Die Lüge von der „Digitalisierung“

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Die Lüge von der „Digitalisierung“

Beitrag von PR » 07.08.19, 13:54

Die Meinungshändler- und IT-Lobby einschließlich eines Zappelmisters für Gesundheit wird nicht müde, Deut’schland mit Meldungen zu überhäufen, wie grauenvoll schädlich doch der deut’schländische Rückstand sei in Sachen „Digitalisierung“, anderer Herren Länder seien da doch längst vihiiel weiter !

Schaut man sich freilich um im Deut’schland, findet man – na was wohl ? Man findet digitale Errungenschaften noch und nöcher, devices, gags und gadgets, Tipp- und Wischtäfelchen an allen Ecken und Enden und in jedem Hosensack, dabei doch Haiteck, und dennoch längst zum Wegschmeißartikel verkommen und als Sondermüll die Recyclinghöfe der Republik überflutend.

Keine Fernzähkiste und kein Dudelradio, kein Wecker, kein Telefon schon gar nicht, keine Ladenkasse, kein Terminkalender, kein Kochherd, Kühlschrank, Geschirrspüler oder Dreckwäschewascher, keine Schreibmaschine, keine Rechenmaschine, keine Malmaschine, kein Auto- oder Pedalomobil, kein Achweißderteufel, der nicht längst „digital“ funktioniert, infolgedessen auch mal „abstürzen“ kann und dann „resettet“ werden muss bevor er’s wieder tut, erst vorvorgestern wieder mitten im Auftritt : das Digitalpiano. An der „Digitalisierung“ kann’s also echt nicht fehlen im Deut’schland.

Ja wieso haut denn dann die Meinungshändler- und IT-Lobby einschließlich eines Zappelmisters für Gesundheit ständig solche Meldungen raus ?

KLARTEXT: weil die feste dran glaubt, es bei den Deut’schländern mit einem Dummvolk zu tun zu haben. Das die „Digitalisierung“ ja längst mitgemacht hat. Jetzt aber keinesfalls auch noch bemerken soll, wie die damit obligat und flächendeckend verbundene D a t e n v e r n e t z u n g fortschreitet, und jedem Nutzer auch noch die letzten Intimitäten aus der Unterhose zieht – damit irgendwer auf der entgrenzten Datenwelt auch damit noch sein privates Geschäftchen machen kann.

KLARTEXT, Spähnchen, Burdaclan und Bertel‘ s Frauen sowie Konsorten: es geht nicht um Digitalisierung. Längst nicht mehr. Lasst die Lüge, sie verfängt keinen mehr.

Sondern es geht um die Fragen: wem gehören persönliche Daten ? Wie privat müssen und dürfen die sein ? Wie intim sollen die sein, damit sie nicht jeder sich aneignen darf und kann ? Wer hat sie aufgenommen, gesammelt und geordnet ? Hat der daran ein Autorenrecht ?

Um endlich aufs Gesundheitswesen zu sprechen zu kommen: es geht da doch längst nicht mehr um "Digitalisierung", sondern um die Frage,

durch wie viele / wessen Menschenhände und / oder Rechenmaschinen m ü s s e n eigentlich die intimsten gesundheitlichen Daten der Kranken und Gesunden im Deut'schland laufen, damit sie dort ankommen, wo sie sachlich bedingt auch hin gehören = im Idealfall in der Nachbarpraxis.

KLARTEXT, Spähnchen, Burdaclan und Bertel‘ s Frauen sowie Konsorten: Eure Geschäfzmodelle sind noch lange nicht zuende durchgerechnet. Versprochen.

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