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Amaurosis fugax

Verfasst: 27.06.12, 11:44
von MarPod
Liebes Forumsteam,

bei meiner Mutter (66 Jahre alt) ist letzten Mittwoch eine nur Sekunden andauernde "Amaurosis fugax" auf dem linken Auge aufgetreten. Sie hat mir am Wochende die Symptome geschildert und ich habe sie sofort zum Augenarzt geschickt.

Der war außer sich, dass sie nicht gleich den Notarzt gerufen hat und erst jetzt damit "daher kommt". (Sie sagte es wäre zwar beklemmend gewesen, aber in keinster Weise schmerzhaft und es "war ja dann wieder weg").

Es werden nun allerlei Untersuchungen gemacht (Doppler geplant) und man hat ihr, im Hinblick auf die Ferienzeit, geraten vorerst im deutschsprachigen Raum zu bleiben.

Das macht mir jetzt natürlich große Sorgen!!! Da es sich bei den Symptomen um Vorboten für Schlaganfall/Herzinfarkt handelt bin ich sehr beunruhigt. Ich frage mich, ob mit Erkennen der Amaurosis fugax dieses Risiko jetzt gebannt ist oder nicht und was ich tun kann.

Meine Mama ist ein jugendlicher Typ und schlank. Sie schaut ansich aus wie ein "junges Mädchen". Cholesterin ist normal, die Hauptschlagader wurde im letzten Jahr untersucht - da war alles o.k.

Blöd ist vermutlich nur das Rauchen...

Was soll ich jetzt am besten tun?Auf was muss ich achten? Was tun, wenn das wieder kommt?

In der Hoffnung auf einen guten Rat
ihre
Maria

Re: Amaurosis fugax

Verfasst: 27.06.12, 11:58
von jaeckel
Liebe Maria,

neben der augenärztlichen Untersuchung sind eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern und eine kardiologiosche Diagnostik sehr wichtig. Ggf. empfiehlt der Kardiologe die (vorbeugende) Einnahme von Medikamenten.

Wenn so etwas wieder vorkommt, wissen Sie jetzt, dass es sich um einen Schlaganfall handeln könnte und Eile geboten ist: Telefon 112!

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
www.medizin-forum.de

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Re: Amaurosis fugax

Verfasst: 27.06.12, 12:16
von MarPod
Sehr geehrter Herr Dr. Jäckel,

Vielen Dank für die Antwort! Eine Frage quält mich noch: Wenn es zu einem Schlaganfall kommen würde, bemerkt das der Betroffene selbst (um Maßnahmen einleiten zu können und ggf. die 112 zu rufen) oder nur Außenstehende, die die typischen Veränderungen am Betroffenen wahrnehmen?

Herzliche Grüße
Maria

Re: Amaurosis fugax

Verfasst: 27.06.12, 12:58
von jaeckel
Grundsätzlich merkt das der/die Betroffene meist selbst. In schwer(st)en Fällen kann nur ein neurologisches Defizit (bis zur Bewußtlosigkeit) so ausgeprägt sein, dass der/die Betroffene selbst nicht mehr in der Lage ist, Maßnahmen zu ergreifen.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
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