Alternative Medizin?

Theoretische Grundlagen, Philosophie, Kritik

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schnuffeldi
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von schnuffeldi » 16.12.13, 23:02

Ich bin immer noch Skeptiker, ich habe mir gerade jetzt die letzte Seite durchgelesen und fand es auch dennoch interessant.

Allerdings verstehe ich auch trotz meiner Skepsis, dass sich einige Leute an diesem Strohhalm festhalten, wenn sie wie oben schon super beschrieben wurde, kaum so behandelt werden, wie sie es wünschen. Und dazu gehört eben auch das Zuhören (Zeit) , das genaue Analysieren (Zeit und Kompetenz) und das Finden einer Diagnose (wieder Zeit und Kompetenz). So kompetent ein Arzt auch sein mag, oftmals bemerken wir Patienten es nicht, da entweder nichts getan wird außer Medikamente (ich bin da garantiert kein Einzelfall) also wenden sich einge Leute daran und sagen sich wie oben auch gut beschrieben "wenn mir schon sonst keiner hilft und keine Lust oder Kompetenz hat ,na was habe ich zu verlieren, dass ich eben noch Geld für solchen Hokuspokus ausgebe? Wenn das Krankenkassenfinanzierte nicht anschlägt/ nützt oder gar nicht erst angeboten wird, der Arzt nur seinen Stress zeigt, ist man schnell in den "Armen" solcher Alterniv"heilern".

Bislang habe ich es mir noch nicht gegeben, auch wenn ich mehr Geld hätte. Denn ich bin siehe oben Skeptiker. Ich finde schon die Kügelchen aus den Dosen amüsant. Meine Schwester verpasst solchen Kram ihren Kindern.

Ergänzend zur Schulmedizin machen es ja auch einige Ärzte und wenn sie wirklich engagiert sind (soll es ja geben, ich müsste dazu wohl weiter wegziehen^^), dann könnten beide Formen auch etwas bringen, ergänzend, nicht ausschließlich.
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

sonya
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von sonya » 17.12.13, 22:46

Ich habe sehr gute Erfahrung mit TCM und EFT und PME und der Homöopathie gemacht.. auch Akupressur Meditation sehr hilfreich,, kann ich gutem Gewissens weiterempfehlen .Es wieder viel Kraft und Lebensqualität gegeben.

dora
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von dora » 18.12.13, 09:06

sonya hat geschrieben:Ich habe sehr gute Erfahrung mit TCM und EFT und PME und der Homöopathie gemacht.. auch Akupressur Meditation sehr hilfreich,, kann ich gutem Gewissens weiterempfehlen .Es wieder viel Kraft und Lebensqualität gegeben.
es kommt immer darauf an welche Erkrankung man hat

sonya
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von sonya » 09.01.14, 22:21

Wenn etwas hilft, dann gibt es keine grenzen, aber Persönlich wurde ich immer zuerst mit geprüften Methoden versuchen...

martinaa
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von martinaa » 13.02.14, 21:54

Henrikk80 hat geschrieben:Wenn es um das Thema alternative Medizin geht, dann bin ich immer skeptisch. Um ehrlich zu sein, habe ich überhaupt kein Vertrauen in alternative Medizin. Was denkt ihr zu diesem Thema und habt ihr irgendwelche Erfahrungen mit alternativer Medizin? Kennt ihr jemanden, dem alternative Medizin da geholfen hat, wo die, sagen wir mal, klassische Medizin versagt hat? Ich freue mich auf eure Antworten!
Das selbe hier, bin die Meinung das die Leute an alles glauben wenn sie keine Alternative mehr finden, oder auch wissen das ihnen keine Medizin helfen wird...

