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Kapillarmikroskopiebefund

Verfasst: 10.02.12, 06:23
von Jule90
Guten Tag Herr Dr. von Sommoggy,

könnten Sie mir erklären wie der Befund der Kapillarmikroskopie zu deuten ist?

Die Kapillarmikroskopie der Finger brachte folgenden Befund:
Kaliber: normales Lumen
Elongation: einzelne elongierte Kapillaren mit beg. Abknickung (max. 1 /Gesichtfeld)
Normaler Fluss, normale Dichte der Kapillaren
kleinere einzelne Einblutungen (vor allem 4. Finger li.)
Die Nagelhaut ist brüchig und eingerissen.

Insgesamt ist der Befund nur minimal verändert.

Was genau bedeutet "Elongation: einzelne elongierte Kapillaren mit beg. Abknickung (max. 1 /Gesichtfeld)"?

Zu den einzelnen Einblutungen hatte ich dem Rheumatologen, der die Kapillarmikroskopie durchführte, noch gesag,t dass immer wieder auch an den anderen Fingern solche Einblutungen zu sehen sind, also nicht nur an diesem Finger.
Er meinte, im Bezug auf meine anderen Symptome, würde es in Richtung Kollagenose gehen.

Wie ist dann eine nur minimale Veränderung der Kapillaren zu deuten?
Hat jeder solche minimalen Veränderungen oder sollte es tatsächlich ein Hinweis auf eine Kollagenose sein?
Hausarzt und (sonst behandelnder) Rheumatologe sind nicht überzeugt davon, weil eben nur minimal Verändert.

Jule

Re: Kapillarmikroskopiebefund

Verfasst: 10.02.12, 09:09
von Stefan von Sommoggy
Das ist ein ziemlicher Normalbefund und weist nicht auf eine Kollagenose hin. Elongation heißt, dass die Gefässe durch Verlängerung etwas mahr geschlängelt verlaufen und auch teilweise leicht abknicken.
Also: Keine Sorge bez. dieses Befundes!
Viele Grüsse!

Re: Kapillarmikroskopiebefund

Verfasst: 11.02.12, 10:08
von Jule90
Vielen Dank!

Wie entsteht denn eine solche Elongation, oder ist sie bereits meist von Geburt an vorhanden?
Wodurch entstehen dann die Abknickungen?

Jule

Re: Kapillarmikroskopiebefund

Verfasst: 12.02.12, 10:08
von Stefan von Sommoggy
Entwickelt sich im Laufe des Lebens, die Abknickungen entstehen durch die Verlängerung (= Elongation).