Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Theoretische Grundlagen, Philosophie, Kritik

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helfi_elfi
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von helfi_elfi »

jaeckel hat geschrieben: 10.06.21, 11:29
Emi hat geschrieben: 10.06.21, 10:34 dass es auch einige Ärzte mit Zusatzausbildung gibt.
Das ist inzwischen von den Landesärztekammern aus gutem Grund eingestellt worden.
ich weiß nicht, wie es in deutschland ist, aber in österreich finden sich nach wie vor zahlreiche ärzt*innen mit zusatzausbildung. und da habe ich persönlich schon vertrauen, dass die behandlung seriös stattfindet und die grenzen der homöopathie rechtzeitig erkannt werden, und dass gegebenenfalls die heilmethode gewechselt wird. wie gesagt, meine erfahrungen sind da bisher ganz gut. solange man zu nichts gezwungen wird, oder sich für eine seite entscheiden muss, ist es doch alles okay. wenn man nicht will, muss man ja nicht mit homöopathie arbeiten, aber anderen die möglichkeit verwehren wollen finde ich halt eher kontraproduktiv.
[/quote]ich weiß nicht, wie es in deutschland ist, aber in österreich finden sich nach wie vor zahlreiche ärzt*innen mit zusatzausbildung. und da habe ich persönlich schon vertrauen, dass die behandlung seriös stattfindet und die grenzen der homöopathie rechtzeitig erkannt werden, und dass gegebenenfalls die heilmethode gewechselt wird. wie gesagt, meine erfahrungen sind da bisher ganz gut. solange man zu nichts gezwungen wird, oder sich für eine seite entscheiden muss, ist es doch alles okay. wenn man nicht will, muss man ja nicht mit homöopathie arbeiten, aber anderen die möglichkeit verwehren wollen finde ich halt eher kontraproduktiv.
Humungus
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von Humungus »

Eine seriöse Behandlung, die rein auf dem Plazeboprinzip beruht, ist für mich bedenklich. Der Patient MUSS darüber aufgeklärt werden, dass es keinen rationalen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit der Homöopathie über Plazebo hinaus gibt.

Wird der Patient darüber aufgeklärt und ist er einverstanden, ist das seine freie Entscheidung, die allerdings nicht von den Krankenkassen getragen werden sollte.
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Emi
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von Emi »

Humungus hat geschrieben: 13.06.21, 09:49 Eine seriöse Behandlung, die rein auf dem Plazeboprinzip beruht, ist für mich bedenklich. Der Patient MUSS darüber aufgeklärt werden, dass es keinen rationalen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit der Homöopathie über Plazebo hinaus gibt.

Wird der Patient darüber aufgeklärt und ist er einverstanden, ist das seine freie Entscheidung, die allerdings nicht von den Krankenkassen getragen werden sollte.
Aber manchmal reicht eben auch das schon aus. Ist ja jetzt nicht so als würde man nicht in anderen Beriechen auch mit Placebos arbeiten. Wenn ein Arzt einem ein Placebo verschriebt, dann vertraue ich ja auch darauf, dass er dank seiner Ausbildung in der Lage ist die Situation richtig einzuschätzen und mir die geeignete Behandlung zukommen lässt. Gerade auf diesen Effekt wird ja dann auch gesetzt. Da informiert dich ja vorher niemand, darum geht es ja eben.

Wenn man sich freiwillig dazu entscheidet zu einem Homöopathen zu gehen oder eben einem Arzt mit der Zusatzausbildung aufsucht, dann gibt es dafür ja einige Gründe. Und viele davon kann ich nachvollziehen. Die Tochter einer Freundin hat Psoriasis. Keine Creme hat geholfen. Dann hat sie mal eine homöopathische Salbe ausprobiert und es wurde besser. Ist nicht so, dass da jetzt alles verschwunden ist aber diese Salbe macht es erträglicher für das Mädchen. Jetzt mit der neuen Situation geht sie wieder zum Hautarzt und hofft, dass jetzt eine zusätzliche Behandlung noch weiter helfen wird.
Humungus
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von Humungus »

Sorry, ich wüsste nicht, dass ich einem Patienten jemals ein Placebo verschrieben hätte.
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helfi_elfi
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von helfi_elfi »

