Kompetenz von Führungskräften und die Zusammenarbeit HA / EA

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FLindi
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Kompetenz von Führungskräften und die Zusammenarbeit HA / EA

Beitrag von FLindi » 29.03.07, 21:09

Moin zusammen,

In dem Tread "Kompetenz von Rettungsassistenten und Krankenpflegern hatte Uwe Hecker über das merkwürdige Verhalten des Rettungswachenleiters geschrieben, dass er als Fachpfleger Anästhesie / Intensiv und ehrenamtlicher RA nur KTW fahren sollte, da ihm die RTW - Routine fehlen würde und dies ja auch sein Fachbereich sei... :cry:

Auch von meiner Seite (ehemalige Dienststelle) gibt es da so ein paar Dinge zu berichten. Hier ein paar Orginal - Zitate: Aussage eines LRA: "Als (nicht hauptamtlicher) RS hast du gar keine Fortbildungspflicht. :? " Damals habe ich nebenamtlich im regulären Rettungsdienst gearbeitet. Aussage eines OrgL: "Was du auf dem Symposium zum Thema gesetzliche Änderungen gehört hast, kann gar nicht stimmen. :x " Nach der Teilnahme an einem juristischen Workshop auf einem Notfallsymposium habe ich danach mehrere Führungskräfte informiert.

Nun stelle ich mir mal gerade die Frage, welche Kompetenz müssen Führungs - / Funktionskräfte haben und welche haben sie in der Realität? Ist der Rat von Ehrenamtlichen die durch andere Berufe oder externe Fortbildungen wichtige Kenntnisse für den eigenen Rettungsdienstbereich erworben haben überhaupt gefragt? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen haupt-, neben- und ehrenamlicher Mitarbeitern?

Bin doch mal gespannt, wie es bei euch so aussieht.

Bis denne
Frank :(

Land-Ei
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Beitrag von Land-Ei » 30.03.07, 14:30

hallo,

Bayerisches Rotes Kreuz, unser Kreisverband:

bei uns ist so, daß egal ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, jeder die gleiche Anzahl Fortbildungsstunden haben soll, um als RA auf dem RTW fahren zu dürfen. Da wird kein Unterschied gemacht.

Aber Qualifikation der Führungskräfte??

Der Leiter Rettungsdienst ist RA und soll eine betriebswirtschaftliche Ausbildung haben. Wachleiter werden ernannt aus den reihen der hauptamtlichen RAs. Führungskräfte im Ehrenamt (Bereitschaftsleiter) werden gewählt, da spielt die Qualifikation eine untergeordnete Rolle.

Daß ein RA und Fachpfleger Anästhesie/Intensiv keine RTW Schicht fahren darf, wundert mich.

Grüße,

Land-Ei

detzwen
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Beitrag von detzwen » 03.04.07, 19:05

Hallo zusammen,

Bei uns gelten für alle Mitarbeiter, unabhängig vom Vertragsverhältnis (also EA,HA, Aushilfe) die entsprechenden Vorschriften der Ausbildung, also Pflichtstundenzahl 38h, für die RA zwingend auch NoKo, aber auch die ärztliche Untersuchung ist Pflicht...und wird auch streng kontrolliert, wer diesem nicht nachkommt, fährt nicht mehr.

Einzelfälle werden nicht verantwortlich auf RTWs gesetzt, Grundsätzlich gilt aber: Am Wochenende wird ein Regel´-RTW mit EA besetzt und nur bei Personalmangel mit AH und HA aufgefüllt.

Nebenqualifikationen von Mitarbeitern werden aktuell erfasst und auch genutzt, wobei es hier vor allem um Handwerkliche Ausbildungen (wir bauen ein paar neue Wachen) geht, aber auch Informatikstudium etc. sind gefragt und ein "Medienwirt" arbeitet momentan vor allem als mein Berater/Projektbetreuer.
Diese Qualifikationen sind wichtig und führen auch zu einer Kostenreduktion, da das Personal ja bereits bezahlt wird.

Und auch wenn ein Ehrenamtlicher einen sinnvollen Vorschlag unterbreitet, wird dieser natürlich geprüft und gegebenenfalls umgesetzt.

Mangelnde Routine halte ich durchaus für einen Grund, jemanden nicht für eine bestimmte Tätigkeit zuzulassen (im oben geschilderten Fall RTW), wobei ich mich hüten werde aus der Ferne die Kenntnisse des Pfleger/RA zu werten.

Schöne Grüße

Tzwen

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