Corona-Impfschäden

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Timmie2
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Corona-Impfschäden

Beitrag von Timmie2 »

Deutschlands bekannteste Impfgeschädigte wird oft verunglimpft, vor allem von einem Arzt auf X. Wir haben ihre medizinischen Unterlagen eingesehen – und dann gab es eine Überraschung.
https://www.berliner-zeitung.de/gesundh ... 1708686330

Mich würde mal interessieren, wie Ärzte - die von Corona-Impfungen finanziell profitiert und diese beworben haben - zu solchen Fällen stehen? Konnte man mit entsprechendem medizinischem Hintergrund diese Impfung wirklich uneingeschränkt empfehlen? Ich versteh es bis heute nicht...
Humungus
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Re: Corona-Impfschäden

Beitrag von Humungus »

Willkommen zurück! Da hab ich doch mal die Beiträge der letzten Jahre durchwühlt, weil mir der Nickname so bekannt vorkam. Und? Jetzt im BSW?

Ich habe als Arzt an der Corona-Impfung nur indirekt profitiert, weil wieder nahezu der Normalzustand eingetreten ist, auch dank der Impfung (ich höre schon den Aufschrei...). Für mich ist jeder Impfschaden einer zuviel und bedauerlich, aber jeder Corona-Schwererkrankte oder gar -Gestorbene ebenso. Für mich fiel die Risikoabwägung eindeutig aus (denn bei jeder Therapie gibt es auch Risiken, es sei denn man geht zum Homöopathen). Ich habe mich 5x impfen lassen, war immer ziemlich vorne dran. Die letzte Impfung war Ende 2022, wenige Tage danach hat mich Corona das erste Mal erwischt, milde allerdings. Im Mai 23 dann wieder, noch milder. Weitere Impfungen habe ich mir gespart, weil ich die aktuellen Infektionsfälle als ganz anderes Kaliber ansehe als die üblen zu Beginn. Ich habe die Impfung auch weiterempfohlen. Der Großteil meiner MFA hat mit Nummer 3 aufgehört, schwere Fälle hatten wir keinen.

Für mich war das Ganze ein Anlass meinen längst überfälligen restlichen Impfschutz auffrischen zu lassen.

Den Impfgeschädigten wünsche ich gute Genesung und einen korrekten, versprochenen Schadenersatz (was in Deutschland leider spartanisch ist).
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Timmie2
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Re: Corona-Impfschäden

Beitrag von Timmie2 »

Humungus hat geschrieben:Ich habe als Arzt an der Corona-Impfung nur indirekt profitiert
Im Gegensatz zu Impfärzten, die davon auch ganz direkt profitiert haben. Bis zu 28 Euro erhielten niedergelassene Ärzte für eine Impfung in ihrer Praxis, an Wochenenden und Feiertagen 36 Euro. Die Kosten für den Impfstoff noch nicht enthalten. Das erhöhte Honorar sollte ein 'zusätzlicher Anreiz' zur Impfung sein (extrabudgetär=zusätzlich zur üblichen Quartalspauschale) Mittlerweile wurden die Honorare wieder gesenkt. Deutlich reizvoller als 'Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang'. Für manche Arztpraxen also durchaus profitabel und möglicherweise auch ein Grund, die Impfung nicht zu hinterfragen.
Humungus hat geschrieben:weil wieder nahezu der Normalzustand eingetreten ist, auch dank der Impfung
Was zu beweisen wäre. Die Impfstoffhersteller haben in den Zulassungsverfahren nie Daten erbringen können, die eine Reduzierung der Übertragungswahrscheinlichkeit durch Impfung belegen. Die Impfstoffe wurden auch nie zu diesem Zweck zugelassen. Als die Impfpflicht diskutiert wurde, waren bereits Delta- und Omikron-Varianten in Umlauf. Vor allem bei jungen und gesunden Menschen stellte die Impfung damals möglicherweise schon ein größeres Risiko dar als eine Infektion und für den propagierten Drittschutz gab es nie eine wissenschaftliche Grundlage. Weder schwere Verläufe noch Tod durch Covid ist aus randomisiert kontrollierten Studien ableitbar. Die Evidenz zur Verhinderung schwerer COVID-Verläufe und Todesfälle stützt sich ausschließlich auf retrospektive Beobachtungs- und Fallstudien mit methodischen Fehlern und niedrigem Evidenzgrad. Etwas dürftig für eine solche Behauptung, finden Sie nicht?
Humungus hat geschrieben:Für mich fiel die Risikoabwägung eindeutig aus
Schön für Sie. Aber hatten andere nicht auch ein Recht auf eine individuelle Risikoabwägung? Ihren Kommentaren folgend hatten Sie dafür kein Verständnis.
Humungus hat geschrieben:denn bei jeder Therapie gibt es auch Risiken,
Weshalb es eine Aufklärungspflicht von Ärzten gegenüber Patienten gibt. Wurden Patienten ausreichend aufgeklärt über bedingte Zulassung und mögliche Nebenwirkungen? Oder wurde nicht vielmehr erwartet, dass etwaige Nebenwirkungen im Interesse der Allgemeinheit hinzunehmen sind?

