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OP mit Blutverdünnern

02.07.12, 12:55

Guten Tag,
ich bin neu hier und habe folgendes Problem:
Vor 4 Woche hatte ich(68, weibl. ) einen Herzinfarkt und bekam einen Stent eingesetzt.
Nun hat man zufällig bei mir einen Blasentumor entdeckt, der entfernt werden muss (TUR).
Der Narkosearzt sagte mir, ich OP wäre für mich sehr gefährlich, eben wegen des kürzlich eingesetzten Stents und der Blutverdünner die ich nehmen muß (2 Präparate).
Ich hätte nur eine geringe Chance, diese Operation zu überleben. Ist es wirklich so gefährlich?
Ich habe wohl keine andere Möglichkeit, denn der Tumor muß ja raus???

Mit freundliche Grüßen
Finita

Re: OP mit Blutverdünnern

02.07.12, 20:18

Guten Abend,

denn der Tumor muß ja raus


Das mag stimmen, aber zu klären wäre:

1. Muß er sofort raus?
2. Blutet der Tumor aktuell?
3. Wann können die Blutverdünner abgesetzt/reduziert werden?

Hier müssen alle Abteilungen (Anästhesie, Urologie, Kardiologie) eng miteinander kommunizieren, um den besten Zeitpunkt für die OP herauszufinden.

Wenn der Tumor "durch Zufall" entdeckt wurde, kann man möglicherweise auch noch einige Wochen/Monate warten. Wer weiß, wie lange es ihn schon gibt?

Richtig ist, das man 4 Wochen nach Infarkt und Stent die Blutverdünner auf gar keinen Fall absetzen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

Re: OP mit Blutverdünnern

04.07.12, 09:15

Guten Morgen Dr. Flaccus,
zunächst einmal vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Wie gut, das es diese Gelegenheit gibt, Fragen, die einen so stark beschäftigen, zu stellen.
Die OP ist nun für den 19.07, geplant, am 18.07. ist noch eine Vorbesprechung.
Demnach werden wohl keine Blutverdünner abgesetzt.
Was passiert denn womöglich bei der Op? Worin bestehen die enormen Risiken? Kann ich dabei verbluten?
Vielen Dank schon mal im voraus für Ihre Mühe
Viele Grüße
Finita

Re: OP mit Blutverdünnern

05.07.12, 07:27

Guten Morgen!

Was passiert denn womöglich bei der Op? Worin bestehen die enormen Risiken? Kann ich dabei verbluten?

Diese Fragen müssen Ihnen Ihre behandelnden Ärzte beantworten.
Ich hatte ja bereits geschrieben, welche Abhängigkeiten es gibt.

Wie groß ist der Tumor?
Blutet er jetzt schon?
Was vermuten die Ärzte?
Wie ausgedehnt wird die OP?

und:

Kann man nicht schlicht abwarten, bis die Blutverdünner reduziert wurden? (Auch vor dem Hintergrund eines frisch zurückliegenden Herzinfarkts)

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus
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