Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

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dora
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von dora »

ich denke da gibt es schon Unterschiede, die Narkose kommt mir teuer vor. Viellt. solltest du mit deiner Zahnärztin reden ob die da nicht selbst die KK anspricht. Auch solltest du viellt. einen anderne Chirurgen suchen.
Jule90
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Jule90 »

Hallo,

auch mir erscheint die Narkose etwas sehr teuer.
Bei meiner nächsten Zahn-op brauche ich wahrscheinlich auch eine. Die wird mindestens 80 € aber höchstens 120 € kosten. Der Anästhesist meinte es kommt darauf an wie viel Medikamente er geben muss.

Alles Gute!
Jule
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(Brecht)
Anästhesieschwester
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Anästhesieschwester »

Krass, ich dachte das wird pauschal berechnet! Oder höchstens noch anhand der Narkosedauer.
Dann sind nichtrauchende Frauen mit bekannter Reiseübelkeit ja schon mal finanziell im Nachteil... :roll:
kaia
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von kaia »

Hallo,

hm, das sind ja schon große Unterschiede. maximal 120,- €zu mindestens 270,- € :shock:

Den Chirurgen hat mir meine Zahnärztin empfohlen.

Jetzt die Praxis noch wechseln, kann ich irgendwie auch nicht mehr.
Zum Einen war ich da schon mal vor Jahren und das war echt angenehm da. Da hatte mich meine Zahnärztin wegen Ziehen eines Weisheitszahns auch unter Vollnarkose hingeschickt, weil auch da die Spritzen nicht gewirkt haben. In dieser Praxis haben die dann eine Entszündung an dem Zahn festgestellt, mir ein Antibiotikum verschrieben und danach die Behandlung ohne Vollnarkose durchführen können. Und auch meine Angst vor der Behandlung konnten die mir nehmen.
Auch jetzt beim Vorgespräch war die Atmosphäre dort ganz gut, naja, ich hab schon gemerkt, dass in Fällen wie meinem wohl sehr, sehr selten eine Vollnarkose vorkommt...

Naja, und zum Anderen - ich hab da jetzt recht kurzfristig einen Termin bekommen und ich möchte jetzt auch, dass die Schmerzen endlich weggehen, denn ich kann schon lange nicht mehr ohne Schmerzen essen, oder ohne beim Trinken immer mit der Zunge den einen Zahn vor dem Getränk u schützen, weil selbst Getränke in Zimmertemperatur an dem Zahn wehtun.
Die Schmerzen habe ich schon lange, aber da die Zähne (bis auf eben die Füllungen) ok sind, hat meine Zahnärztin vor einiger Zeit eine Schiene für die Nacht anfertigen lassen, weil meine Zähne da schon sehr angegriffen seien. Und sie hat die Beschwerden dann auch darauf geschoben, aber die sind eben nicht besser geworden.
Naja, bis auf die Preise habe ich einfach ein gutes Gefühl da, und dann jetzt so kurzfristig wieder abzusagen, fänd ich auch nicht fair, denn der Anästhesietag ist jetzt bei denen komplett geplant.

Vielleicht sollte ich mich, falls sowas noch mal vorkommt, im Vorfeld informieren, was es da für Unterschiede gibt.


VG kaia
lg kaia
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von kaia »

Anästhesieschwester hat geschrieben:Krass, ich dachte das wird pauschal berechnet! Oder höchstens noch anhand der Narkosedauer.
Dann sind nichtrauchende Frauen mit bekannter Reiseübelkeit ja schon mal finanziell im Nachteil... :roll:

Nach Narkosedauer wird es bei mir ja auch berechnet, aber eben einiges teurer als bei Jule :(

Ich steh grad auf dem Schlauch - was haben nichtrauchende Frauen mit Reiseübelkeit mit einer Narkose bzw. den Kosten zu tun?
lg kaia
dora
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von dora »

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Ich steh grad auf dem Schlauch - was haben nichtrauchende Frauen mit Reiseübelkeit mit einer Narkose bzw. den Kosten zu tun?
die brauchen mehr Narkosemittel als z.B. Nichtraucher.
Anästhesieschwester
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Anästhesieschwester »

Diese Patientengruppe neigt zu postoperativer Übelkeit / Erbrechen. Dagegen gibt man eine Prophylaxe = mehr Medikamente = mehr Kosten.
Jule90
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Jule90 »

So, meine Narkose ist vorüber und hat rund 100, 50 € gekostet.

Kaia ich würde da echt nochmals nachhaken ob es wirklich so teuer sein muss

Jule
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kaia
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von kaia »

Was wurde denn bei dir gemacht, Jule? Und wie lange warst du in Narkose?

Ich habe jetzt alles hinter mir. Das Ganze hat doch 1,5 Stunden gedauert, musste also 340,- € zahlen.

Da ich versuchen möchte, das Geld von der KK wiederzubekommen, habe ich neben der Quittung, die mir direkt ausgestellt wurde, noch um eine Rechnung gebeten, die auch schon mit der Post gekommen ist. Da sind die Einzelkosten aufgeschlüsselt, insgesamt etwa 15 Positionen und diese mit Faktoren von 1,0 bis 2,3 berechnet. Keine Ahnung, was das genau auf sich hat, da ist auf § 5 GOÄ verwiesen, wo drin steht, dass bis Faktor 2,3 möglich ist. In bestimmten Fällen auch höher (3,5), was in einer Position (die letzte halbe Stunde wegen langer Anästhesiedauer) auch der Fall ist.

Ich gehe mal davon aus, dass das auch alles seine Richtigkeit hat.