Bis heute haben es die zuständigen Behörden versäumt die notwendigen Erhebungen zu veranlassen, um Aussagen wie Impfeffektivität oder Risiko-Nutzen-Abäwgung des Impfstoffs zu belegen. Vielmehr kam beim Corona-Untersuchungsausschuss in Brandenburg zutage, dass selbst die Daten aus der 2020 vom PEI herausgegebenenen SafeVac-App bis heute nicht ausgewertet wurden. Man habe so viele Meldungen erhalten, dass die IT-Struktur der App darauf nicht vorbereitet gewesen sei. Eine saubere Kosten-Nutzen-Analyse sieht anders aus.
Humungus
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Re: Corona-Impfschäden

Beitrag von Humungus »

Timmie2 hat geschrieben: 24.02.24, 19:04Bis zu 28 Euro erhielten niedergelassene Ärzte für eine Impfung in ihrer Praxis, an Wochenenden und Feiertagen 36 Euro. Die Kosten für den Impfstoff noch nicht enthalten. Das erhöhte Honorar sollte ein 'zusätzlicher Anreiz' zur Impfung sein (extrabudgetär=zusätzlich zur üblichen Quartalspauschale) Mittlerweile wurden die Honorare wieder gesenkt.
Sie wissen doch, dass im Gesundheitswesen durch Geld gesteuert wird. Ein Euro mehr hier, einer weniger da.

Bitte vergessen Sie nicht, dass der Staat da Milliarden herausgepustet hat, die Ärztehonorare werden relativ "unter ferner liefen" sein. Impfzentren, Logistik, Personal, Impfstoffe. Immerhin konnte man sehen, was geht, wenn es nötig wird. Ich hoffe, dass Gleiches in den nächsten Jahren auch von der EU gemacht wird, um ein anderes Leiden zu bekämpfen, das aus dem Osten dräut.

28€ pro Impfung ist dann lukrativ, wenn die Aufklärung und das ganze Drumherum zügig gehen. Mit berichteten impfende Kollegen, zu Ihnen würden Patienten kommen und sie in 30-minütige Gespräche verwickeln. Dann würden sie die Impfung (die sie eh nicht wollten) ablehnen. Reiner Destruktivismus.

Wissen Sie eigentlich, was aus den Impfungen durch Apotheker geworden ist? Ich habe das aus den Augen verloren.
Die Impfstoffhersteller haben in den Zulassungsverfahren nie Daten erbringen können, die eine Reduzierung der Übertragungswahrscheinlichkeit durch Impfung belegen. Die Impfstoffe wurden auch nie zu diesem Zweck zugelassen.
Halt, jetzt wollen wir exakt sein: es ist wahr, dass diese Zahlen in der Zulassung keine Rolle spielten, später wurde jedoch beschrieben, dass durch die Impfung die Viruslast schneller sinkt und damit auch ein Fremdschutz besteht.

https://www.nature.com/articles/s41467-023-41109-9

Ich werde die Diskussion hier abkürzen, denn ich habe es zu oft erlebt, dass man alles durchdiskutiert und dann an der nächsten Ecke der Nächste auftaucht, der sich wieder alles im Detail vorkauen lässt, als ob er nie eine Studie gelesen hätte. Sie können ruhig Ihrer Meinung sein (der Anteil Andersdenkender scheint in Deutschland ja stetig zuzunehmen). Letztendlich wird es Ihnen wir mir und allen anderen ergehen: man kann meinen, was man will, die Wahrheit holt einen immer ein. Sanft - oder brutal.