Piepmatz
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Piepmatz » 30.05.14, 12:14

Alternative Medizin fängt doch schon bei der Nahrung an, oder nicht?
Homöopathie nach Globuli mit verdünntem Wirkstoff aus der Pflanzenheilkunde, ist doch logisch in seiner Wirkung die eben länger brauch, ansonsten wäre es zu toxisch und verfehlte sein Ziel der Heilung. (ich durfte mir das ganze reinziehen um Globulis zu verstehen)
Naturheilkunde nach Kräuter und vielem mehr, braucht mal länger bis Gene über Moleküle wieder richtig codieren.
Pharmakologie ist die nachsynthetisierte Version der Naturstoffe, die Nebenwirkungen sind eben nur durch Zusatz- und Erhaltungsstoffe und seltener vom Wirkstoff möglich, es kommt doch auch darauf an welche Wechselwirkungen möglich sind bei Ernährung.
Erkennt die Anatomie des Menschen überhaupt ein Placebo?
L.G. Piepmatz

Adromir
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Adromir » 30.05.14, 21:37

Piepmatz hat geschrieben:Alternative Medizin fängt doch schon bei der Nahrung an, oder nicht?
Homöopathie nach Globuli mit verdünntem Wirkstoff aus der Pflanzenheilkunde
Das Homöopathie Pflanzenheilkunde sei, wird zwar häufig geglaubt, kann aber nicht falscher sein. Neben Grundsubstanzen, die auch in der Phytotherapie angewendet werden, findet man in der Homöopathie so ziemlich alles als Grundsubstanz, was man auf diesem Planeten finden kann: http://scienceblogs.de/astrodicticum-si ... -hundekot/
Piepmatz hat geschrieben:ist doch logisch in seiner Wirkung die eben länger brauch, ansonsten wäre es zu toxisch und verfehlte sein Ziel der Heilung. (ich durfte mir das ganze reinziehen um Globulis zu verstehen)
Ich kann da keine logische Schlussfolgerung erkennen. Warum muss eine schnelle Wirkung "toxisch" sein und das Ziel der Heilung verfehlen?
Piepmatz hat geschrieben:Naturheilkunde nach Kräuter und vielem mehr, braucht mal länger bis Gene über Moleküle wieder richtig codieren.
Das würde mich sehr interessieren, wie Kräuter in die Translation/Transkription eingreifen und welche Krankheitsbilder das sind, die so behandelt werden können

Piepmatz hat geschrieben:Pharmakologie ist die nachsynthetisierte Version der Naturstoffe, die Nebenwirkungen sind eben nur durch Zusatz- und Erhaltungsstoffe und seltener vom Wirkstoff möglich
Auch ein Tee aus Fingerhut kann eine Digitalsintoxikation hervorrufen und auch ein Sud aus Weidenrinde kann Magenblutungen begünstigen. Beide sogar weitaus schneller als ihre synthetischen Kollegen, da sie viel schwieriger zu dosieren sind.
Piepmatz hat geschrieben:Erkennt die Anatomie des Menschen überhaupt ein Placebo?
Besteht der Mensch nur aus Anatomie oder ist er vielmehr eine Einheit aus Psyche und Körper? Von daher macht die Frage eigentlich nicht viel Sinn.

Piepmatz
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Piepmatz » 31.05.14, 09:11

Sie schreiben
Neben Grundsubstanzen, die auch in der Phytotherapie angewendet werden, findet man in der Homöopathie so ziemlich alles als Grundsubstanz, was man auf diesem Planeten finden kann.

So kommt es rüber, jedoch gibt es die Naturwissenschaft und die gibt ja auch durch erforschen an, welche Wirkstoffe so Pflanzen enthalten und wogegen diese wirken können.
Nun gut, auch ich würde mich freuen, wenn denn ein(e) Heilpraktiker/-in erläutern würde, warum man Wirkstoffe so verdünnt, obwohl Globulis was anreitzen sollen (steht sogar auf Apothekerseiten als Erklärung anbei, bei Globulianwendung), da reicht mir die Aussage "toxisch" auch nicht.

Dann bemerken Sie:
Das würde mich sehr interessieren, wie Kräuter in die Translation/Transkription eingreifen und welche Krankheitsbilder das sind, die so behandelt werden können.

