Spirituelle Heilmethoden

Theoretische Grundlagen, Philosophie, Kritik

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T. Ostwald
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Re: Spirituelle Heilmethoden

Beitrag von T. Ostwald » 18.04.11, 13:26

Danke für die Aufklärungen.
Über Studien diesbezüglich würde ich mich auch sehr freuen!

Der Patientenstandpunkt, den ich in diesem Fall verteten möchte, ist nur der, dass mir eine Behandlung mit einem natürlichen Tee, oder unterschiedlichen Salben, bei kleineren Gebrechen wesentlich lieber ist, als die Zuhilfenahme unterschiedlicher chemischer Substanzen. Es bleibt dabei, dass Sie recht behalten, denn auch bei diesen Mitteln bleibt die Fachmedizinische Kenntnis aus und man legt seine Heilung in die Hände eines Erfahungsmediziners. Wahrscheinlich trägt am Ende doch der Glaube bei solcherlei Behandlungen zur Genesung bei....

Humungus
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Re: Spirituelle Heilmethoden

Beitrag von Humungus » 18.04.11, 13:57

Die Trennung "natürlich" und "chemisch" geht an der Realität vorbei und ist eine Kunsttrennung zur Steigerung "alternativmedizinischen" Ursprungs. Die sogenannten chemischen Präparate bauen zu einem nicht unerheblichen Teil auf Naturprodukten auf. Diese wurden in einem ersten Schritt extrahiert, im zweiten standardisiert (denn wer weiß, wieviel Wirkstoff in einem Teeblatt ist, das im Schatten gewachsen ist?), im dritten analysiert und künstlich hergestellt. Bei der Entwicklung des Insulin lässt sich dieser Prozess sehr gut verfolgen.

Übrigens sind "kleinere Gebrechen" auch durch Nichtstun zu behandeln. Die roborierenden Präparate (Kräutertees, Salben) steigern nur das Wohlbefinden, während der Körper selber mit allem fertig wird.
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.

Adromir
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Re: Spirituelle Heilmethoden

Beitrag von Adromir » 18.04.11, 15:19

Nicht zu vergessen, daß man in Kräutermixturen auch unbekannte Verunreinigungen haben kann, oder auch Sekundärstoffe die alles andere als ohne sind.

Schönes Beispiel Salbei. Aufgrund seiner ätherischen Ölebeliebt bei Entzündungen des Mund- Rachenraums, sowie infekte der Atemwege, kaum einer weiß aber, daß man sich Aufgrund des Thujongehaltes schneller damit vergiften kann, als einem lieb ist (1-2 Tassen pro Tag über einen längeren Zeitraum werden als gesundheitsschädlich angesehen).

Gerade bei den Kräuterpräparaten aus Fernost ist vorsicht geboten. Zum einen sind einige Präparate mit Schwermetallen verseucht, zum anderen können die Präparate auch "Fälschungen" sein. Diese haben zwar den gewünschten Effekt, was aber daran liegt, daß den Tees moderne Wirkstoffe beigemengt wurden.

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