ZNS-Muskelrelaxanz bei Opiatpflaster, Asthma u Medikamentenallergien?

Allergien, Unverträglichkeiten, Hyposensibilisierung & Co.

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MS
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ZNS-Muskelrelaxanz bei Opiatpflaster, Asthma u Medikamentenallergien?

Beitrag von MS » 10.10.19, 20:44

Liebe Experten,
ich bin multipler Allergiker und habe sehr viele Allergien und Unverträglichkeiten auf Medikamente.

Ich weiß seit 1976 das ich generell keine Neuroleptika, Psychopharmaka, Beruhigungsmittel, Antidepressiva, und kein MCP einnehmen darf.
Ich hatte damals von den Metoclopramid- Tropfen (20 Tropfen auf ein Glas Wasser), die ich mit 14 J. nach einer Spritze durch den Hausarzt, an zwei nachfolgenden Abenden einnahm, einen schweren extrapyramidalen Krampfanfall, der sich nicht durch die in der Klinik verabreichte Diazepam-Spritze auflösen oder unterdrücken lies. (Mit Blaulicht in die Klinik) Auch alle Schlafmittel und Schmerzmittel wurden mir damals pauschal verboten.

Natürlich wurden im Lauf der Zeit (bei Operationen) div. Narkosemittel, Beruhigungsmittel und Schmerzmittel ausprobiert, auf die ich immer gleich mit Allergien oder heftigstenen Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten reagiert habe.

Hinzu kamen im Laufe der Jahre weitere Allergien und Unverträglichkeiten auf alle anderen Schmerz- u. Narkosemittel die von den Ärzten bei den vielen Ops ausprobiert wurden.
Bei Opiaten, Narkosemittel /od Beruhigungsmittel wie Propofof, Trapanal, Midazolam und Clorazetat Dikalium, Oxicodon, Hydromorphon und Opiat-Lutschtabletten oder unter der Zunge anzuwendenen Opiaten reagierte ich heftigst mit Allergien, oder so schweren Nebenwirkungen, das die Therapien umgehend abgebrochen und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden mussten.

Leider funktionieren bei mir auch die örtlichen Betäubungsmittel nicht (Nicht einmal wenn sie zuletzt sogar als Infusion im Aufwachraum gegeben wurden)

Weil ich keine anderen Opiate und keine Rheumaschmerzmittel, und aus Allergiegründen auch die anderen üblichen Schmerzmedis wie Metamizol, Paracetamol/Perfalgan, Diclofenac nicht einnehmen kann, muss ich ein einigermaßen verträgliches Fentanylpflaster tragen (zur Zeit 12ver) da ich Schmerzpatientin bin.

Alle meine Allergien und Unverträglichkeiten wurden und werden von mir in Form von vollständigen Allergietabellen in Listenform an meine Ärzte weitergegeben. (Auch mit OriginalTestbögen, soweit vorhanden)

Mein alter Orthopäde (jetzt im Ruhestand) kannte meine “orthopädierelevanten” Allergien, sie wurden immer gleich im PC eingetragen und blickten rot auf, wenn er meine Daten aufrief. Er handelte dementsprechend vorsichtig. Von ihm erhielt ich die wenigen Male erst in Absprache mit dem Hausarzt (und Apotheker) ein Medikament, wenn es sich absolut nicht vermeiden lies.

Nun soll ich, verschrieben durch den neuen Orthopäden, der die Praxis und PC-Daten übernommen hat, ein Muskelrelaxanz einnehmen, das über das Gehirn und Rückenmark, also Zentral über das ZNS wirkt.

Das ist mir bei meiner Vorgeschichte ganz und gar nicht geheuer.

Der Nachfolge-Orthopäde weis, das ich starker multipler Allergiker bin, und sich dadurch für ihn nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten ergeben. Darauf macht er mich bei meinen Besuchen selbst aufmerksam.
Also gehe ich davon aus, das er umfänglich über meine ganzen Allergien Bescheid weis, und eigendlich wissen müsste, das zentralwirkende Medikamente mir nicht sehr gut bekommen.

Im Beipackzettel übers Internet zu dem Medikament las ich zudem, das sich das Muskelrelaxanz (Methocarbamol) mit meinem Opiat in der Wirkung noch gegenseitig verstärkt.

Ich bin jetzt sehr verunsichert, da ich zudem Asthmatikerin bin.
(Ich musste schon 2x durch Allergien nach Ops bei vollem Bewusstsein noch in meinem Zimmer, intubiert werden.)

Das Medikament sollte ich seit gestern, (1- 0 -1) einnehmen, aber ich trau mich nicht.

Kann ich davon ausgehen, das er an alles gedacht hat, als er mir das Rezept in die Hand drückte?
Ist meine Angst berechtigt oder fehlt es mir noch an Vertrauen in den neuen Arzt?

Bitte geben Sie mir einen Rat

Mit freundlichen Grüßen und Dank
MS

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