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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beinvenenthrombose und Lungenembolie
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 Betreff des Beitrags: Beinvenenthrombose und Lungenembolie
BeitragVerfasst: 12.10.16, 20:51 
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Mein Mann liegt seit gestern im Krankenhaus auf der Inneren Station, bekommt täglich zwei Spritzen für die Butverdünnung und zwei mal 1 Tropf für den Flüssigkeitshaushalt.
Er kam über die Notaufnahme, wurde inzwischen untersucht, CT Lungenbereich und Sonografie der Beinvene.
Die Beinschwellung ist bis zum Knie, die gesamte Vene ist betroffen und der Verdacht Lungenembolie hat sich bestätigt.

Morgen wird noch eine Magenspiegelung gemacht. Wenn da alles in Ordnung ist, soll er entlassen werden und ambulant bei einer Venenspezialistin betreut werden. Blutverdünner soll er dann ständig nehmen. Er hatte vor 6 Jahren scho mal eine Thrombose, da war das gesamte Bein bis Oberschenkel betroffen, so schlimm, das die Ärzte nichts machen konnten.

Ich verstehe nicht, dass gar nichts gemacht werden kann. Nur Schonung un hoffen, dass alles gut wird?
Für mich ist doch so ein Zustand wie eine "tickende Zeitbombe", oder befindet er sich in einem hoffnungslosen Zustand?


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BeitragVerfasst: 15.10.16, 02:18 
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Gestern wurde mein Mann aus dem Krankenhaus entlassen. Er wurde zuvor von den blutverdünnenden Spritzen auf Tabletten umgestellt. Vor der Entlassung wurde nochmal das Herz mit Ulltraschall kontrolliert. Die dabei anwesenden Ärzte meinten bei dem Befund der Lunge, 3 mm, hätte er sterben können. Zu Gute kam, dass er "ein starkes Herz hat, das
jetzt mächtig arbeitet" Aussage eines Arztes. Die Embolie selbst war wahrscheinlich ca. 10 Tage zuvor, beim Fahrradfahren, als er plötzlich weniger Luft bekam. Dies deutete er aber als fehlende Fitness. Er ging auch weiter zur körperlich schweren Arbeit, bis zu dem Tag, wo das Bein bis zum Knie über Nacht dick wurde.

Jetzt heißt es 4 bis 6 Wochen absolute körperliche Schonung, weil immer noch die Gefahr besteht, dass sich weitere Teilchen lösen können. Dann erfolgt nochmal eine Kontrolluntersuchung der Lunge, ob der Thrombus sich aufgelöst hat.

Der Kompressionsstrumpf und auch die Blutverdünnertabletten werden ihn nun ständig begleiten, da die Thrombose im Bein zum zweiten mal auftrat und entsprechend "beansprucht" wurde, wie der Arzt sagte.

Die Gefahr ist noch nicht vorbei, aber ich hoffe, dass es gut ausgeht.


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BeitragVerfasst: 15.04.18, 09:45 
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Hallo SH,

ich bin kein Arzt und kann dir auch nicht viel raten. Allerdings kann ich dich gut verstehen, dass du besorgt bist. Mein Mann hatte auch eine Lungenembolie.

Seine Lungenembolie ist schon eine Weile her (Ende Februar). Er kam mit dem Notarzt ins Krankenhaus. Er lag insgesamt 12 Tage im Krankenhaus. Dort hieß es, sie können ihn bis 15 Tage im Krankenhaus behalten bei der Diagnose. Allerdings hatte er zusätzlich noch eine beidseitige Lungenentzündung.

Er bekam auch erst blutverdünnende Spritzen und dann wurde er auf Tabletten umgestellt. Auch Kompessionsstrümpe bekam er. Bei den Beinvenen haben sie nichts gefunden. Er hat auch gesagt, er hätte in den Beinen nichts gemerkt (keine Schmerzen, keine Rötung, keine Schwellung).

Im Krankenhaus bekam er noch Physiotherapie (Atemübungen und sie haben Treppensteigen geübt). Also absolute Schonung war es nicht. Aber auch keine übermäßige Anstrengung.

Nach dem KH war er ca. 2 / 2,5 Wochen zu Hause. Da haben wir das mit den Treppensteigen weiter gemacht (40 Stufen runter und mit Pausen wieder rauf).

Im Anschluss hat er eine 3-wöchige Reha bekommen. Und da ist definitiv keine absolute Schonung! 5 km Wandern, Ergometertraining, leichte Kraftübungen und aber auch Entspannungsübungen.

Das Herz hat auch nichts abbekommen. Sein Thrombus in der Lunge war 1 cm Durchmesser. Bei ihm hieß es auch, er hat ein starkes Herz (muss er ja, ist Ausdauersportler). Dazu hieß es: Bei einem untrainierten wäre es vielleicht anders ausgegangen.

Zu uns hieß es: mit Blutverdünnern und den Kompressionsstrümpfen könnte jetzt so viel nicht mehr passieren. Und der Thrombus löst sich nicht von heute auf Morgen auf.

