Beinvenenthrombose

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sh
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Beinvenenthrombose

Beitrag von sh » 22.10.09, 18:41

Bei meinem Mann wurde eine ausgeprägte Beivenenthrombose im rechten Bein festgestellt. Beschwerden, wie unregelmäßig auftretene Krämpfe in der Nacht, hatte er schon seit einem halben Jahr. Aus Arbeitsgründen hat er sich nie die Zeit genommen zur Untersuchung zu gehen, nun liegt das Resultat vor. Die Thrombose betrifft die gesamte Vene, zur leichten Anschwellung kam es auch. 3 malige Luftnotzustände in der Vergangenheit konnten sich jetzt erklären.Die Behandlung soll jetzt über 3 Monate mit Heparin-Spritzen erfolgen, anschließend soll er ein blutverdünnendes Medikament bekommen. Ansonsten gilt absolute Schonung.Dass die Spritzen die Bildung von Embolien verhindern ist mir bekannt, aber was passiert in der Zwischenzeit mit der verstopften Vene? Lösen sich die Ablagerungen auf? Vor allem wie lange kann dieser "Heilungsverlauf" dauern? Mein Mann arbeitet als Lagerist, wo er köperlich schwere Tätigkeiten ausführen muss. Auf jeden Fall geht aber Gesundheit vor, die 3 Luftnotstände haben schon einiges im Kopf bewegt.
Unklar ist auch der jetzige Grad der Belastungsfähigkeit. Nur spazieren gehen, Beine hochlagern, viel trinken und Ruhe bewahren. Holz hacken usw. fällt aus, aber kann er auch mal eine Einkaufstüte tragen, oder lieber noch nicht. Bisher lasse ich ihn nicht ran.
Fragen über Fragen, ich hoffe ich nerve damit nicht :)
Simone

Stefan von Sommoggy
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Beitrag von Stefan von Sommoggy » 23.10.09, 07:20

In erster Linie ist wichtig zu wissen, wie alt die Thrombose ist: Die Lungenemboliegefahr ist am größten, wenn man noch gar nichts spürt! Nach 2 Tagen ist der Thrombus so wandhaftend, dass die Gefahr schon deutlich geringer ist. Nach ihren Ausführungen liegen die Beschwerden und damit die Thrombose schon länger zurück. Bitte informieren sie sich genauer auf meiner Website unter http://www.gefaesschirurgie.net/fragen/ ... ombose.htm
wo das Krankheitsbild ausführlich besprochen ist.
Viele Grüße,
Stefan Sommoggy
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

Nach § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ersetzt meine Stellungnahme nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

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Beitrag von sh » 23.10.09, 09:03

Vielen Dank für die Antwort. Sind gleich auf den empfohlenen Link gegangen, wo man sich super informieren kann. Eine erfreuliche Nachricht, mein Mann war gerade bei der Ärztin, die Schwellung ist deutlich zurück gegangen. :)

Simone

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