retrograde Ejaculation nach Aortenaneurysma Operation

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Herbert-CR
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retrograde Ejaculation nach Aortenaneurysma Operation

Beitrag von Herbert-CR » 28.09.08, 17:43

ich habe eine große Operation der Bauchschlagader (Aortenaneurysma)hinter mir. Die habe ich gut überstanden.

Mein Problem ist nun, dass eine Ejakulation in die Blase geht. Man fühlt sich selbst dabei unwohl und auch die Partnerin ist zumindest irritiert.

Hat jemand die gleiche Erfahrung und hat jemand einen Rat was man tun kann. Es wäre toll, wenn das wieder "normal" funktionieren würde!

Eine weitere Frage habe ich noch, der Klinikarzt hat unter anderen Beta-Blocker verordnet. Warum dies, ich habe einen ganz normalen Blutdruck und Beta-Blocker muss man das ganze Leben einnehmen?

Für Antworten wäre ich dankbar!

Stefan von Sommoggy
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Beitrag von Stefan von Sommoggy » 06.10.08, 08:43

Die retrograde Ejakulation beruht auf einer intraoperativen und manchmal leider unvermeidlichen Verletzung des sympatischen (also vegetativen) Nervengeflechts. Dies verläuft vorwiegend links an der Aorta und der Beckenarterie. Nicht mehr reparierbar, leider.
Das mit dem Betablocker verstehe ich auch nicht. Sprechen sie mit ihrem Arzt!
Viele Grüße,
Sommoggy
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

Nach § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ersetzt meine Stellungnahme nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Herbert-CR
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Beitrag von Herbert-CR » 07.04.09, 16:37

Ich muss mich für die damalige schnelle Antwort von Prof. Dr.med. Stefan von Sommoggy bedanken und mich entschuldigen, das ich den Dank nicht schon früher ins Netz gestellt habe.

Mit dem Betablockern kann ich nun selbst eine Antwort geben. Mir ging's damals noch so ca. zwei Monate gut. Dann bekam ich einen schlimmen Schwindelanfall mit immensen Angstattacken. Ich bin ins Krankenhaus und unter Beobachtung bekam ich dann Betablocker.

Seit dieser Zeit beobachte ich meinen Blutdruck, der so zwischen 120/65 und 155/85 liegt, wenn der Wert hoch ist, habe ich große Schwindelprobleme. Den Blutdruck steuere ich mit einem bekannten Betablocker.

Was mich jedoch am meisten belastet, Schwindelprobleme habe ich immer, wenn auch bei niedrigen Blutdruck in abgeschwächter Form. In einem Gefäßzentrum wurden mit Ultraschall Bauchaorta und Halsschlagader gecheckt. Hier war das beruhigende Ergebnis: Alles in Ordnung!!!

Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht und wie sieht seine Behandlung aus.

Nebenbei gesagt, wird man unter dieser Belastung noch zum Hypochonder. Man hört in sich hinein und vermutet alle Krankheiten zu haben die es gibt.

Herbert-CR
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Beitrag von Herbert-CR » 11.04.09, 15:49

Nochmalige Nachfrage: Kann mir jemand helfen!

Stefan von Sommoggy
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Beitrag von Stefan von Sommoggy » 14.04.09, 08:08

Lieber Herbert, wie ich schon in meiner Antwort schrieb: Leider ist die retrograde Ejakulation nicht mehr behebar!
Ein Beta-Blocker kann impotent machen, aber er beeinflusst nicht die retrograde Ejakulation.
Viele Grüße,
Sommoggy
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

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Herbert-CR
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Beitrag von Herbert-CR » 21.04.09, 23:08

Stefan von Sommoggy hat geschrieben:Lieber Herbert, wie ich schon in meiner Antwort schrieb: Leider ist die retrograde Ejakulation nicht mehr behebar!
Ein Beta-Blocker kann impotent machen, aber er beeinflusst nicht die retrograde Ejakulation.
Viele Grüße,
Sommoggy
Vielen Dank für die Antwort. Die Antwort wegen der retrograde Ejakulation hatte ich verstanden. Ich benötige jedoch eine Antwort wegen dem Schwindel und meinen psychischen Zustand.

Gruß
Herbert

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