Na die Nahrung alleine wird in viele chemische Prozesse umgewandelt, warum sollen da Kräuter nicht ebenso wirken, man beschreibt doch die Einwirkung auf Zellen, mal durch Eiweiße=Proteine, mal durch Enzyme=Säuren, mal Transmembran, mal Intrazellular.
Das ist so mit Salzen=Mineralien, wie auch organische und anorganische Stoffe, kommt halt darauf an wie viel von was nötig ist um gesunde Zellen zu schützen und sich daraus nichts schädigendes entwickeln soll.
Gegen Viren und Bakterien gibt es präventive Ernährung, doch an sich gibt es auch bei Erkrankungen durch Nutzung von Gewürzpflanzen und weiteren Heilkräuter den Effekt ein Immunsystem anzutreiben eingreifen zu können, wogegen pharmakologische Produkte entweder die Erkrankung lindern bis drosseln, doch nachweislich heilbar sind die nicht immer und je nach dem wie lange die Therapie vollstreckt wird, behindert man oft daß ein Immunsystem seine Arbeit tut, gar den Körper eher angreift als daß sich gegen Eindringlinge gewehrt wird (wenn denn schon aus Keimen resistente werden können und gar Krebserkrankungen entstehen lassen können)
Ich las mal ein Artikel der besagt im Darm liegt der Tod, also machen manche pharmakologische Produkte Probleme, wenn diese nicht abgebaut werden können vom Organismus und aus was besteht nun der Darm und seine Flora? Richtig aus körpereigenen Keimen, kommt nur darauf an was diese wichtige Keime quirrelig oder funktionslos macht, oder?

Zum Schluß bemerken Sie dann folgendes:
Besteht der Mensch nur aus Anatomie oder ist er vielmehr eine Einheit aus Psyche und Körper?

Naja, den Schlußsatz hätte ich besser formulieren müssen und zwar Erkennt die Anatomie des Menschen ein Placebo oder verarbeitet diese nur den Placebo?
Wenn Globulis nur aus Zucker und verdünntem Wirkstoff besteht, kann ebenso der Zuckerhaushalt=Sacchariden zu was angereitzt werden ohne Nebenwirkungen auszulösen und der eigentliche Wirkstoff wird eben ausgeschieden, wenn die Wissenschaft durch nachforschen keine Zelleneinwirkung nachweisen kann, aber das kann nur ein Gesundheitspädagoge der Naturheilkunde erklären, der die Heilpraktiker ausbildet.

Adromir
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Adromir » 31.05.14, 11:16

