Der aufgeklärte Patient...

Theoretische Grundlagen, Philosophie, Kritik

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Adromir
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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Adromir » 05.11.14, 22:27

Sollte es nicht nur eine Medizin geben? Eine die nach überprüfbaren, nachvollziehbaren und wiederholbaren Kriterien wirkt? Unabhängig vom Ursprung der Heilmethode? Und nicht nur auf einem Ursache-Wirkungverständnis zurückgreift, die aus einer Zeit stammt, in der die Medizin mehr falsch als richtig gemacht hat?

Piepmatz
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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Piepmatz » 06.11.14, 13:08

Hallo,

Zu Frage 1, möchte ich mal äussern NEIN, denn es gibt ja nicht "nur" ein Erkrankungsweg in Bezug einer und derselben Erkrankung.
Zu Frage 2, lesen Sie mal nur die paar Gedanken die Dr. Tillenburg anhand zu klinischen Studien verfasste, besser kann man das schon nicht mehr interpretieren.
Zu Frage 3, Wer die Grundursache nicht herausfindet oder gar mindestens nachgeht (was ja auch eine Menge an Zeit beansprucht mit Kosten die nicht oder gar fast nicht zu decken sind) wie soll da "Heilung" statt finden und nach welcher Methode?
Anscheinend glaubt man blind anstatt auf's Gesamtpacket der Genesung zu achten und die besteht nicht nur aus Pharmakologie, sondern aus über weit mehr.
Zu Frage 4, Medizin besteht eben nicht nur aus weiss und schwarz, Genesung oder Tod, daher stammen die unterschiedlichsten Methoden. Nur heutzutage möchte man die Pharmakologie als Allheilwunder aussehen lassen, nur komisch dass selbst Ärzte dem nicht zustimmen können, wen wundert's?

Wie war das schon mehr...was den Gesunden erkranken lässt, vermag den Erkrankten zu heilen...sehr zweideutige Hypothese und sehr gewagt (so finde ich).
Gruss
Piepmatz

Adromir
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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Adromir » 06.11.14, 15:51

Merken sie eigentlich, daß sie der einzige sind, der von Pharmazie als Alleinheilmittel redet? Oder von Monokausalen Ansätzen von Saluto- und Pathogenese spricht? Meistens sind es übrigens die alternativmedizinischen Systeme, die verschiedenste komplexe Erkrankungen auf eine Ursache herunterbrechen (Homöopathie = gestörte Lebenskraft, was auch immer das sein mag, Schüsslersalze = Ungleichgewicht essentieller Salze, Chiropraktik = Fehlstellung der Wirbelgelenke, Akupunktur = Falscher Chifluss usw. usw.)
Ausserdem, was denken sie, wie Naturheilkunde (und ich meine damit echte und nicht vieles, was fälschlicherweise als solche betrachtet wird) denn eigentlich wirkt?

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Piepmatz » 06.11.14, 17:12

Pharmazie ist nur befähigt zu lindern, weshalb ich sie dankend ablehne, denn ich möchte Heilung und die gibt es nicht selbst mit Naturheilkunde nicht!
Man kann die Naturheilkunde nutzen im Sinne der Linderung und die entnehme ich der Nahrung.
Leider reicht es nicht um Laborwerte neuen Leit- und Richtlinien nach zu kommen, nur komischerweise nutzen die Ergänzungsmittel nichts, weil dann doch zu viel recht komplex ist und mir das nächste Problem besorgt, von daher nutze ich die auch nicht und lass das Zeug in der Apotheke.
Was Phytotherapien angeht, sind diese verpanscht und leide dann noch zusätzlich über die Haut, woran das wohl liegen mag?
Also, bleibt es wie es ist u.z. bei der Ernährung, Leistungsverlust muss ich dann eben hinnehmen, ansonsten helfe ich mir mit Tee und scheint (so empfinde ich es nun mal) zu helfen.
Dr. Tillenburg nutzte ein sehr interessantes Wort u.z. Laborkosmetik was mich recht amüsiert.
@ schnuffeldi erwähnte mal, man behandle die Normalen.
Dass Mediziner in gewisser Hinsicht selbst noch Laborkosmetik betreibt nach WHO Leit- und Richtlinien und sonstigen Tabellen und Statistiken, entsetzt mich gerade in der Erkenntnis.
Ob wir noch nach "Mensch" betrachtet werden oder "nur" nach Modellen wie Reperaturwerkstätte funktionieren, will ich zwar nicht wirklich für wahr nehmen, aber das unterliegt ja sowieso der eigenen Wahrnehmungsempfindung und sollte auch niemandem unterstellt werden (m.E.n.)

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Adromir » 07.11.14, 10:33

Piepmatz hat geschrieben:Pharmazie ist nur befähigt zu lindern, weshalb ich sie dankend ablehne, denn ich möchte Heilung und die gibt es nicht selbst mit Naturheilkunde nicht!
Können sie das Irgendwie belegen, oder ist das nur ihre persönliche Meinung?