Jetzt bekommt mein Mann wieder besser Luft. Das war aber auch 1 Woche vor der Reha schon so. Vermutlich ist der Thrombus da schon kleiner gewesen.

Wie alt ist dein Mann? Was ist er von Beruf?

Bei meinem Mann haben sie gesagt, er darf nicht lange sitzen, nicht lange stehen. Und z. B. auf dem Bau soll er auch nicht arbeiten. Er gilt jetzt - durch die Tabletten - als Bluter.

Das ist mein Bericht zur Lungenembolie - wie geht es deinem Mann jetzt?


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BeitragVerfasst: 27.06.18, 23:51 
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Oh, eine Weile nicht im Forum gewesen. :cry:

Meinem Mann geht es soweit gut. Er arbeitet als Lagerist. Muss täglich Waren- und Ausgänge im technischemnBereich bewältigen. Große Kartons auf Regale heben oder runter holen. Arbeit am Computer gehört natürlich auch dazu.

Mein Mann ist Jahrgang 56, muss noch bis April 2020 arbeiten, dann hat er die erforderlichen 45 Jahre, um in Rente zu gehen.

Körperlich merkt er schon Einschränkungen, muss auch mal eine Pause einlegen. Die Ärztin meinte das ist normal, er soll daran denken, dass er die Embolie überlebt hat.
Er versucht seine Fitness weiter zu verbessern, benutzt auch keinen Fahrstuhl, um in den 11. Stock zu kommen.

Mit den Tabletten zur Blutverdünnung kommt er gut zurecht. Die Kompressionsstrümpfe trägt er bei längeren Autofahrten.

Ein Kontroll CT würde auch nach ein paar Monaten gemacht, alles okay, nichts mehr zu sehen.

Hoffe Ihren Mann geht es inzwischen einigermaßen?


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BeitragVerfasst: 28.06.18, 04:53 
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Hallo,

da haben beide Männer ja einen ähnlichen Beruf. Mein Mann macht auch Warenein- und Warenausgänge. Er kommissioniert die Waren, fährt aber auch Lkw (also lieferte die Ware aus).

Er hatte mit dem Hamburger Modell angefangen und nun arbeitet er seit ein paar Wochen wieder ganz normal. Er trägt die Kompressionsstrümpfe und nimmt die Blutverdünner. 100 % ist sein Gesundheitszustand noch nicht. Wenn er einen anstrengenden Tag hatte, dann merke ich, dass ihm abends die Luft etwas fehlt. Ich hoffe, dass das noch besser wird. Laut Aussage der Ärzte kann das ein paar Monate dauern, bis auch dieses Problem weg ist. Aber ich habe viel gelesen. Und bei einigen hat sich das nicht mehr gegeben.

Mein Mann ist noch jung (Jahrgang 1979). Aufgrund seines Alters muss er noch Bluttests (eine sogenannte Thrombophilidiagnostik) machen lassen, um abzuklären, ob da nicht eine erbliche Neigung zu Thrombosen besteht.
Diese Test finden in 2 Monaten statt. Das Ergebnis gibt es dann noch etwas später.

Er war ja vor der Embolie sportlich. Er ist Läufer. Nun macht er 3 x die Woche Nordic Walking. Laufen darf er erst ab Herbst.
In der Reha wurde ihm 3 x die Woche a 45 Min. Sport empfohlen.
Dort gab es auch Ernährungsberatung und Kurse über Stressbewältigung. Wir versuchen alles so gut es geht umzusetzen.

Aber immer noch sitzt der Schock tief, dass es hätte schon alles aus sein können .... das Leben vorbei sein kein von heute auf Morgen ....


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BeitragVerfasst: 28.06.18, 22:50 
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Hallo, solch ein Bluttest steht bei meinem Mann noch aus. Das soll aber noch dieses Jahr gemacht werden. Die Fitness meines Mannes hat sich zunehmend verbessert.
Hat er anfangs noch geschnauft als er die Treppen in unserem 11 Geschosser hoch gelaufen ist, schafft er es jetzt schon ganz gut.
Kompressionsstrümpfe trägt er bei längeren Autofahrten und mit den Blutverdünnungstabletten ist er gut eingestellt.
Hoffe, dass es ihrem Mann auch gesundheitlich bald besser geht.


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BeitragVerfasst: 01.07.18, 05:20 
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Beiträge: 70
Hallo,

hatte Ihr Mann schon irgendwelche Vorerkrankungen und gab es früher mal irgendwelche schweren Krankheiten? Sind in der Familie Ihres Mannes Gerinnungsstörungen bekannt?

Wir kennen jemanden, der hatte auch vor kurzem eine Lungenembolie (etwa das Alter von ihrem Mann). Derjenige hatte aber mit etwa 40 Jahren schon einen Schlaganfall. Also bereits zwei solche schweren Ereignisse.

Bisher war mein Mann kerngesund (bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion). Nicht einmal eine Erkältung hatte er. Umso überraschender kam das alles für uns.


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