Piepmatz hat geschrieben: So kommt es rüber, jedoch gibt es die Naturwissenschaft und die gibt ja auch durch erforschen an, welche Wirkstoffe so Pflanzen enthalten und wogegen diese wirken können.
Ja, die Naturwissenschaft kann das, in der Homöopathie findet das jedoch nicht statt. In dem von mir verlinkten Artikel steht ja ein Beispiel, wie dort die Arzneimittelprüfung teilweise stattfindet, in dem die Ursubstanzen unters Kopfkissen gelegt werden und man dann die Träume analysiert (ist aber nicht bei allen Mitteln so, zugegeben).
Piepmatz hat geschrieben: Nun gut, auch ich würde mich freuen, wenn denn ein(e) Heilpraktiker/-in erläutern würde, warum man Wirkstoffe so verdünnt, obwohl Globulis was anreitzen sollen (steht sogar auf Apothekerseiten als Erklärung anbei, bei Globulianwendung), da reicht mir die Aussage "toxisch" auch nicht.
Der Grund ist simpel: Weil Samuel Hahnemann das vor 200 Jahren so erfunden hat. Eine konsequente Überprüfung hat bisher nicht stattgefunden.
Piepmatz hat geschrieben: Na die Nahrung alleine wird in viele chemische Prozesse umgewandelt, warum sollen da Kräuter nicht ebenso wirken, man beschreibt doch die Einwirkung auf Zellen, mal durch Eiweiße=Proteine, mal durch Enzyme=Säuren, mal Transmembran, mal Intrazellular.
Das ist aber noch nichts genetisches ;)
Piepmatz hat geschrieben: Das ist so mit Salzen=Mineralien, wie auch organische und anorganische Stoffe, kommt halt darauf an wie viel von was nötig ist um gesunde Zellen zu schützen und sich daraus nichts schädigendes entwickeln soll.
Stimmt, der Spruch "Alleine die Dosis macht das Gift" stimmt auch in der modernen Pharmakologie
Piepmatz hat geschrieben: Gegen Viren und Bakterien gibt es präventive Ernährung, doch an sich gibt es auch bei Erkrankungen durch Nutzung von Gewürzpflanzen und weiteren Heilkräuter den Effekt ein Immunsystem anzutreiben eingreifen zu können
Die Wirken aber eher durch eine aseptische Wirkung direkt am Keim und nicht durch ihre Wirkung am Immunsystem. Das Immunsystem ist echt komplex und durch aussen kaum gezielt beeinflussbar
Piepmatz hat geschrieben: wogegen pharmakologische Produkte entweder die Erkrankung lindern bis drosseln, doch nachweislich heilbar sind die nicht immer und je nach dem wie lange die Therapie vollstreckt wird, behindert man oft daß ein Immunsystem seine Arbeit tut, gar den Körper eher angreift als daß sich gegen Eindringlinge gewehrt wird
Jetzt verallgemeinern sie unzulässig. Warum soll ein synthetischer Wirkstoff (oder ggf. sogar nur extrahierter) grundsätzlich und immer anders Wirken als etwas was "aus der Natur kommt"?
Piepmatz hat geschrieben: (wenn denn schon aus Keimen resistente werden können und gar Krebserkrankungen entstehen lassen können)
Die Keime werden nicht resistent, sie sind es schon, durch die Medikamente fördert man nur leider die natürliche Auslese im Sinne der Evolution. Das können "natürliche" Antibiotika aber genau so, ebenso wie in der Natur vorkommende Stoffe auch Krebs auslösen können. So können die Inhaltsstoffe der Pflanze Aristolochia (welche in der TCM angewandt wird, und in der Homöopathie z.B. bei ausbleibender Mensis gegeben wird) Blasen- und Nierenzellkrebs auslösen. Die Attributierung von "guter" und "schlechter" Wirkung eines Stoffes aufgrund seiner Herkunft ("natürlich" vs. "synthetisch") ist rein Ideologisch, hat aber nichts mit der medizinischen Realität gemein.
Piepmatz hat geschrieben: Ich las mal ein Artikel der besagt im Darm liegt der Tod, also machen manche pharmakologische Produkte Probleme, wenn diese nicht abgebaut werden können vom Organismus und aus was besteht nun der Darm und seine Flora? Richtig aus körpereigenen Keimen, kommt nur darauf an was diese wichtige Keime quirrelig oder funktionslos macht, oder?
Das ist halt leider das Problem der Pharmakologie (egal ob synthetisch und natürlich), daß sie immer mit Nebenwirkungen behaftet ist. Die Menschliche Biochemie ist so komplex, daß man es schlichtweg kaum schafft, irgendwo regulierend einzugreifen, ohne irgendwoanders möglicherweise wieder ein neues Problem aufzumachen. Jedes Medikament sollte aber dahingehend überprüft sein, ob der Einsatz gerechtfertigt ist, sprich sein Nutzen die Risiken nicht übersteigt. Ja, ein Medikament (sehr häufig Antibiotika), können die Darmflora beeinträchtigen. In der Regel geht das mit zeitweisen Durchfällen einher, die (pun not intended) ein Klacks gegen z.B. eine nicht behandelte Lungenentzündung sind.

Zum Schluß bemerken Sie dann folgendes:
Besteht der Mensch nur aus Anatomie oder ist er vielmehr eine Einheit aus Psyche und Körper?
Piepmatz hat geschrieben: Naja, den Schlußsatz hätte ich besser formulieren müssen und zwar Erkennt die Anatomie des Menschen ein Placebo oder verarbeitet diese nur den Placebo?
Der Placeboeffekt ist ein psychologischer Effekt, der teilweise auch somatische Auswirkungen hat (z.B. Aktivierung von Schmerzunterdrückenden Systemen im Gehirn)
Piepmatz hat geschrieben: Wenn Globulis nur aus Zucker und verdünntem Wirkstoff besteht, kann ebenso der Zuckerhaushalt=Sacchariden zu was angereitzt werden ohne Nebenwirkungen auszulösen und der eigentliche Wirkstoff wird eben ausgeschieden,
Wie darüber angemerkt, ist der Placeboeefekt ein psychologischer Effekt, dazu braucht es keine Zuckerpillen. Da reicht ggf. schon ein Gespräch oder, wer kennt es nicht, das Pusten der Mutter auf die Verletzung des Kindes.
Piepmatz hat geschrieben:wenn die Wissenschaft durch nachforschen keine Zelleneinwirkung nachweisen kann, aber das kann nur ein Gesundheitspädagoge der Naturheilkunde erklären
Wenn die medizinische Forschung keine Wirkung nachweisen könnte, warum sollte das dann ein GEsundheitspädagoge erklären können? Er würde ja keinerlei Nachweis für seine Thesen führen können, also letztendlich würde er nur irgendetwas behaupten. Das kann und sollte aber nicht die einzige Grundlage für eine Therapie sein.
Piepmatz hat geschrieben:der die Heilpraktiker ausbildet.
Sie werden es nicht wissen, aber für Heilpraktiker gibt es keine geregelte Ausbildung. Es ist noch nichtmal irgendetwas wie eine Ausbildung vorgeschrieben. Jeder der die Prüfung besteht (die beliebig oft wiederholt werden darf), darf als Heilpraktiker arbeiten und jeder, der sich berufen fühlt, darf Heilpraktiker ausbilden (wozu es noch nicht mal eine Prüfung benötigt)