Emi hat geschrieben: 23.06.21, 12:03 Wenn man sich freiwillig dazu entscheidet zu einem Homöopathen zu gehen oder eben einem Arzt mit der Zusatzausbildung aufsucht, dann gibt es dafür ja einige Gründe. Und viele davon kann ich nachvollziehen. Die Tochter einer Freundin hat Psoriasis. Keine Creme hat geholfen. Dann hat sie mal eine homöopathische Salbe ausprobiert und es wurde besser. Ist nicht so, dass da jetzt alles verschwunden ist aber diese Salbe macht es erträglicher für das Mädchen. Jetzt mit der neuen Situation geht sie wieder zum Hautarzt und hofft, dass jetzt eine zusätzliche Behandlung noch weiter helfen wird.
Ich verstehe den Gegenwind nicht wirklich. Es kann ja mal mit Homöopathie probiert werden und wenn die Wirkung des Mittels nicht ausreicht, kann ja immer noch auf eine andere Heilmethode zurückgegriffen werden. Wieso muss es immer ein entweder - oder sein? Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht. Aber auch mit konventioneller Medizin, Phytotherapie und Akupressur.
Humungus
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von Humungus »

Warum halten Sie es für Gegenwind, wenn man wahrheitsgemäß sagt, dass die Homöopathie auf dem Plazeboprinzip beruht? Und warum verstehen Sie Gegenargumente nicht?

Ich kann es Ihnen aber gerne auch mal anders schildern: ich habe Abitur, sechs Jahre Studium und vier Jahre Facharztweiterbildung, natürlich alles mit strengen Prüfungen. Ich muss mich auch weiterhin auf dem neuesten Stand halten. Und dann kommt da so ein Schamane mit drei Wochen Kurs und einer amtsärztlichen Prüfung daher, bei der AUSSCHLIESSLICH geprüft wird, ob der "Heilpraktiker" eine Gefahr für die Allgemeinheit ist. Der zieht Pülverchen, Kügelchen und Kerzlein hervor, von denen in seriösen Studien niemals nachgewiesen wurde, dass die etwas bringen. Und der behauptet nicht nur heilen zu können, sondern er kassiert auch noch ab. Teilweise sogar über die gesetzliche Krankenkasse, weil die gerne Mitglieder fängt. So wird einer Schattenmedizin auf Kosten der Allgemeinheit der Weg geebnet.

Damit bin ich nicht einverstanden. Und wenn wir doch "mündige Bürger" haben, haben die ein Recht darauf die Hintergründe und die Wirkungsweisen (wohl eher mit Anführungszeichen) der Homöopathie zu erfahren, damit sie selber und auf eigene Kosten entscheiden können was sie wollen.

Dieses Forum heite "Basisdebatte", und da darf es auch gerne darum gehen "Gegenwind" zu erzeugen.
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Emi
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von Emi »

Humungus hat geschrieben: 06.07.21, 07:28 Warum halten Sie es für Gegenwind, wenn man wahrheitsgemäß sagt, dass die Homöopathie auf dem Plazeboprinzip beruht? Und warum verstehen Sie Gegenargumente nicht?

Ich kann es Ihnen aber gerne auch mal anders schildern: ich habe Abitur, sechs Jahre Studium und vier Jahre Facharztweiterbildung, natürlich alles mit strengen Prüfungen. Ich muss mich auch weiterhin auf dem neuesten Stand halten. Und dann kommt da so ein Schamane mit drei Wochen Kurs und einer amtsärztlichen Prüfung daher, bei der AUSSCHLIESSLICH geprüft wird, ob der "Heilpraktiker" eine Gefahr für die Allgemeinheit ist. Der zieht Pülverchen, Kügelchen und Kerzlein hervor, von denen in seriösen Studien niemals nachgewiesen wurde, dass die etwas bringen. Und der behauptet nicht nur heilen zu können, sondern er kassiert auch noch ab. Teilweise sogar über die gesetzliche Krankenkasse, weil die gerne Mitglieder fängt. So wird einer Schattenmedizin auf Kosten der Allgemeinheit der Weg geebnet.

Damit bin ich nicht einverstanden. Und wenn wir doch "mündige Bürger" haben, haben die ein Recht darauf die Hintergründe und die Wirkungsweisen (wohl eher mit Anführungszeichen) der Homöopathie zu erfahren, damit sie selber und auf eigene Kosten entscheiden können was sie wollen.

Dieses Forum heite "Basisdebatte", und da darf es auch gerne darum gehen "Gegenwind" zu erzeugen.
Was hält einem dann davon ab eine Zusatzausbildung in Homöopathie zu machen und eben einen medizinischen Background mitzubringen?
Wäre das nicht eine gute Lösung?
Dann kommen die Menschen zu einem und man weiß, es reicht jetzt auch das homöopathische Mittel. Kommt der Patient eine Woche später wieder, reicht es vielleicht nicht mehr und man steigt auf ein Medikament über. Dann bekommt der Arzt das Geld für das homöopathische Mittel, der Patient ist zufrieden und für den Fall der Fälle, ist man auch gleich da, wenn sich die Situation verschlimmert.

