Rehabilitation bei Tiefer Venenthrombose Vena subclavia

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lelliken
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Rehabilitation bei Tiefer Venenthrombose Vena subclavia

Beitrag von lelliken » 30.07.12, 16:23

Erfahrungen, Literatur, Kontakte gesucht zu Professionellen (Ärzte, Physiotherapeuten) und Betroffenen, die etwas zu Rehabilitationsmöglichkeiten bei Tiefer Venenthrombose der Vena subclavia (vermutlich bleibend) sagen können. Ich bin 38, auf mich treffen keine "Risikofaktoren" bzgl. Thrombose-Entstehung zu. Ggf. Gerinnungsstörung, erst in frühestens 3 Monaten zu bestätigen. Thrombose vermutlich seit Dezember 2011, diagnostiziert im Februar 2012, seitdem Marcumar-Therapie und Kompressionsstrumpf am rechten Arm. Sämtliche Fächärzte und -ärztinnen geben mir keine klaren Aussagen dazu, wie genau ich in Bewegung kommen kann (Pulsfrequenz, Art und Umfang der Belastung, möglicher Trainingsplan), mit wessen Unterstützung und welchen Maßnahmen. Die Krankheitsbewältigung fällt mir sehr schwer. Erfahrungswerte? Danke!

Stefan von Sommoggy
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Re: Rehabilitation bei Tiefer Venenthrombose Vena subclavia

Beitrag von Stefan von Sommoggy » 31.07.12, 08:14

Es gibt keine spezifische "Rehablilitationsmaßnahmen". Die Möglichkeit Umgehungskreisläufe auszubilden sind groß und entwickeln sich von allein. Nach 6 Monaten kann die Marcumarisierung abgesetzt werden. Natürlich sollte ein Auschluß einer angeborenen Thromboseneigung erfolgen. Ein Kompressionsstrumpf braucht nicht mehr getragen werden. Sport kann in jeder Form weiter betriebenwerden. Die Subclavia-Thrombose (Paget von Schroetter-Syndrom) tritt häufig bei sehr muskelstarken Männern auf (Bodybuilder), da durch die Muskulaturentwicklung der venöse Rückstrom durch die natürliche Enge zwischen Schlüsselbein und 1. Rippe weiter eingeengt wird. Oder nach langem Tragen eines schweren Rucksacks. Marschthrombose beim Militär.
Eine verstärkte Venenzeichnung der oberflächlkichen Hautvenen ist normal und zeigt die Umgehungkreisläufe an. Die Abstromsituation kann durch eine Venenverschlußplethysmografie im Seitenvergleich objektiviert werden. Der Abstrom der betroffenen Seite sollte nach 6 Monaten genau so gut wie auf der anderen Seite sein.
Viele Grüße!
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

Nach § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ersetzt meine Stellungnahme nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

lelliken
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Re: Rehabilitation bei Tiefer Venenthrombose Vena subclavia

Beitrag von lelliken » 04.08.12, 18:14

Vielen Dank für die Antwort! Ich lasse diverse in letzter Zeit erhaltene Rückmeldungen erstmal sacken und warte dann möglicherweise demnächst mit weiterführenden Fragen auf...Beste Grüße von einer nicht sehr muskelstarken Frau ohne Marschrucksack :)

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