Muppet
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Muppet » 31.05.14, 12:28

Hallo,
schreibe einen Punkt dann 30 mal ein 0 und dann ein 1 dahinter auf. Das ist das Wirkstoffgehalt in eine C30 Globuli. Quasi 0.

Auch Schulmedizin wirkt zum Teil mit das Plazeboeffekt. Macht bis zu 30% der Wirkung aus. Sowohl im positiv wie im negativen Sinn (Nozebo).

Mitteln aus der Natur: Weidenrind (ASS), Digitalis (Herzerkrankungen), Tollkirsche (Atropin) sind ein paar sehr gut erforschten Beispiele. Sehr, sehr viele "synthetische" Medikamente finden ihre Basis in Pflanzen. Nur in Naturform sind sie nicht unbedingt gesund. Z.B. Weidenrind - greift die Magenschleimhaut massivst an, wesentlich mehr als in Tablettenform.

Homöopathie - Traubenzucker. Einzige wissenschaftliches Beleg = Plazebo Effekt.
Piepmatz: nach deinem Logik ist alles mit ein paar Zuckerkörne heilbar.
Gruß
Muppet

Piepmatz
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Piepmatz » 31.05.14, 18:18

Adromir, ist es denn Pflicht für jedes Mittelchen einen Nachweis zu erbringen?
Vieles was Sie mir bis dato erklären kommt bei mir rüber, wie wenn man an der Krankheit festhält und die Einstellung hat, man müsse unbedingt ein Gegenwirkstoff sich einwerfen, nur bloss dem Körper keine Gelegenheit zur Selbstheilung geben.
Wenn der Körper krank ist, leidet ja die Psyche, aber kann man über die Psyche alleine einen Körper zum heilen veranlassen?
Wenn ja, gibt es dafür Wissenschaftliche Beweise oder mindestens klinische Studien?

Nein Muppet, das wäre zu schön wenn es dazu nur Zuckerkörner benötigte :wink:
Ich glaube dass HP sehr gute Psychologen sind.

Muppet
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Muppet » 31.05.14, 20:23

Hallo,
Ich glaube dass HP sehr gute Psychologen sind.
Tja, die nicht wie ich, Jahre lang Psychologie studiert haben...
Gruß
Muppet

schnuffeldi
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von schnuffeldi » 31.05.14, 23:44

Piepmatz hat geschrieben:Adromir, ist es denn Pflicht für jedes Mittelchen einen Nachweis zu erbringen?
Vieles was Sie mir bis dato erklären kommt bei mir rüber, wie wenn man an der Krankheit festhält und die Einstellung hat, man müsse unbedingt ein Gegenwirkstoff sich einwerfen, nur bloss dem Körper keine Gelegenheit zur Selbstheilung geben.
Wenn der Körper krank ist, leidet ja die Psyche, aber kann man über die Psyche alleine einen Körper zum heilen veranlassen?
Wenn ja, gibt es dafür Wissenschaftliche Beweise oder mindestens klinische Studien?