Stattdessen schimpft man auf gewisse Menschen, die Anderen etwas geben, was sie eben wollen. Natürlich muss man darauf achten, dass man den Patienten nicht das Blaue vom Himmel verspricht und verspricht jede Krankheit mit einem Globuli heilen zu können.

Die Debatte können wir gerne führen, letztlich liegt es aber wohl nicht an uns, wir können die Menschen nur schwer ändern. Eventuell ein paar. Aber wenn die Menschen weiterhin zu Homöopathen und Heilpraktiker gehen dann kann man zwar versuchen den Menschen das auszureden, es wird aber nur sehr schwer funktionieren. Meiner Meinung nach wäre es dann eben besser die Anlaufstellen zu verbessern. Ausbildung zum Homöopathen/Homöopathin oder Heilpraktiker/Heilpraktikerin nur noch für Menschen mit medizinischer Ausbildung. Dann hat man schnell ein Problem gelöst.
Humungus
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von Humungus »

Das stimmt, das würde ein Problem lösen. Allerdings müsste dafür das Heilpraktikergesetz geändert werden, und es würde das Aus für nahezu alle Heilpraktiker bedeuten - bzw. lässt man Bestandsschutz gelten, das zukünftige Aus für eine Branche. Dagegen gäbe es massiven Protest. Zwar gibt es manchen Arzt, der Naturheilkunde praktiziert (die nichts mit Homöopathie zu tun hat!), aber nur wenige mit der zUsatzausbildung Homöopathie. Für mich keine Frage, warum.
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helfi_elfi
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Re: Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung?

Beitrag von helfi_elfi »

Humungus hat geschrieben: 06.07.21, 07:28 Warum halten Sie es für Gegenwind, wenn man wahrheitsgemäß sagt, dass die Homöopathie auf dem Plazeboprinzip beruht? Und warum verstehen Sie Gegenargumente nicht?

Ich kann es Ihnen aber gerne auch mal anders schildern: ich habe Abitur, sechs Jahre Studium und vier Jahre Facharztweiterbildung, natürlich alles mit strengen Prüfungen. Ich muss mich auch weiterhin auf dem neuesten Stand halten. Und dann kommt da so ein Schamane mit drei Wochen Kurs und einer amtsärztlichen Prüfung daher, bei der AUSSCHLIESSLICH geprüft wird, ob der "Heilpraktiker" eine Gefahr für die Allgemeinheit ist. Der zieht Pülverchen, Kügelchen und Kerzlein hervor, von denen in seriösen Studien niemals nachgewiesen wurde, dass die etwas bringen. Und der behauptet nicht nur heilen zu können, sondern er kassiert auch noch ab. Teilweise sogar über die gesetzliche Krankenkasse, weil die gerne Mitglieder fängt. So wird einer Schattenmedizin auf Kosten der Allgemeinheit der Weg geebnet.

Damit bin ich nicht einverstanden. Und wenn wir doch "mündige Bürger" haben, haben die ein Recht darauf die Hintergründe und die Wirkungsweisen (wohl eher mit Anführungszeichen) der Homöopathie zu erfahren, damit sie selber und auf eigene Kosten entscheiden können was sie wollen.
Ist doch legitim, dass Sie mit der Ausbildung von HeilpraktikerInnen nicht einverstanden sind und ich verstehe Ihre Einwände sehr gut, darum geht es ja nicht. Nur, weil die Ausbildung nicht fundiert genug ist, heißt es für mich nicht, dass die Homöopathie per se schlecht ist. Ich erzähle hier eben von meinen persönlichen Erfahrungen und diese sind nun einmal positiv. Aus diesem Grund bin ich überzeugt. Wie schon gesagt, ist es bei uns in Österreich gar nicht möglich als Laie eine Ausbildung zur Heilpraktikerin oder zum Heilpraktiker zu machen. Hier wird es ausschließlich Fachpersonen der Medizin angeboten, die grob die gleiche oder eine ähnliche Ausbildung mitbringen wie Sie. Als Patientin fühle ich mich bei einer medizinischen Fachperson, die auf einem zusätzlichen Gebiet ausgebildet ist, sehr gut aufgehoben. Meine Homöopathin ist Doktorin der Medizin.
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