Aber mich würde schon interessieren, wie die Unterschiede zustande kommen, wie jetzt gegenüber Jule mit den etwa 100,- Euro.
Gibt es unterschiedliche (Voll-)Narkosearten? Haben die Ärzte gewisse Freiheiten, wie sie das berechnen?

VG kaia
lg kaia
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Anästhesieschwester »

Vielleicht werden Unterschiede zwischen Gasnarkose, balancierter Anästhesie und totalvenöser Anästhesie gemacht...? Wobei letztere bestimmt am teuersten wäre.
kaia
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von kaia »

Bei der Gasnarkose bekommt man so eine Gasmaske aufgesetzt, oder? Das geht dann ja schlecht bei Zahnbehandlungen.

Was ist die balancierte Narkose?

Hab nen venösen Zugang bekommen und mir wurde einiges gespritzt, bevor meine Augen zufielen, und auch danach werden sie mir weiter was gespritzt haben. (Mein Handrücken ist ganz blau :wink: )
Und intubiert wurde ich über die Nase.
Nehme mal an, das war dann die totalvenöse Anästhesie?
lg kaia
Jule90
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Jule90 »

Hallo Kaia,

ich wünschte ich könnte etwas dazu sagen, aber ich bin gerade selbst etwas verwirrt was meine Rechnung, bzw. die Art und Weise der Narkose angeht.
Vielleicht könntest du mal die einzelnen Posten deiner Rechnung aufführen?

Auf meiner Rechnunge sind die Medikamente Propofol 1%, Midazolam und Dexametason aufgeführt.
Dann noch weiter:
-Verweilkanüle
-Injektion intravenös
-einbringen v. Arzneien in parent. Katheter
-Infusion intravenös länger als 30 min.
-Zuschlag amb. Anästhesie ll
-Intravenöse Narkose mehrm. Verabreichung
-Kombinationsnarkose bis zu 1Std.
-Oxymetrische Untersuchung

Ich weiß nun nicht genau welche Art der Narkose ich bekommen habe zumal auch die Aussagen der Anästhesieschwester die die Narkose durchführte und die der Arzthelferin völlig wiedersprüchlich waren.
Die Anästhesieschwester meinte im unverständlichem deutsch: Keine intubation, selber atmen!
Das weiß ich noch so genau weil ich da dachte ...gut wirst nicht intubiert!...
Dann kam die Arzthelferin und meinte: Das ist wichtig weil bei der Op mit viel Wasser gearbeitet wird sonst würden Sie ja das ganze Wasser einatmen!!
Hmm, also doch eine Intubation? Nachfragen ging nicht weil die Arzthelferin dann schon wieder verschwunden war und die Anästhesischwester mich mit großen Augen anguckte und den Zettel zur Unterschrift hinhielt. Ich dachte mir dann nur, komm halt den Betrieb nicht auf, weil ich wusste das schon der nächste Notfall-/ Schmerzpatient im anmarsch war.

Komisch ist dann eben, dass wenn eine Intubation durchgeführt wurde, diese mit den dazugehörigen Mitteln nicht auf der Rechnung stehen, wenn selbst das Messen der Oxymetrie und die Verweilkanüle mit jeweils knapp 2,80€ berechnet wurden!?
Vielleicht wurde dies aber auch einfach unter dem Posten "Kombinationsnarkose bis zu 1Std." zusammengefasst!?

Ich weiß es nicht, werde aber beim Kontrolltermin diese Woche versuchen es heraus zu bekommen :wink:, denn gut fand ich die Narkose diesesmal nicht. Wie auch wenn man zwischendurch immer wieder wach wird :shock:, was sogar auf der Rechnung aufgeführt ist (Intravenöse Narkose mehrm. Verabreichung). Aber ich hab sie auch zwischendurch reden gehört und immer wieder das Fenster durch den Schlitz im Op-Tuch gesehen :?.

Naja ich werde mal nachfragen und wünsche dir alles Gute :)

Jule
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(Brecht)
Anästhesieschwester
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Anästhesieschwester »

@kaya:
Was Sie meinen, ist keine "Gasmaske", sondern eine Beatmungsmaske zur Präoxygenierung. Dies ist vor Narkoseeinleitung unabdingbar, um bei einer schwierigen Intubation mehr zeitlichen Spielraum zu haben, bevor Ihre Sauerstoffsättigung im Blut sinkt. Mit Gasnarkose hat das ganz nichts zu tun, damit ist die Art der Aufrechterhaltung der Narkose gemeint.

Balancierte Narkose ist eine Mischung aus Narkosegas und intravenösen Medikamenten zur Aufrechterhaltung einer Narkose.
Eine totalintravenöse Anästhesie wird - wie der Name schon sagt - ausschließlich mit intravenösen Medikamenten aufrechterhalten.


@Jule90:
bei den von Ihnen genannten Medikamenten wurde nicht intubiert - hier fehlt nämlich das Muskelrelaxans.
Die intraoperative Wachheit sollten Sie bei allen weiteren Narkosen ansprechen!

Gruß
Die Anästhesieschwester
jacky
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von jacky »

Hallo Jule
die Aussagen der Anästhesieschwester die die Narkose durchführte
eine Schwester führte die Narkose durch??
Jule90
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Re: Anästhesie bei ambulanten Behandlungen

Beitrag von Jule90 »

Hallo jacky,

ja, so wurde es mir jedenfalls gesagt als ich fragte ob es der gleiche Anästhesist machen würde wie beim letzten mal. Die Arzthelferin meinte, nein, das macht dieses mal eine Anästhesieschwester
Warum ?

Jule
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