Nein Muppet, das wäre zu schön wenn es dazu nur Zuckerkörner benötigte :wink:
Ich glaube dass HP sehr gute Psychologen sind.
Ich lese m ir den Schlagabtausch ja schon mit einem Schmunzeln durch. WÜrde ich das meiner Schwester unter die Nase halten,was sie eigentlich mit den Globulis anrichtet und sicher höchstens zu den Pflichtuntersuchungen der Kinder geht, würde sie wahrscheinlich endlich umdenken. Ich halte dieses Hokuspokus für fatale Geldschneiderei.

Und nachgewiesene Wirkungen sind jedenfalls vertrauenserweckender als ohne Nachweis. Und natürlich muss zur physischen Genesung auch auf die Psyche eingegangen werden, sei es schon das Vertrauen im Arzt, dass dieser an meiner Genesung interessiert ist und nicht Stammkundschaft züchtet. Oder wenn man es als Arzt noch nötig hat, Vertrauenshormone zuzugeben :lol: dazu gab es in der Vergangenheit viele Artikel und ich ich musste wirkich herzhaft lachen. Und ein gutes verbreitetes Beispiel vom Andromir ist das Pusten der Mutter und das Vertrauen des Kindes in die Mutter, denn sonst pustet sich Mama nen Wolf :lol: Kinder wissen eigentlich , dass es kein "Heilmittel" ist, ihr Unterbewusstsein spielt ihnen aber eben den kleinen positiven "Streich".
Ich glaube dass HP sehr gute Psychologen sind.
die mag es in der Minderheit geben, aber eher sind es tolle Verkaufsgespräche :lol: denn man muss an dem Zeug auch gut mitverdienen. Ich weiß nicht, wie es bei denen geregelt ist, aber gäbe es die gleiche Budget-Regelung wie in der "Schulmedizin" (selbst ich lache inzwischen über die Bezeichnung) , dann würde man wohl weniger vermarkten. Und jeder gute Vertriebler ist ein kleiner Psychologe :mrgreen: sieht man auch am irdischen Vertriebler, der auf Mission zieht ,sei es auch mit "grenzenloser Nächstenliebe" :lachen: und viele "Christen" lassen sich von diesem Hokuspokus einlullen. Das ist die Zielgruppe schlechthin. Selbst wenn mein Vertrauen in die Medizin immer mehr schwindet, aber das ist eigentlich schon der Gipfel des Ganzen.

Und wenn ich die Ausbildungsbedingungen angucke, ohne jegliche Prüfungen und nach Lust und Laune, dann wirds mir echt übel. Da finde ich die strengere Regelung bei anerkannten Ausbildungen richtig. Von der Bedingung über die Ausbildungsdurchführung bis zur Prüfung. Und selbst die Ausbildereignung wird von etlichen Bedingungen abhängig.

Jeder Markt , auch das Gesundheitswesen hat sein Für und Wider. Ich kann natürlich diese Kügelchen futtern oder sogar meine Kinder dareinziehen und sie nur zu den verlangten Untersuchungen lassen , ich kann aber auch ein Verantwortungsbewusstsein leben und meine Kinder med. behandeln lassen,wenn es nötig ist. Diese Globulis halten eher als heileheileSegenpillchen her , da Kinder ja jeden Schmunz glauben oder ich kann es "wirkungsvoller" und preiswerter mit Pusten "behandeln", wenn es etwas wirklich harmloses ist. Mal eine kleine Schramme vom Balgen oder mal stürzen. Denn jegliche Medizin zu versagen und mit solchen Zuckerperlen etwas riskieren finde ich falsch. Ich müsste wahrscheinlich umziehen, wenn ich meine (falls vorhanden ) Kinder in guter medi. Versorgung sehen möchte. Hier wären die Übriggeblieben höchstens beste Globulu-Vertreter, um mit der Naivität der Leute Kasse machen zu können und aus deren Leid noch mehr Profit scheffeln. Und schon sind die Docs hier wieder gemachte Leute. Ist das Sinn und Zweck? M. E. Nein.
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)

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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Adromir » 01.06.14, 00:11