Eine Frage hätte ich aber noch an Sie: ein Untersuchungsausschuss, der 2,5 Millionen Euro kostet - was haben die da auf den Schnittchen? Blattgold?
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.
Timmie2
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Re: Corona-Impfschäden

Beitrag von Timmie2 »

Humungus hat geschrieben: 28€ pro Impfung ist dann lukrativ, wenn die Aufklärung und das ganze Drumherum zügig gehen.
Das ging wie mir mehrfach berichtet wurde mehr als zügig wobei sich da wiederum die Frage stellt, ob die impfenden Ärzte ihren Aufklärungspflichten nachgekommen sind?
Humungus hat geschrieben:Wissen Sie eigentlich, was aus den Impfungen durch Apotheker geworden ist? Ich habe das aus den Augen verloren.
Wie mir eine Apothekerin berichtete wurde dieses Angebot von den Kunden nicht angenommen. Zum Zeitpunkt der Freigabe gab es keine große Nachfrage nach Impfungen mehr und die noch gewünschten Impfungen wurden von den Hausärzten verabreicht.
Humungus hat geschrieben:es ist wahr, dass diese Zahlen in der Zulassung keine Rolle spielten, später wurde jedoch beschrieben, dass durch die Impfung die Viruslast schneller sinkt und damit auch ein Fremdschutz besteht
Jetzt enttäuschen Sie mich aber, wo bleibt hier Ihre Forderung nach 'harten Fakten'? Solche Modellierungen und Hochrechnungen würden Sie bei Homöopathie sicher nicht durchgehen lassen oder? :lol:
"Die Schätzungen und Konfidenzintervalle wurden mit Hilfe einer linearen Regression mit verallgemeinerten Schätzgleichungen und robusten Standardfehlern erstellt, die ein binäres Ergebnis vorhersagt, das angibt, ob der Kontakt mit dem Index infiziert war oder nicht, wobei die Indexfälle als Cluster und eine austauschbare Korrelationsstruktur verwendet wurden. Die Schätzungen werden angepasst für das Geschlecht des Indexfalls, das Alter, die Fettleibigkeit, das Vorhandensein von Symptomen, das Vorhandensein von Husten, den Immunitätsstatus, die sozioökonomischen Bedingungen in der Nachbarschaft, die Anfälligkeit und die Art des Wohnens... :daumenrunter

Primatentest haben ergeben, dass die Impfungen zwar die Virenlast in den unteren Atemwegen minimieren und so schwere Fälle verhindern können, aber keine Immunität in den oberen Atemwegen herstellen. Da die Infektion selbst aber über die oberen Atemwege stattfindet sind auch Geimpfte nach wie vor infektiös und können andere anstecken. Fremdschutz negativ. (Quelle The Lancet)
Humungus hat geschrieben:Ich werde die Diskussion hier abkürzen
Verständlich. Die meisten Ärzte haben sich kritiklos von der Politik vor den Karren spannen lassen, darüber spricht man nicht gerne. Kein Ruhmesblatt in der Geschichte...
Humungus hat geschrieben:Letztendlich wird es Ihnen wir mir und allen anderen ergehen: man kann meinen, was man will, die Wahrheit holt einen immer ein. Sanft - oder brutal.
So schaut's aus. Zumindest was die Impf-Nebenwirkungen betrifft kann ich mich da gelassen zurücklehnen. :liegestuhl:
Humungus hat geschrieben:Eine Frage hätte ich aber noch an Sie: ein Untersuchungsausschuss, der 2,5 Millionen Euro kostet - was haben die da auf den Schnittchen? Blattgold?
Was sind schon 2,5 Millionen im Gegensatz zu 13,1 Milliarden für Impfstoffe, die nun mittlerweile größtenteils im Müll landen - Folgekosten nicht mit eingerechnet. Wir haben eine massive Geldverschwendung samt erheblicher Einschränkung der Grundrechte erlebt, die durch nichts zu rechtfertigen sind. Das war kein schicksalhaftes Naturereignis und muss aufgearbeitet werden, ansonsten ist Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet. Es ist daher keine Option, das Vergangene ruhen zu lassen.
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Re: Corona-Impfschäden

Beitrag von jaeckel »

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Dr. med. Achim Jäckel
Klinische Akut- und Notfallmedizin
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