hat geschrieben:
Humungus hat geschrieben:
Im schlimmsten Fall geht es dem Patienten bei so etwas wie beim Wein- oder Parfümprobieren: er weiß schon gar nicht mehr, was jetzt gut ist und was nicht.

Mir ging es anders, mal 20-30 Sekunden zu warten bis sich das Auge an die Veränderung gewöhnt hat war sehr hilfreich
mit den Gläserwechsel im Sekundentakt hatte ich schon immer Probleme und das auch schon immer kommuniziert
auch das ich bereit bin für die Extra Zeit zu bezahlen.


Sorry, da stellen sich mir die Nackenhaare senkrecht!
Wenn bestimmte Tests schnell durchgeführt werden, dann nicht deshalb, weil man lustlos oder unter Zeitdruck ist, sondern weil man dem Auge eben genau die Zeit zum "Gewöhnen" nicht geben darf, da es sonst die Werte verfälscht.
Manche Teile am Auge werden nämlich vom vegetativen Nervensystem gesteuert und sind willentlich nicht beeinflussbar. Deshalb muss man bei bestimmten Tests als Proband mit seinem Seheindruck einer "Gewöhnung" zuvorkommen und dem Refraktionisten sofort mitteilen, was man unmittelbar nach dem Vorschalten eines Glases sieht oder eben nicht sieht.
Oder anders ausgedrückt: Je mehr Geld Sie für mehr Zeit bezahlen, desto "fälscher" wird das Ergebnis. :christmas
Lieber wiederholt man einen Test (mehrfach), aber stets muss die Maxime sein, vom Probanden eine spontane Bewertung seines Seheindruckes zu bekommen.
_Alwin_ hat geschrieben:
Und das macht dort ja auch kein Arzt, sondern eine Angestellte und die wird auch nicht mehr Kosten
wie ich als Facharbeiter mit 2 Gesellenbriefen, ehr weniger.


Ääähm, ja und? Wenn diese Arzthelferin richtig eingewiesen wurde und die Refraktions-Ausbildung der eines Optikermeisters gleichwertig ist, dann darf sie doch verdienen, was sie wert ist, oder?! :|


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 21:19 
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WENN es überhaupt eine „Arzthelferin“ ist, die das macht und nicht eine in der Praxis angestellte Optikerin oder Orthoptistin. Die dann in aller Regel eine entsprechende Ausbildung haben und es oftmals sogar besser können als der Arzt, der das in einem einwöchigen Kurs gelernt hat - wenn überhaupt.

Kontaktlinsen sind eigentlich zur Korrektur von Astigmatismen Mittel der Wahl. Insofern glaube ich wie Barnie, dass da ein Missverständnis vorlag oder der Optiker das mit Individuallinsen einfach nicht kann.

Und was die Bestimmung der „Brillenwerte“ angeht, muss ich den Vorrednern zustimmen. Es ist NICHT Ziel, dass Sie sich das Bild und den Seheindruck genau anschauen können und ihr Auge das Feintuning übernimmt, sondern es geht um spontane Eindrücke und Reaktionen. Nur dann bekommt man vernünftige Werte hin, mit denen der Patient auch etwas anfangen kann. Insofern hat man höchstens versäumt, Ihnen gegenüber zu kommunizieren, dass Sie eben NICHT mehr Zeit brauchen sondern dass die hohe Geschwindigkeit ein Bestandteil des Tests ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 22:05 
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Zitat:
WENN es überhaupt eine „Arzthelferin“ ist, die das macht und nicht eine in der Praxis angestellte Optikerin oder Orthoptistin.


Das ist auch wirklich nicht despektierlich gemeint. Aber ich subsumiere halt all die VERAHs, EVAs und AGnES' unter dieser Bezeichnung. Ich nehme aber gerne Tipps entgegen, wie man diese Damen (und Herren) treffender bezeichnen könnte.

Einen Optiker halten sich nach meiner Erfahrung die wenigsten Augenärzte. Allenfalls große Praxen leisten sich diesen "Luxus".


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 22:19 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Ääähm, ja und? Wenn diese Arzthelferin richtig eingewiesen wurde und die Refraktions-Ausbildung der eines Optikermeisters gleichwertig ist, dann darf sie doch verdienen, was sie wert ist, oder?! :|


Ich schrub ja eben weil ich die Qualifikation nicht kenne von einer Angestellten (oder ist das jetzt nicht mehr Wertfrei?)
Auch habe ich ihr ein ordentliches Gehalt (IGM Tarif Bayern als technischer Angestellter mit knapp 50) zugestanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Multifokallinse ja oder nein?
BeitragVerfasst: 01.01.18, 23:14 
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Registriert: 04.02.05, 00:03
Beiträge: 2300
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Zitat:
WENN es überhaupt eine „Arzthelferin“ ist, die das macht und nicht eine in der Praxis angestellte Optikerin oder Orthoptistin.


Das ist auch wirklich nicht despektierlich gemeint. Aber ich subsumiere halt all die VERAHs, EVAs und AGnES' unter dieser Bezeichnung. Ich nehme aber gerne Tipps entgegen, wie man diese Damen (und Herren) treffender bezeichnen könnte.

Einen Optiker halten sich nach meiner Erfahrung die wenigsten Augenärzte. Allenfalls große Praxen leisten sich diesen "Luxus".

Es werden tatsächlich mehr - zumindest beobachte ich in unserer Gegend diesen Trend.

Wie man diese Personen bezeichnet? Na als Optiker/in, Orthoptist/in, med. Fachangestellte...etc. Wie denn sonst?


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