Piepmatz hat geschrieben:Adromir, ist es denn Pflicht für jedes Mittelchen einen Nachweis zu erbringen?
Ja, sollte es denn keine Pflicht sein, wenn jemand die Mittelchen produziert und mit einem Versprechen verkauft?
Piepmatz hat geschrieben:Vieles was Sie mir bis dato erklären kommt bei mir rüber, wie wenn man an der Krankheit festhält und die Einstellung hat, man müsse unbedingt ein Gegenwirkstoff sich einwerfen, nur bloss dem Körper keine Gelegenheit zur Selbstheilung geben.
Falsch, das ist ein Strohmann, die sie aufbauen. Ich bin eher ein verfechter, teilweise weniger Medikamente zu verwenden, anstatt für jedes Wehwehchen und Unwohlsein, daß der Körper unbestreitbar in der Lage ist, selber zu bekämpfen, irgendwelche obskuren Pillen einzuwerfen.
Piepmatz hat geschrieben: Wenn der Körper krank ist, leidet ja die Psyche, aber kann man über die Psyche alleine einen Körper zum heilen veranlassen?
Wenn ja, gibt es dafür Wissenschaftliche Beweise oder mindestens klinische Studien?
ja gibt es, sie müssen sich nur informieren.
Piepmatz hat geschrieben: Nein Muppet, das wäre zu schön wenn es dazu nur Zuckerkörner benötigte :wink:
Ich glaube dass HP sehr gute Psychologen sind.
HPs sind erstmal nur Menschen, die folgende Vorraussetzungen erfüllt haben:
21 Jahre alt
kein Eintrag ins polizeliche Führungszeugnis
Bestehen der gesundheitsamtlichen Überprüfung

Das qualifiziert sie Grundsätzlich zu gar nichts, es macht sie auch nicht zu guten Psychologen, sowenig wie ein Dipl.-Ing Maschinenbau irgendwen zum guten Psychologen macht.

Piepmatz
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Re: Alternative Medizin?

Beitrag von Piepmatz » 01.06.14, 08:24

Na da haben wir es doch, dieses Wort "Vertrauen".
Wenn man gegenüber HP kein "Vertrauen" aufbauen kann, dann ist man auch nicht mehr nur "skeptisch", sondern wohl eher negativ eingestellt, teils durch selbst durchlebte negative Erfahrung = wirkungslose Therapie, (wobei es hier Nachprüfungen gibt durch die Forschung) teils durch zu langen Aufenthalten bei "schulmedizinischen" Bereichen, die sich beweisen müssen (ich schreibe bewusst "müssen", da diese Art Medizin ja auch pharmakologische Produkte (die mal minder, mal auch mehr gefährlich sind als Globulis) an Menschen verordnen und sich viele Produkte mittlerweile als schädigend nachweisen lassen (es gibt ja die Liste der negativen Wirkungen = krebserregend, oder gar anders erwirkte Erkrankungen und werden nicht vom Markt genommen, im Gegensatz zu Naturheilprodukten die dann vom Markt genommen werden und sogar die Produktion per Gesetz eingestellt wird. Man bezeichnet diese als Lebensmittelhersteller).
Hierzu benötigt es ja auch Regeln, Normen u.v.m.

Vertrauen ist die eine Sache, meistens bezieht man das Vertrauen auf einen Menschen. Bezweifelt wird die pharmakologische Behandlung weniger, da man das Netz für Informationen nutzen darf, indem man sich Forschung und Wissenschaft als bewiesene Fakten zur Beruhigung reinzieht.

Dennoch aktualisiert die Wissenschaft sich stetig neu und geben gar zu, alles lässt sich nicht beweisen, denn die menschliche Anatomie ist Einzigartig und nicht Einheitlich.
Da frage ich mich schon, vertraut der Mensch auf den behandelnden Mediziner oder vertraut er eher dem Produkt?
Für mich sind HP ebenso Mediziner, wie Mediziner einer "Schulmedizin" ob jetzt hochmodern oder auch klassisch. Beide Medizinarten behandeln und keine Art ist billiger.

Hat sich schon einer mal gefragt, wie viel ist mir meine Gesundheit wert und was darf sie denn so kosten?
Wie viel braucht es um gesund zu bleiben und was tue ich oder was ändere ich an meinem Lebenswandel?

Psychologische Begleitung finde ich wunderbar während Erkrankungen mit denen man nicht so leicht klar kommt und brauch sich desser nicht zu schämen.

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