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Piepmatz » 07.11.14, 12:45

Welchen Beweis hätten Sie denn gerne?
Die nach Blutwerten von TNFa über das Haupthistokompatibilitätskomplex von C3 und C4 MHC plus MCHC oder die vom Elisatest von ENA hin zu ANA bis c-ANA und ANCA mit samt Liste der humanen CD-Antigene und den CEA's vs Lymphozyten, wobei die Leukozyten eh fibrose sind mal sogar auf 18mm³ aufblasen und die Nutzung von Curcumin diese wieder auf 3 mm³ runterschrumpfen, jedoch die Fibrose noch die Hämoragische Variante wegblasen?
Wieviel brauchen Sie von was, vielleicht noch Viren und Candidosen mit allem drum und dran?
Das sind sehr sehr viele Analysen und würde doch glatt diesen Thread sprengen.
Immunologische angeborene Fehler gehen nun mal nicht einfach so weg, jedoch einen Umgang gibt's schon, reicht ja zu wissen welche Nahrung, welche Kräuter und welche Tee's es lindert, doch heilen nach derzeitigem Wissenstand gibt's nicht.

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Piepmatz » 07.11.14, 13:15

Wollen Sie vielleicht noch wissen wie der Lupus funktionniert nach Aplastischer Thrombopenie oder wenn nicht so, dann die Thromboembolie wie die von statten geht bis diese platzen?
Oder vielleicht noch die Neutrophilie und Eosinophilie nach Allergien bis hin zur Granulomatose=Churg Strauss=Vergiftung?
Oder doch nur wie meine NK's drauf sind?
Gruss
Piepmatz

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Piepmatz » 07.11.14, 14:17

So und nun zu Ihrer Frage zurück, ist das Beweis genug wie Pharmazie ???lindert??? ...???drosselt???...???oder heilt??? nach Immunsupressiva über 7 Jahre, Anti-Histaminika jedesmal dazu plus Cortison und Antibiotika, wie auch Paracetamol, Ibuprofen und ASS nach allerlei Versuchen mit samt der Thyroxingabe seit überaus 27 Jahre Nutzung und zu guter letzt der Hydroxychloroquin-Einsatz der dann den Rest hinzu fügte und die rechte Nierre im A...ist (zum Glück habe ich ja noch eine, da staunt man nicht schlecht,gell?!
Und was brauche ich nun?
Gar nix und Ruhe ist im Stall vom Körper,weil ich auf das Gesamtpacket einwirke mit Nahrung, Kräuter und Tee :mrgreen:

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Adromir » 08.11.14, 10:12

Sie schließen von einem Einzefall (ihrem) auf die gesamte Pharmazie. Das mag für ihren speziellen Fall vielleicht zulässig sein, lässt aber keine Allgemeine Aussagen über die Pharmazie als solche zu.

Piepmatz
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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von Piepmatz » 09.11.14, 09:34

Es gibt KEINE spezielle Einzelfälle. Es gibt nur den miesen Umgang damit, wenn die Grundursache nicht gesucht werden will , leider.
Polymedikation ist brisant gefährlich NICHT "nur" bei älter werdenden Menschen. Nur Schade finde ich, dass selbst der Lebenswandel von Patienten unbeachtet bleibt, weder noch geändert werden will, man basiert sich zu sehr auf Pharma und Co.
Naja, irgendwann wird auch hierin eine Änderung stattfinden und bis dahin wünsche ich jedem eine gute Genesung.
Gruss
Piepmatz

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Re: Der aufgeklärte Patient...

Beitrag von sophica » 09.11.14, 11:05

"Die Wissenschaft" ist unsere neue Religion und der Begriff "wissenschaftlich" hat schon fast eine magische Wirkung, zumindest wird er so gebraucht.
Meist soll er bedeuten, dass alles klar, richtig und bewiesen ist.
Für mich als individuelle Patientin gilt aber: wirksam ist, was gemäß der Absicht wirkt - ohne stärkere negative Nebenwirkungen, die größer sind als die eigentliche Heilwirkung. Das gilt für mich sowohl für die Schulmedizin als auch für das, was "Alternativmedizin" genannt wird.
Mit Homöopathie habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht - aber vielleicht waren auch die Ärzte nicht gut genug - wer weiß, woran es liegt.
Die mir verordneten Blutdruckmedikamente aus der Schulmedizin gegen mäßig erhöhten Blutdruck haben den Blutdruck kaum gesenkt; allerdings habe ich heftige Nebenwirkungen (Reizhusten, Gefühl des Weg-getretenseins ...) gespürt.
Durch viel Bewegung und Ernährungsumstellung ist mein Bludruck jetzt in etwa normalisiert - ohne Medikamente. Dies wurde von keinem Arzt unterstützt!!!!!!!

Zur Heilung einer Fazialisparese nach einer Aneurysma-OP (Lähmung des linken Stirnastes) wurde mir von der Schulmedizin keine wirksame Methode empfohlen.

Eine Schädelakupunktur-Behandlung, die ich selbst privat gezahlt habe, da sie von der gesetzl. KK (wissenschaflich!) nicht anerkannt ist, hat wesentlich, nicht komplett zur Heilung beigetragen. Ich konnte, obwohl die Behandlung nach mehr als einem Jahr nach der OP durchgeführt wurde, dadurch, genau während der Behandlung, zum ersten Mal wieder die linke Augenbraue nach oben bewegen. Indivduell habe ich so einen Teil Heilung direkt erfahren. Also für mich ist das entscheidend.

Inwieweit bei sog. "wissenschaftlichen" Untersuchungen immer integer vorgegangen und nicht gepfuscht im Interesse des Auftraggebers wird, ist sehr fraglich.

Man sollte die Grenzen zwischen Schul- und Alternativmedizin nicht so starr ziehen; beide haben ihre Berechtigung und bei beiden gibt es sicher auch kritische Punkte.

Ich wünsche allen einen wunderschönen sonnigen Tag. :)
sophica

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